[Politik und Gesellschaft] Fukushima: 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten

Aus einem neuen Leck in einem Kühlwassertank in der Atomruine Fukushima in Japan sind 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Das teilte die Betreibergesellschaft Tepco mit. Das Leck sei zudem noch nicht geschlossen worden.

Das Wasser sickerte allerdings nicht ins Meer, sondern wahrscheinlich ins Erdreich. Noch müsse untersucht werden, wo sich das Leck des Tanks, der ursprünglich etwa 1.000 Tonnen verseuchtes Wasser enthielt, befindet.


Quelle:
 
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Da haut doch irgendwas an der News nicht hin. Wenn ein Tank, der 1000 Liter Wasser fässt, 300.000 Liter Wasser verliert, muss das doch mal irgendwem auffallen. Bzw. muss es doch jemandem merkwürdig vorkommen, wenn riesige Mengen Kühlwasser weg sind. Und nicht erst wenn 300.000 Liter fehlen. :unknown:

Ich habe die Befürchtung, dass im Falle eines nuklearen GAUs in DE ähnliche Szenarien ablaufen würden.
 
Jetzt brauchts noch einen Mathematiker der erklärt, wenn man nun 299.000 Liter Wasser in den Tank füllt ist keines drin :D
 
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  • #4
Danke für den Hinweis. Es handelt sich natürlich um 1.000 Tonnen und nicht Liter. Habe es korrigiert :)
 
Die halten das Generell so lange Geheim wies geht ist doch Klar. Der Schaden ist eben endstanden und lässt sich nur über jahre bzw jahrzehnte hinweg beheben ( siehe Tshernobyl) Solche zwischenfälle wird es dort immer wieder geben das ist fakt immerhin wurde da alles behelfmäßig versiegelt und nicht für dauer
 
Ich versuche mir gerade vorszustellen, wie es möglich ist, dass ganz plötzlich ein Leck auftritt, durch das schlagartig 300.000 Liter Wasser entweichen können.
Um diese Größenordnung mal zu veranschaulichen:

Ein 2m tiefer Swimmingpool müsste, um diese Wassermenge aufnehmen zu können, eine Abmessung von 12m x 12,5m haben.
 
Ach, wenn es nicht ins Meer läuft, sondern nur ins Erdreich sickert - wo es ins GRUNDWASSER gelangt - ist das ja nicht weiter schlimm.

Einfach noch ein bisschen abwarten. 1000 Tonnen waren in dem Tank, 300 Tonnen sind jetzt aktuell versickert, eventuell ist vorher ja schon einiges ausgetreten..
Langsam müsste der Tank doch leer sein, oder? Alles halb so wild. Dauert ja nur ein paar mio. Jahre, bis das Wasser nicht mehr radioaktiv ist. -.-"
 
Müsste es eigentlich nicht heißen "Schon wieder 300 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten. Ich habe jetzt im Moment zu wenig Zeit zum googeln, meinte aber dass das nicht der erste Vorfall dieser Art in Fukushima war.


p n


PS: Soll keine Kritik am Newstitel sein, sondern darlegen, dass sie die Lage in Fukushima noch lange nicht im Griff haben.
 
Die Japaner können garkeine Probleme mit Radioaktivität haben. Die habe ja vor kurzem erst die Grenzwerte um das 20-Fache erhört.
 
Die Japaner können garkeine Probleme mit Radioaktivität haben. Die habe ja vor kurzem erst die Grenzwerte um das 20-Fache erhört.
Leider liegen die tatsächlichen Werte an manchen Stellen immer noch extrem darüber :buh:
Mit seinen ständigen erdbeben ist Japan eines der am schlechtesten für Atomkraft geeigneten Länder. Unverständlicherweise war/ist es trotzdem das Land mit der höchsten Reaktordichte. So eine Katastrophe war leider nur eine Frage der Zeit...
 
