Geplante Obsoleszenz - eure Meinungen und Erfahrungen

Uh, sicher? Inflation ist ziemlich heftig und ich habe jetzt keine Waschmaschinenpreise von 1960 zur Hand.

Aber in Waschamschine sind schon ewig "Computerähnliche" Geräte verbaut und alle Geräte die das betrifft sind zumindest in den letzten 10 Jahren bedeutend billiger geworden.

Vergiss nicht das 200 Deutsche Mark im Jahre 1960 Inflationsbereinigt heute locker 1000€ oder mehr wären, zB gemessen an Lebensmittelpreisen. Also weit über 400€. Eine billige Waschmaschine kostet heute 200-300€.


Edit:


Waschmaschinen, genau wie andere Haushaltsgeräte waren wie vermutet damals ganz erheblich teurer.
Im konkretren Beispiel Inflationsbereinigt einige Tausend Euro.
 
Punkt 1:
Modeartikel werden in der Regel vor ihrem Ableben ausgetauscht:
Darunter fallen Handys, Fernsehr, etc.
.

naja, bei dir und bei den Leuten die du kennst.
Ich kenne genug die tauschen weder Fernseher noch Handy alle paar Jahre aus.
Gerade einen Fernseher kann man auch deutlich länger nutzen.

Das mit der Qualität ist so ne Sache.
Vermeintlich teure und qualitativ höherwertige Geräte gehen in vielen Bereichen genauso schnell kaputt.
Wenn dann der Premiumhersteller wenigstens eine kulantere oder/und längere Garantie bietet muss man froh sein.

Vieles muss einfach kleiner werden, billiger produziert werden und hält daher nicht mehr so lange.
Gerade Elektronikteile.

Wie das heute bei Waschmaschinen aussieht, keine Ahnung.
Sprich, hat da ein teures Gerät wirklich mechanisch bessere Teile?
 

Vergiss auch nicht, dass die Produktionskosten auch inflationsbereinigt stark gesunken sind, dank Globalisierung und Automatisierung.
Ich sehe einfach nicht wieso bei technischem Fortschritt, Dinge schneller kaputt gehen...


naja, bei dir und bei den Leuten die du kennst.
Nö, bei den Leuten, die das Bundesumweltamt untersucht hat ;)



OT:
Mit Inflationsrechnungen muss man generell vorsichtig sein:
Man kann so richtig keinen vergleich ziehen:
Da die Produktpreise unabhängig vom Geldwert schwanken und sich Prioritäten stark verschoben haben.
Hier z.B. mal eine Tabelle mit inflationsbereinigten Preisen und der dazugehörigen Arbeitszeit.
gehört zwar nur bedingt zum Thema, ist aber sehr interessant!
 
Das Waschmaschinen Beispiel bleibt trotzdem stehen weil eine Waschmaschine damals mehr als einen Monatslohn gekostet hat.

Kannst du die "gesunkenen Kosten" nachweisen? Und falls ja in welchem Ausmaß? Hast ja selber erwähnt das auch die Löhne gestiegen sind.
Auch hier gilt wieder, ich glaube zwar auch das die Produktionskosten gesunken sind, aber ich habe dafür abgesehen von eventuell abgelaufenen Patenten(und diese könnten eventuell durch technisch relevante neue ersetzt worden sein!) keine Belege. Daher bleibt für mich als Resultat doch die Tendenz das es eben durchaus Billigprodukte sind im Vergleich zu dem was früher verkauft wurde. Zumal ja noch andere Kosten hinzugekommen sind, zB Zertifizierungen, die sind im Consumerbereich teilweise echt teuer und schwer zu erreichen.
 
Das Waschmaschinen Beispiel bleibt trotzdem stehen weil eine Waschmaschine damals mehr als einen Monatslohn gekostet hat.

Kannst du die "gesunkenen Kosten" nachweisen? Und falls ja in welchem Ausmaß? Hast ja selber erwähnt das auch die Löhne gestiegen sind.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. :m
 
Dir ist klar das so ein Produkpreis nicht nur aus Fertigungslöhnen besteht oder?
In dem Fall weiss ich nicht was die Facepalm soll. Ich denke du machst es dir gerade bedeutend zu einfach indem du mich konsequent unterschätzt.

Oder formulieren wir es anders:
Keiner von uns beiden hat offenabr genaue Informationen zu den genauen Produktionskosten früher/heute. Aber du unterstellst mir konsequent subtil Unterlegenheit weil ich deine Behauptung anzweifle.
 
Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. :m

ich muss sagen, deine Antwort bringt mich eher zu weinen.
Eine Erklärung wäre die feinere Art, einfach jemanden dumm machen zeugt nicht gerade davon, dass man selbst Argumente hat.

Sei es wie es sei.
Damals waren viele Artikel teurer gemessen am Reallohn.




hast du einen Link zu der Studie?
Wie wurde diese durchgeführt?
Ist sie verlässlich?
 

Ich hab dir bis eben gar nichts unterstellt (zumindest nicht bewusst), ich weiß zwar nicht wo du das raus gelesen hast, es war definitiv nicht meine Absicht.


