Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Es geht hier nicht um Emotionen, es wäre auch gut, wenn du deine etwas zurücknimmst.

Wie viele Millionen Einwanderer in kurzer Zeit findest du denn unproblematisch? 80 Millionen? 20 Millionen? 10 Millionen? 5 Millionen? Oder findest du generell, dass es egal ist?
Man kann nicht beliebig viele Menschen mit einer völlig anderen Kultur, die die Sprache nicht sprechen in sein Land holen, ohne das es Probleme gibt.
Die EU als ganzes müsste zusammen arbeiten, aber das kriegen sie ja immer noch nicht vernünftig hin.

Schweden hat dicht gemacht bei ca. 1,5% Zuwanderung (gemessen an der Bevölkerung). Bei der konservativen Schätzung von 1 Millionen weiter Flüchtlinge 2016 sind wir bei 2/80 = 2,5% Zuwanderung, bei 3 Millionen weiterer Flüchtlinge 4/80 = 5% Zuwanderung. Irgendwo zwischen 2,5% und 5% werden wir vermutlich landen, allein bis 2016 und dann hoffen, dass keiner mehr kommt, oder so.
 
Wie viele Millionen Einwanderer in kurzer Zeit findest du denn unproblematisch? 80 Millionen? 20 Millionen? 10 Millionen? 5 Millionen? Oder findest du generell, dass es egal ist?
Man kann nicht beliebig viele Menschen mit einer völlig anderen Kultur, die die Sprache nicht sprechen in sein Land holen, ohne das es Probleme gibt.
Die EU als ganzes müsste zusammen arbeiten, aber das kriegen sie ja immer noch nicht vernünftig hin.
Die Zahlen die du aufführst, haben doch keinen Realitätsbasis. So viele Menschen kommen schlicht nicht. Und noch weniger werden hierbleiben dürfen. Genau darum geht es mir gerade. Diese Angst vor den Millionenzahlen, die realistisch gesehen nicht eintreffen werden.

Bei den anderen Punkten Stimme ich dir zu. Es ist ein europäisches Problem, aber je mehr Rechtspopulismus in der Regierung, um so mehr Weigerung zu einer gemeinsamen Lösung. Integration wird schwierig, aber ich denke wir haben aus den Gastarbeitern gelernt. Und das beginnt damit, die Menschen nicht als Gäste zu betrachten.
 
5 Millionen scheinen im realistischen Rahmen zu sein, die Welt dreht sich ja nach 2016 auch noch weiter.
EU weit hätte das vor Jahren gelöst werden müssen, stattdessen hat man afair Ungarn Geld für Zäune und Grenzschutz gegeben u.ä., hat aber ja offensichtlich nicht geklappt.
Integration.. ich bin gespannt. Ich sehe einige Aspekte die mich positiv stimmen lassen. Es kommen nicht nur bestimmte Bevölkerungsgruppen, sondern ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung. Im gegensatz zu den von dir erwähnten Gastarbeitern gibt sich keiner der Illusion hin, dass sie in 20 Jahren wieder gehen. Dem gegenüber steht der hohe Männeranteil.

Als ein Problem sehe ich auch das fehlen einer gelebten deutschen Identität. In anderen Ländern müssen Einwanderer einen feierlichen Eid auf was Grundgesetzt / die Verfassung schwören, das sind so Dinge mit Signalwirkung in der Richtung "wir haben hier eine Idee von gemeinsamen zusammenleben in das du dich einfinden musst, wenn du hier bleiben willst", so etwas gibt es in Deutschland traditionell nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt. Wir sehen jetzt ja auch ganz konkret, dass das fehlen so einer Identität nicht zwangsläufig zu einer toleranten Gesellschaft beiträgt, die gegenüber neuen/neuem aufgeschlossen ist.
 
Als ein Problem sehe ich auch das fehlen einer gelebten deutschen Identität.

was soll denn das sein? geh mal in die fussgaengerzone und frage was das Grundgesetz ist. Noch besser, lass dir mal föderalismus erklären. da wirst du merken, dass es das nicht sein wird.
 
Verstehe die Aussage nicht. Hast du meinen Beitrag evtl falsch gelesen bzw. nur den ersten Satz aus dem Abschnitt und den dann falsch?
 
Kannst du das präzisieren? Wieso sollte ich etwas ausführen, das mMn nur schwach ausgeprägt ist? Auf Einzeiler werde ich btw. nicht mit vielmehr als Einzelern antworten. Du bist aber eingeladen selber substanziell an dem Dialog zu partizipieren.
 
geschenkt. du kannst es selber nicht definieren, was die deutschen angeblich haben, den ankömmlingen aber angeblich fehlt. :rolleyes:
 
Jaja, den Ankömmlingen fehlt das Fehlen einer deutschen Identität, schon klar. Ich glaube, du hast dir immer noch nicht die Mühe gemacht meinen noch recht kurzen Beitrag ordentlich zu lesen.
 
meinst du, es fehlt allgemein an gelebter deutscher identität? dann must du dennoch erstmal sagen, was das sein soll.
 
Wenn deutsche Identität ein Eid auf die deutsche Fahne ist, kann ich auch gleich in die USA auswandern... srsly C'mon
 
Ok, als Ausgleich ein Tipp von mir:
Erst was substanzielles zu sagen haben, dann posten.
 
Und? Sollen wir jetzt fein säuberlich jede Distanzierung einzelner Muslime aufführen, damit wir dann am Ende auszählen können, ob die Flüchtlinge böse sind oder nicht?
Du solltest nicht immer von einigen Idioten auf alle schließen.

was willst du mit irgendwelchen Distanzierungen? Es geht darum, dass hier im Land einige "Sympathisanten" gibt. Die trotz ihrer Anpassung sich anscheindend doch nicht angepasst haben. Wie viele sind es? Das Problem ist, dass besonders die Leute, die in zweiter, dritter, vierter und fünfter Generation zurückkehren zu den Werten, vor denen vielleicht ihre Vorfahren einst geflohen sind.
 