300 Tonnen Wasser ist irgendwie nichts. Ich kann mir schon vorstellen das die recht schnell unbemerkt verschwinden. Gut finde ich das nicht, denn das Grundwasser und Erdreich ist nun für die nächsten tausenden Jahre hinüber. Kleiner Trost - den Planeten stört es wahrscheinlich nicht - wenn wir weg sind, kehrt wieder Normalität ein.
 
Der erste politische Schritt der jetzt gemacht werden muss ist der, dass man die Grenzwerte drastisch nach oben setzt. Nur so ist eine Gesundheitsgefährdung der Lebewesen ausgeschlossen.
 
hat doch nur 2 Jahre gedauert, so übertrieben Stolz war damals nichtmals Russland beim Tschernobyl Gau :confused:
 
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Das Problem mit Atomkraft ist, dass ein Fehler oder generell ein Problem hier katastrophale Ausmaße hat, die der Mensch gar nicht einschätzen kann. Es gibt andere kritische Bereiche, in denen ein Fehler ebenfalls schlimme Folgen haben kann. Zum Beispiel wenn auf einer Startbahn ein Klotz liegen bleibt der das Fahrwerk verklemmt. Wenn da was schief läuft, ist im schlimmsten Fall das Flugzeug im Eimer und alle an Board sind tot. Nicht, dass ich das herunterspielen will. Aber hier ist der Schaden begrenzt: Das Flugzeug wird im schlimmsten Fall zerstört, brennt vielleicht aus weil es abgestürzt ist. Für die Umwelt hat das keine weitreichenderen Auswirkungen oder Schäden. Fliegt ein AKW in die Luft, ist erst mal ein recht großes Gebiet gefährlich verseucht - und zwar für hunderttausende von Jahre. Je nach Lage und wie die Evakuierung abläuft können problemlos ein paar Tausende bis Zehntausende direkt sterben und noch mal so viel wenn nicht noch mehr an Langzeitschäden in den nächsten Jahren.
Auch wenn AKWs verglichen mit anderen Methoden verführerisch erscheinen, ist das keine Lösung weil es zu gefährlich ist und nebenbei auch noch Atommüll entsteht. Dazu kommt dann noch, dass man wie in Fukushima sehr leichtsinnig damit umgeht. Wie baut man denn bitte ein AKW in eine stark frequentierte Erdbeebenregion? Ist doch klar, dass das eine tickende Zeitbombe ist. Wenn ich sehe wie hier in DE AKWs am Netz hängen die 30 Jahre und älter sind, stelle ich mir da aber auch die Frage ob wir damit viel klüger handeln.
Auf Dauer muss man auf jeden Fall davon wegkommen.
 
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Ich bin mir relativ sicher dass deutsche AKWs nach 30 Jahren sicherer sind als sowjetische bei der Inbetriebnahme - und die laufen teilweise heute noch...
Und wenn wir unsere herunterfahren, baut Osteuropa die dortigen aus und verkauft uns den Strom...
 
Ja, momentan - fahre doch einfach mal alle deutschen AKWs herunter, dann sieht es sicher anders aus...
genau davon habe ich nämlich gesprochen.
 
@Pleitgengeier:

Bitte lies doch mal den Link. Mittlerweile denken die AKW-Betreiber von selbst schon nach, ihre AKWs vor Laufzeitende abzuschalten, weil zu viel Energie produziert wird und der Strompreis auf den Strombörsen immer weiter verfällt.

Dazu kommen neue Technologien, die es jetzt einfacher erlauben, den mit Wind und Solarkraft erzeugten Strom zu speichern, mittels Wasserstoff. Auf Dauer wird sich dieser Weg durchsetzten, weil er einfacher, sicher und billiger als Atomstrom ist. Das werden auch noch andere Nationen so sehen, spätestens wenn die Atomlobby weniger Fürsprecher hat, als die alternativen Energien.

Leider wird uns das Thema Atom aber noch über Generationen verfolgen, den nach wie vor gibt es auf der ganzen Welt kein sicheres Endlager.

In Fukushima haben sie keine Ahnung wohin mit dem kontaminiertem Wasser, von dem jeden Tag zig Tonnen anfallen.

p n
 
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