Geplante Obsoleszenz - eure Meinungen und Erfahrungen

Und wieso nicht?

Was soll es denn sonst sein, wenn Teile mit weniger Leistungsaufnahme verbaut werden, die dann an die meiste Zeit an der Obergrenze laufen und dadurch nicht so lange halten?
 
@nik: Weil es gerade dafür einen extra Thread gibt.

In mehreren Bereichen muss man das im Board nicht besprechen.
Was ist daran so schwer zu verstehen? :unknown:

Gruß Matte
 
Das was Matte sagt :T
und jetzt bitte wieder zurück zum Thema bevor ich meine Keule auspacke und damit nen Rundumschlag ausführ
achja174ZE8.gif
 
Das ist zumindest eine interessante Idee, da man die zu erwartende Lebensdauer von Hardware ja durchaus relativ genau abschätzen kann.

Das würde diesen Aluhutthread allerdings kaum beeinflussen selbst wenns überall draufstünde. Zumal es sich dabei immer um Durchschnittswerte handelt die keinerlei Einfluss auf Einzelerfahrungen wie den Scheiss der sich "Murks nein danke" nennt. Daher steht da auch "in der Regel".
 
Ist trotzdem nicht so als würde hier nur geflamed also einfach weiter die Mankos zeigen - gute Firmen beheben diese in Zukunft ...
 
Naja den Kram den beispielsweise Harley zuletzt verzapft hat war nur geflame. Und das mit der Lebensdauer wird nicht zwangsläufgig was an den Produkten ändern, manche Sachen benutzt einfach keiner über 2 Jahre, zum Beispiel diese ganzen Wegwerfrouter von Vodafone die sich Easybox nennen. Für die knapp 20€ die man die auf eBay nachgeworfen bekommt sind die definitiv gut.:unknown:

Die Zielgruppe ist halt einfach ne andere, genau wie das Apple Zeug.
 
Heute kam im ZDF eine Reportage zu dem Thema: "Planet e - Garantie vorbei - Gerät kaputt":

Ich finde sie etwas oberflächlich und man erfährt nichts wirklich neues aber könnte interessant für Neulinge auf dem Gebiet sein.

Grüße, psp

P.S. Ich war mittlerweile selbst 2x bei einem Repair Cafe und habe auch mitgeholfen - Repair Cafes sind auf jeden Fall eine super Sache und die Leute da bekommen vieles repariert!
 
Ich finde Repair-Cafes eine sehr gute Idee, sind aber auch ein Indiz für eine bedenkliche Entwicklung des Marktes. Finde den Ansatz vom Umweltamt sehr interessant: Angabe der Lebensdauer statt Gewährleistung. Müsste man nur noch die Gewährleistung an diese Angabe koppeln, die Beweislastumkehr streichen und die Welt hätte zufriedene Kunden und milliarden Tonnen weniger Elektroschrott.
 
Repaircafes sind allerdings auch keine Endgültige Lösung:
Man dimensioniert einfach Bauteile die man nicht austauschen kann (SMD z.B) oder wie bei meinem letzten Bildschirm:
Einfach das Gehäuse so bauen, dass man es beim Aufmachen garantiert kaputt macht.

Die Füchse finden immer eine Lösung.
 
Wenn es jetzt blos noch objektive Beweise für diese Unterstellungen gäbe. Ich sag nicht das es ausgeschlossen ist das manche Firmen so arbeiten, aber Beweise konnte mir noch keiner vorlegen.

Ich hab zum Beispiel zu Entwickklungs und Testzwecken 5 alte Androidhandys hier rumliegen, das älteste davon dürfte so um die 6 Jahre alt sein. Fast alle bereits gebraucht gekauft(eBay knapp 110€ insgesamt für die 4 billigeren, dann noch ein ausgemustertes altes von mir und ein Amazon Firephone aus dem Ausverkauf[100€ für die 64GB Variante]). Keines dieser Geräte zeigt irgendwelche Anzeichen von geplanter Obszoleszenz. Akkus sind halt Verschleißteile, aber selbst in dem Bereich ragt eigentlich nur eins heraus mit einer Laufzeit von 4-12 Stunden.

