GDL Streik die 9.

Rechne mal die 4,9 über 29 Monate...... dann weißt du es..
 
Viele meiner Bekannten kotzen schon richtig ab.
Die fahren teilweise 70km mit der Bahn und sind dank der Streiks dann mal eben 5h länger unterwegs.
Gerade zum Feierabend ist es richtig schön, wenn man erstmal 2-3h auf hoffnungslos überfüllte Züge warten darf und sich dann erstmal hinten anstellen muss, weil noch 5000 andere Fahrgäste am Bahnsteig stehn. Da kommt bei den momentanen Temperaturen um die 4°C richtig Freude auf :mad:

Wenn das jetzt über Pfingsten so weiter geht ist Polen offen.
 
Es ist Arbeitskampf, nicht Weltuntergang. Nichts wirklich wichtiges. Ausser für die Bahner, natürlich.
 
Und die Wirtschaft. Aber wen interessiert die schon sind ja eh nur die Firmen, irgendwas abstraktes woher jeden Monat der Gehaltscheck kommt.
 
Manchmal muss es leider erst richtig schlecht werden, bevor es gut werden kann und die Kollegen bei der Bahn endlich ordentlich bezahlt werden. Aber laufen und radfahren ist auch gesund.
 
Laufen und Radfahren ist aber schwer für Zulieferer von großen Automobilkonzernen. So ne 30t Rolle Stahl... da brauchts ne Menge gut trainierte Radfahrer.
 
In Frankreich wird ab und zu richtig gestreikt das was die GDL bei uns machte ist dagegen doch ein kleiner Witz...

Nochmal heute um 19:00 ist Streikende mit 3 Wochen Friedenspflicht!
 
Bis jetzt hatte Weselsky eine Schlichtung stets kategorisch ausgeschlossen und nun lässt er sich dafür feiern.
Mir wird übel.
 
Das Streikende wurde auch nicht 48h vorher bekanntgegeben
 
Es wird zwei Tage dauern, bis der Streik sich nicht mehr auswirkt und die Züge wieder nach Fahrplan rollen. Das mit den 48 Stunden kommt also ziemlich genau hin. ;)
 
Laufen und Radfahren ist aber schwer für Zulieferer von großen Automobilkonzernen. So ne 30t Rolle Stahl... da brauchts ne Menge gut trainierte Radfahrer.

sollte es gerade dann nicht im interesse der dicken wirtschaftsbosse sein, den bahn-vorstand unter druck zu setzen und den streik zu beenden? ich meine, PR-technisch haben die lokführer überhaupt nichts mehr zu verlieren, das könnten die (zu recht) noch bis zum sankt nimmerleinstag durchziehen - der wirtschaftliche schaden dürfte aber enorm sein, und zwar nicht bloß für die bahn.. die medienschlacht ist doch nun auch schon längst ausgereizt, davon lässt sich die GDL offenbar genausowenig beeindrucken wie putin ;) - also was dann? wenn die wollen, dass ihre kohle wieder rollt, müssen die eben ein paar zugeständnisse machen, denn am ende geht denen viel mehr kohle flöten als irgendwelchen lokführern und reisenden..
 
Viel Güterverkehr kann auf die Straße verlagert werden. Wenn die Bahn bestreikt wird muss sich der Zuständige in der Logitik um eine andere Beförderungsfrom kümmern. Dank EU-Binnenmarkt stehen dafür meist ausreichend Kapazitäten bereit. Auf der Straße funktioniert der Ersatz durch zusätzliche Fahrzeuge und Fahrer weit besser als auf der Schiene.
 
mal sehen ob die politik beim 10. streik einschreitet.
Das hat sie bereits. Stand heute dick und fett auf der Titelseite der Tageszeitung. Das Tarifeinheitsgesetz ist beschlossene Sache.
Ist doch merkwürdig, dass sich unsere Politik sonst immer fein heraus hält (obwohl sie mit Hartz-IV ja für Arbeitnehmer schon schlechtere Bedingungen beschlossen hat), wenn es um die Auseinandersetzung in Tarifstreitigkeiten geht. Ist sie selbst Arbeitgeber (DBAG in Bundesbesitz), nimmt sie es mit der Tarifautonomie nicht mehr ganz so genau.