@BurnerR:
Bei der gelebten dt. Identität verstehe ich erhrlich gesagt auch nicht, was Du damit meinst.

In anderen Ländern müssen Einwanderer einen feierlichen Eid auf was Grundgesetzt / die Verfassung schwören, das sind so Dinge mit Signalwirkung in der Richtung "wir haben hier eine Idee von gemeinsamen zusammenleben in das du dich einfinden musst, wenn du hier bleiben willst", so etwas gibt es in Deutschland traditionell nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt.

Das dürfte sich nicht auf Einwanderer allgemein beziehen, sondern auf Einbürgerung.

Dazu gehört auch in Deutschland ein
"Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland" und
ein
"bestandener Einbürgerungstest (Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland)".
 
Das zielt auf die Frage ab, welche Dimensionen hat. Da kommen ganz viele Menschen mit einer gänzlich anderen kulturellen Identität her, die sie gerne beibehalten wollen und auch beibehalten sollten und dafür ist es wichtig, dass wir im Gegenzug auch darüber sprechen, was deutsche oder europäische kulturelle Identiät ausmacht, wo es also die dauerhaften Abgrenzungen gibt, die eben gewinnbringend für beide Seiten sind und was im Gegenzug deutsche / europäische / westliche Werte sind, die ein Mensch der hier lebt notwendigerweise im Rahmen eines Integrationsprozesses übernehmen muss.

Das ist aber kaum möglich in einer Gesellschaft wo die reine Erwáhnung von etwas "deutschem" direkt massiv Beißreflexe triggert oder wo in signifikanten Teilen der Bevölkerung man sich mehr oder minder verdächtig macht rechtsradikal zu sein, wenn man auch nur so etwas wie "deutsche Identität" bzw. "deutsche kulturelle Identität" in den Mund nimmt und auch so etwas wie "europäische Identität" in dem Kontext noch verdächtig ist imperialistisch oder Weltverschlossen zu sein.


Ich schließe mal mit dem eigentlichen Thema des Beitrages ab indem ich den relevanten Teil zitiere, vielleicht hat ja noch jemand Lust inhaltsstark ohne Beißreflexe über das eigentliche Thema des Beitrages zu sprechen, nämlich wie die Chancen stehen, dass die Integration 'gelingt' (in welchem Sinne auch immer) und welche (un-)vorteilhaftes Faktoren es gibt.
Integration.. ich bin gespannt. Ich sehe einige Aspekte die mich positiv stimmen lassen. Es kommen nicht nur bestimmte Bevölkerungsgruppen, sondern ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung. Im gegensatz zu den von dir erwähnten Gastarbeitern gibt sich keiner der Illusion hin, dass sie in 20 Jahren wieder gehen. Dem gegenüber steht der hohe Männeranteil.
Als ein Problem sehe ich auch das fehlen einer gelebten deutschen Identität. In anderen Ländern müssen Einwanderer einen feierlichen Eid auf was Grundgesetzt / die Verfassung schwören, das sind so Dinge mit Signalwirkung in der Richtung "wir haben hier eine Idee von gemeinsamen zusammenleben in das du dich einfinden musst, wenn du hier bleiben willst", so etwas gibt es in Deutschland traditionell nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt. Wir sehen jetzt ja auch ganz konkret, dass das fehlen so einer Identität nicht zwangsläufig zu einer toleranten Gesellschaft beiträgt, die gegenüber neuen/neuem aufgeschlossen ist.


PS.: Du hast aber vermutlich recht, dass das Beispiel nicht sehr treffend ist, aber immerhin sind die letzten 2 Seiten geeignet, den Punkt den ich hier ausgeführt habe zu untermauern.
 
Zuletzt bearbeitet:

"ich will meine Deutsche Fahne auch nach der WM *cry*"

Die Sache ist, dass du selber vermutlich gar nicht weißt, wie die deutsche Identität aussiehst.
Das ist das Problem, wenn man selber drin steckt; für einen selber ist das normal und nicht teil der Identität.

Solange du nicht sagst, was du unter Identität verstehst, ist das Gespräch eine Sackgasse.

Das Problem ist nicht nur, dass alles deutsche mit Nazis gleich gesetzt wird:
Es ist auch, dass kaum einer der diese Worte in den Mund nimmt, weiß was zur Identität gehört, dass nicht aus Hitlerfilmen stammt.

Außerdem verwechselst du konsequent den Migration und Asyl :rolleyes:
Selbst wenn die Asylanten zu Migranten werden, noch sind es Asylanten.

Im letzen schritt: Integration, was du anscheinend auch mit Assimilation verwechselst.
Kannst du dir einfach merken, Asseln sehen alle gleich aus...

Edit, Nachtrag:

Integrieren bedeutet auch ein Teil deren Werte und Ansichten zu übernehmen (oder eine Mischform zu finden).
Geht aber schlecht, wenn sich der Michel weigert Rind auf den Grill zu schmeißen, da es ein Angriff auf seine urdeutsche Seele ist.
 

...
Das Problem ist nicht nur, dass alles deutsche mit Nazis gleich gesetzt wird:
Es ist auch, dass kaum einer der diese Worte in den Mund nimmt, weiß was zur Identität gehört, dass nicht aus Hitlerfilmen stammt.
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nein, das Problem ist, dass das Leute wie du denken.
Die Großteil der Leute die sich als Deutscher mit deutscher Identität sehen hat mit Nazigut nichts am Hut.
 
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