Daher sehe ich als einzige Endgültige Lösung die her muss:
Die selbstgemachten Konsumsklaven sollen sich endlich vorm Kauf über Produkte informieren.
Haltbarkeitsdaten für Elektrogeräte wären allerdings gerade dafür auch sinnvoll. Dann müssen sich nicht mehr so viele als "unfreiwillige" Tester "opfern". Wobei selbst das strenggenommen ein selbst erschaffenes Problem ist. Schließlich hängt dein Leben nicht davon ab das aktuellste Highend Smartphone zu besitzen.:unknown:

Bei Notebooks zum Beispiel macht hier die Kaufberatung das ganze schon recht vorbildlich. Energisch von geklebten Plastikbombern abraten.
 

Naja, es ist oft ein Grenzfall:
Knappe Dimensionierung von Verschleißteilen.
Stellen, die schlecht zu reparieren sind.
Bauteile die man schwer, bis gar nicht nachgekauft bekommt.
Bauteile die man nicht gefahrlos austauschen kann.
Schwer zugängliche Stellen und schwer zu öffnende Gehäuse.
Nicht besonders Ressourcen schonende Programmierung bei den OS und Update zwang (Apple).
Wechseln der Standards (wie z.B. bei Druckerpatronen)


Vielen davon kann man aus dem Weg gehen und mit ein wenig Aufwand trotzdem reparieren. (Bei Android auch einfach eine alte/custom version)
Dennoch bei vielen Geräten sieht es so aus:
Ist jetzt kein mystischer Killswitch, dennoch fördert es eben den Neukauf, was der Sinn ist und besonders kundenfreundlich ist es eben auch nicht.
 
Damit hast du nicht unrecht aber darauf bin ich eben auch schon in #287 eingegangen. Die meisten würden eben auch nicht mehr für länger haltbare Produkte ausgeben. Eben weil man sich meistens eh was neues kauft bevor das alte kaputt ist. Höherwertige Produkte sind also faktisch garnicht gefragt und die gesamte öffentliche Aufregung ist gehaltlose Polemik in der auf Einzelfälle eingegangen wird die zum größten Teil nicht mal annähernd die typische Lebensdauer des bemängelten Produkts repräsentieren.

Dazu wird dann noch schlampige Softwareentwicklung und Bedienfehler einfach mit in den Topf geworfen und wild mit Hardwareschäden vermischt. Ich meine wirklich nur die Hardware.

Gerade über Softwareentwicklung könnte ich eine ganzes Buch aus Hasstiraden schreiben warum das nicht kommerziell funktioniert im aktuellen System. Nur wenn ich dieses Buch schreiben würde bekäme ich auch eine Anklage wegen Volksverhetzung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dazu fällt mir immer das hier ein:
Frank Riger schrieb:
Drogendealer und Software Hersteller sind die einzigen, die komplett ohne Auflagen arbeiten können

Dennoch, hast du immer noch diesen kleinen Denkfehler:
Die meisten würden eben auch nicht mehr für länger haltbare Produkte ausgeben.

Das stimmt für Modeprodukte, Computer/Handy/Fernsehr, etc.
Jedoch nicht für Ofen, Waschmaschine, Kühlschrank.
Die kauft man in der Regel nämlich auf lange Sicht.
Die Frage ist jetzt, wieso hält die Miele aus den 70er Jahren noch, die von vor 5 Jahren ist aber schon irreparabel?

Generell hast du aber recht, man muss da strikter trennen zwischen wirklich Hersteller und eigenem Verhalten.

Ich unterstelle jetzt auch keine böse Illuminatenverschwörung:
Für mich ist das ganz normale Marktwirtschaft und eigentlich für jeden BWLer natürliches verhalten.
Ich würde sogar soweit gehen, dass de Firmen dumm wären, es nicht zu tun.

Das für mich übrigens auch der hinreichende Beweis, dass es stattfindet: Ich würde es auch tun.
Das Problem ist, es ist einerseits kein Verbrechen, nicht einmal ein Vergehen,
andererseits ist ein Exakt auf 2 Jahre ausgelegtes Verschleißteil kein Beweis, sondern eine logische Konstruktionsentscheidung.

Nachtrag:
Das wir in einer Wegwerfgesellschaft leben ist ja offensichtlich:
Die Firmen nutzen das eben aus und befeuern das Verhalten, da es ihnen ja zugute kommt.
 