Eigentlich nur im letzten Post:
Denn der Grund für Automatisierung IST das Sinken der Produktionskosten.
Niemand würde auch nur eine Maschine in sein Werk stellen, wenn ein Arbeiter günstiger wäre.
Das die Produktionskosten nicht nur aus Lohnkosten bestehen ist mir klar:
Automatisierung führt aber auch zur günstigeren Produktionsmitteln, Günstigeren Materialeinkauf und vor allem größeren Stückzahlen, was sich alles auf den möglichen Endpreis niederschlägt.

Worüber argumentieren wir hier eigentlich?
Von deinem Standpunkt aus, sind wir mit unserer Produktionsqualität also in den 60ern stehen geblieben und machen nurnoch günstiger, dafür schlechter?




@keinbenutzername:
Lies einfach nach.
 
Nein eben nicht, viele Vorschriften haben sich seit den 60ern geändert, vielleicht habe ich das nicht deutlich genug gemacht, aber das ist ein wichtiger Faktor. Ich weiss ehrlich gesagt nichteinmal ob man damals überhaupt irgendwelche Zertifikate brauchte um Geräte an Endkunden zu verkaufen. Heute braucht man jedenfalls einen Arsch voll. Zudem arbeiten heutige Maschinen bedeutend anders und sind viel komplexer was auch ein VOrteil für den Kunden ist, zum Beispiel verbrauchen modernen Maschinen bedeutend weniger Strom und Wasser(Dinge die ebenfalls zertifiziert werden). Ebenfalls Dinge auf die man bei den ersten Modellen schlicht keinen Wert gelegt hat.

Die reine Herstellung mag (für den Hersteller) billiger sein, aber das Produkt (für den Hersteller) dadurch noch lange nicht.


Du willst ja nicht nur die Maschine(einen Haufen zusammengesetzter Teile) sondern auch noch den ganzen Service drumherum der Heute zum Teil halt sogar Pflicht ist.
 

Sry, aber langsam wird mir das zuviel Bullshit.


Glaubst du, das ist bei anderen Waren anders?

Entweder hast du noch nie eine Betrieb von innen gesehen und hast nicht mal das rudimentärste wissen für Maschinen, oder du bist blind.

Bin raus, dass wird mir zu blöd:
Bald muss ich noch + und - erklären....

(Das war jetzt bewusst, keine Sorge)
 
Natürlich hat jedes Unternehmen seine eigene Preispolitik, aber daraus lässt sich dann eher ableiten das du keine Ahnung vom BWL dahinter hast.

Und was exakt war jetzt Bullshit an dem was ich gesagt habe? Glaubst du nicht an Pflichtzertifikate?:confused:
Zumal du jetzt Lifestlye Produkte mit Haushaltsmaschinen vergleichst und damit deine eigene Argumentationskette sabotierst. Natürlich hat ein iPhone eine höhere pro Stück Gewinnspanne als ein No-Name Gerät.
 

Sry, aber langsam wird mir das zuviel Bullshit.


Glaubst du, das ist bei anderen Waren anders?

Entweder hast du noch nie eine Betrieb von innen gesehen und hast nicht mal das rudimentärste wissen für Maschinen, oder du bist blind.

Bin raus, dass wird mir zu blöd:
Bald muss ich noch + und - erklären....

(Das war jetzt bewusst, keine Sorge)

dein Ernst?
Zur Untermauerung deines Standpunktes suchst du dir das Produkt raus von dem jeder weiß wie überteuert es ist?
Damit willst du dann zeigen, dass es auch bei Fernsehern und Waschmaschinen so ist?
 

Okay, ich entschuldige mich:
Magst du mir mal erklären worüber wir grade diskutieren, ich hab irgendwie den Faden verloren.

Es ist schwer irgendwas Sinnvolles zu finden nach:
Mehr Waschmaschinen gehen nach 5 Jahren kaputt als früher.
 
Geplante Obszoleszenz Illuminati Confirmed = Käse

Danach Unterabteil Preisentwicklung der letzten Jahre und danach Änderung von Produktionskosten. Der letzte Punkt an dem wir uns nach meinem Verständnis einig waren war: "Menschliche Arbeitskraft in der Produktion trägt nicht mehr so stark zum Konsumenten Endpreis bei."Klingt etwas gestelzt weil ich versuche den Verhalt möglichst spezifisch und exakt im BWL-technischen Sinne darzustellen, außerdem fehlen mir potentiell Fachwörter weil ich Entwickler und kein Bürokaufmann bin. Ich bekomme nur am Rande mit womit sich "die Verwaltung" rumschlägt. Wobei Verwaltung jetzt schon wieder fast für den gesamten Apparat neben der Entwicklung steht: Marketing, Geschäftsführung, Vertrieb...