Das Streikende wurde auch nicht 48h vorher bekanntgegeben
Muss denn? Für mich ist nachvollziehbar, dass eine solche Regelung für einen Streikbeginn zählt. Bei einem Streikende bin ich mir da gar nicht so sicher. :rolleyes:

sollte es gerade dann nicht im interesse der dicken wirtschaftsbosse sein, den bahn-vorstand unter druck zu setzen und den streik zu beenden?
Würde ich wohl meinen...
Ich kann das ganze Geheule um die Bahnstreiks nicht nachvollziehen. Der Streik ist (bisher noch) ein grundgesetzlich geschütztes Recht der Arbeitnehmer, um ihre Ansprüche bei Verhandlungen gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen. Dass irgend jemand darunter zu leiden hat, ist prinzipbedingt und auch so gewollt.
Merkwürdigerweise gibt es bei anderen Berufsgruppen in den Medien und demzufolge in der Öffentlichkeit eine breite Unterstützung, auch wenn Eltern ihre lieben Kleinen nicht mehr in der Kita parken können. (Was wäre wohl, wenn wirklich mal alle Pflegemitarbeiter im Krankenhaus streiken würden? Also auch alle von der Intensivstation - und zwar gleichzeitig!)

Interessanterweise sind unsere Erzieherinnen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen nämlich gar nicht so schlecht bezahlt, sondern bewegen sich auf der Gehaltsrangliste (laut stern tv) auf Platz 2.
Der 42-Jährige ist Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie und hat mit seiner Dreiviertelstelle je nach Schichtzulage ein Bruttogehalt von rund 2.700 Euro. Nach allen Abzügen bleiben dem Familienvater durchschnittlich 1.800 Euro. Auch Julia Siebigteroth hat sich für einen sozialen Beruf entschieden. Die 25-Jährige ist gelernte Erzieherin und verdient monatlich rund 2.600 Euro brutto, netto bekommt sie nur knapp 1.600 Euro raus.
Zu beachten ist, dass der Krankenpfleger nur eine ¾-Stelle hat. Allerdings dürfte sein Gehalt altersbedingt und auf Grund der längeren Berufserfahrung ohnehin höher liegen, als bei bspw. einem 25-Jährigen.

In der Sendung selbst bestand die Rangliste (Irrtum vorbehalten) aus 1. Krankenpfleger, 2. Erzieherin, 3. Bänker, 4. Dachdecker - in Reihenfolge der Einkommen aufgelistet, wobei beim Bänker ein Gehaltsplus durch Provisionen möglich ist.

Selbstverständlich haben alle diese Berufsgruppen ein Streikrecht und ein Recht auf gute und angemessene Bezahlung. Die ungerechte Verteilung von Einkünften und Vermögen erreicht man aber nicht, indem man sich eine Berufsgruppe herauspickt, die einem gerade auf den Sack geht, um diese dann runter zu machen.
Ungerecht an der Bezahlung ist, dass Arbeitnehmer mit einem Hungerlohn abgespeist werden, während Vorstände, Manager und natürlich auch die Eigentümer des Kapitals (Manager sind im Grunde ja auch nur Arbeitnehmer) Hunderttausende bis Millionen im Jahr verdienen.
 
Hätte mich auch gewundert. Ausschlaggebend ist ja, dass die Betroffenen sich rechtzeitig alternative Transportmöglichkeiten suchen, bevor es zum Streik kommt.
So ist der pöööhse Weselskai jetzt nicht nur einer, der sein Recht auf Streik (bzw. für seine Gewerkschaftsmitglieder) in Anspruch nimmt, jetzt ist er auch noch wortbrüchig. Pfui aber auch. ;)

Wie gesagt, vorwerfen lassen muss er sich nicht gar nichts aber zumindest wenig. Zum Streikten gehören immer noch zwei.
Und wenn früher die Kumpel ganz Innenstädte verstopft haben, weil sie streikend auf die Straße gingen, hat auch keiner rumgeheult.
 
Da haben ja nicht wenige Tausend die Republik ausgebremst. Da war ja so ziemlich jeder betroffen, weil Kohle das war, was Geld in die Region gebracht hat.

Die Lokführer bedürfen einer starken Gewerkschaft, wenn man sich an die Geschichte mit der Transnet 2008 erinnert, wo da Verträge für Lokführer im Rahmen von Zeitarbeit gemacht wurden. Waren das um die 8€ ? Ich schreibe das nur aus der Erinnerung. Ich habe da jetzt keine Quellen, ich bin mir aber sicher, daß einer aus der Gewerkschaft kurz darauf einen hohen Posten bei der Bahn bekommen hat.

Wieweit die Interessen von Gewerkschaftsfunktionären immer denen der Arbeitnehmern entsprechen, kann ich nicht sagen. Persönlich fand ich es schon immer suspekt, wenn jemand gesellschaftlich mit den "Gegnern" verkehrt, während er beruflich die Basis vertritt, aus der er kommt, oder es zumindest den Anschein hat.
Ob die Lokführer etwas davon haben, wenn auch das Küchenpersonal mitvertreten wird, kann ich nicht sagen.

Vielleicht ergibt es sogar einen Sinn, daß Gewerkschaften an Leiharbeitsfirmen beteiligt sind, oder gar eigene haben.
 
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