Auch diese Aussagne kann ich hier echt nicht nachvollziehen, meine Waschmaschnine ist jetzt ungefähr 7 Jahre alt und sieht nicht aus als würde sie bald den Geist aufgeben. Ich kenne nichtmal einen einzigen solchen Fall in meinem Bekanntenkreis. Dabei kenne ich sogar einen Non-Food Leiter der Rewe, der wüsste es wohl wenn Waschmaschinen Regelmäßig nach knapp 2 Jahren kaputtgehen(oder zählen die als "Food" :D).

Selbes gilt für den Backofen den ich derzeit benutze(strengenommen Besitz meines Vermieters , daher hier kein "mein") der ist locker 10 Jahre alt. Ist eines der ersten billigen Modelle mit Ceranfeld. Also was jetzt? Wollen wir uns weiter Einzelfälle um die Ohren hauen oder hast du harte Fakten?
 

Ich kenn da einen, der eine kennt, der hat mit Iggy popp mal Hasch geraucht.




Der Artikel sagt genau das, was ich gesagt habe:
Das stimmt für Modeprodukte, Computer/Handy/Fernsehr, etc.
Jedoch nicht für Ofen, Waschmaschine, Kühlschrank.
Die kauft man in der Regel nämlich auf lange Sicht.
 
Die erste Zeile:
Studie des Umweltbundesamtes

Wie enden Studien für gewöhnlich?;)
Zudem zieht diese Studie Fernseher da mit rein die heute definitiv Modeartikel sind. Daher sehe ich da durchaus eine gewissen Bias.

Zwischenergebnissen zur Halbzeit der Studie zufolge tauschte 2012 ein Viertel der Verbraucher seinen Flachbildschirm wegen technischer Mängel aus, der Großteil – über 60 Prozent – ersetzte sein funktionierendes Gerät durch ein noch besseres.

Auszug aus deinem eigenen Artikel, nicht ganz gelesen?;)
 
Habe ich, das bedeutet ich verpasse entweder einen deiner Punkte oder du einen meiner.

Zumal 13 Jahre für mich durchaus dann doch wieder in die Kategorie fallen: die meisten würden nicht mehr für ein haltbareres Produkt ausgeben. War das dein Punkt?

Das Problem hat ein anderer User im Versicherungsthread anfesprochen, die Leute(mehrheit exklusiv auf die Schnittmenge durchschnittliche Deutsche Konsumenten bezogen) kaufen nachweislich lieber auf Pump als im voraus zu investieren. Siehe Handyverträge die mittlerweile aus finanzieller Sicht alle beschissen sind abgesehen von Nischentricksereien mit Barauszahlungen die aber auch mittlerweile schon fast nicht mehr existieren.

Ich bestreite nicht das Produkte im Schnitt kürzer Leben als "früher" aber die "geplante Obszoleszenz Bewegung" ist ein Esoteriker-Aluhut-Verein. In Einzelfällen liegt natürlich jede noch so wahnsinnige Behauptung mal richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Okay, machen wir mal ne Zwischenabrechnung:
Bringt ja nix, wenn wir aneinander vorbei reden:


Punkt 1:
Modeartikel werden in der Regel vor ihrem Ableben ausgetauscht:
Darunter fallen Handys, Fernsehr, etc.

Punkt 2:
Computerhardware wird häufig dem Bedarf nach erneuert:
Neue Spiele = Neue Grafikkarte.
Größere Dateien = Größere Festplatte


Punkt 3:
Nicht Mode und nicht Computerhardware
Ofen, Kühlschrank, Herd
Die gehen laut dem Artikel früher kaputt als früher
Wir können sagen, dass mehr Waschmaschinen, Kühlschränke und Wäschetrockner innerhalb von fünf Jahren defekt sind als noch vor zehn Jahren", teilte das Umweltbundesamt dazu mit.

An dem Punkt bist du der Meinung, dass die Leute eben keine Qualität mehr kaufen, sondern billig.
Ich bin der Meinung, dass die Geräte auch billig solange halten sollen, denn das haben sie früher auch, wir sind schließlich nicht schlechter geworden mit der Technik.
 
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