Ich weiss nicht wie weit ich ins Detail gehen soll, wie gesagt Entwickler, ich steck an einer bestimmten Position kurz nach "Anfang"(sofern man eine Tätigkeit im Quartärsektor überhaupt dahin tun kann...) der Wertschöpfungskette und das ist für mich der Normalzustand. Zusätzlich bin ich dann wieder was näher am Handel(allerdings nur direkt am Kunden also Einzelhandelskaufleute und Führungspersonal) wegen dem Bekanntenkreis. Direkt danach kämen dann Produktionsangestellte, aber nie Buchhalter etc. Was ich halt selber konkret beachten muss sind Lizenzen und im weitesten Sinne Zertifikate, aber das ist weider mehr Ding der Geschäftsführung wenn man ganz leise ist hört kann man jederzeit die Flüche des Führungspersonals über Richtlinien und Zertifikate hören.

Und mit dauernd meine ich echt mindestens einmal im Monat, scheinbar denkt sich dauernd irgendeine Stelle was neues aus für das man irgendein Produkt zertifizieren muss damit man es an irgendeine Gruppe verkaufen darf. Endkundenprodukte insbesondere sind wohl das schlimmste weil die es immer schaffen sich mit einem Produkt "Ausversehen" selbst aus dem Genpool zu entfernen.

folgendes gillt übrigens auch für Armbänder!


Ab diesem Zeitpunkt hab ich was das anbelangt nur noch genickt und gelächelt...

Wie du siehst könnte ich damit Bücher füllen und genauso viel kotzen, musst also was spezifischer werden.

tl;dr:
Kosten sind heute sehr intransparent!
 
Was die Sache mit dem Staubsauger angeht:
Ich habe vor 15 Jahren einen gebrauchten Vorwerk-Tiger auf einem Flohmarkt gekauft. Das einzige was ich da später mal getauscht habe waren 2 Motor-Kohlen und 2 Bürsten der elektrisch angetriebenen Bürste aus der Saugdüse.
Die schubbeln halt mit hoher Geschwindigkeit über den Teppich und im Laufe der Jahre werden die Borsten kürzer.
Die Turbinenschaufeln sind komplett aus verzinktem Stahlblech. Ebenso das komplette Motorgehäuse.
Die Vorwerk-Sauger sind für die Ewigkeit gemacht. Für den Preis bekommt man halt auch 15 Stück von den Phillips-Saugern aus dem Video:D


Ein Beispiel für geplante Obsoleszenz sind auch elektrische Zahnbürsten.
Akkus sind Verschleißteile. Braucht nicht drüber diskutiert zu werden.
Aber anstatt einer schraubbaren Kappe mit O-Ring sind die Gehäuse verklebt so das man eben den Akku nicht tauschen kann.
 
Jein, kleben ist designtechnisch "eleganter" als schrauben, braucht weniger Platz.

Keine geplante Obsoleszenz, keine Schuld der Entwickler, steinigt die Maketingabteilung.:D(Oder überdenke deine mitschuld als Konsument... Denn wenn die nicht denken würden das verkauft sich besser, dann würden sie es nicht machen!)

Denn wenn ich sowas offiziell als Scheisse verteufle verteidigts immer irgendein Corporate-Slave-Peasant.:(
 

Die Zertifikate gelten doch aber für alle Hersteller:
Das hat doch gar keine Relevanz...

Es geht einfach um das dimensionieren und positionieren von Verschleißteilen:
Niemand baut einen "Kill-Switch" ein, das würde auffliegen.

(wie zuletzt bei Apple, die sowas ähnliches wirklich machen
Dadurch, dass Iphones automatisch zwangs geupdated werden, spielen sie auch die neusten IOS Versionen auf, die ressourcenfressend sind, damit alte IPhones mit weniger rechen power prozentual stärker belasten, was zu Verlangsamung und kürzen Akkulaufzeiten führt
Das lässt sich übrigens beweisen, ist also keine Alu-Hut Geschichte)


Genau das was, du als "Designentscheidung" abtust, ist das was zufällig den Neukauf der Geräte fördert.
Ganz zufällig...designe follows function, ein Schelm wer böses dabei denkt....
 
Aber die Hersteller haben dadurch Kosten die sie weitergeben müssen damit sie wirtschaftlich bleiben, was ist das für ein Argument?:confused:

Ja, Design entscheidung, eine die ich scheisse finde, PC Master Race!

Edit:
Zur Zahnbürste, mir fällt gerade ein das es bei Geräten für den Betrieb in feuchter Umgebung ziemlich gravierende Einschränkungen geben dürfte. Möglicherweise wäre ein leichter zugänglicher Akku ganz erheblich teurer als zunächst gedacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man hätte problemlos eine schraubbare Kappe anbringen können wie an jeder Taschenlampe.
Würde designentechnisch noch nicht mal auffallen. Ist auch ein Produkt wo die Zahnreinigung im Vordergrund steht.
 

Schuster bleib bei deinen Leisten:
Gibt da etwas, dass nennt sich Dichtung: Das macht Dinge dicht.
Damit kann man Uhren bis 200m Wasserdicht machen...
Die sind sogar Feuchtraum zugelassen...

Es gibt sogar einige (sehr wenige) Zahnbürsten bei denen das möglich ist.


Hör auf dich selbst zu trollen...
 
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