EVG droht mit neuen Warnstreiks
Der Druck für beide Seiten war gestiegen, da auch die EVG heute auf einen Tarifabschluss dringt. Dies hätte aber den Spielraum für den Staatskonzern mit der GDL stark eingeengt, da die Bahn bisher unterschiedliche Verträge für gleiche Berufsgruppen ablehnte. Die EVG hat bislang nicht gestreikt, droht aber damit, falls es heute keine Einigung gebe. "Wir werden heute entweder den Sack zumachen oder die nötigen Konsequenzen ziehen", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz.
An der Haltung der EVG, die für alle ihre Mitglieder und damit auch für die Lokführer einen Vertrag schließen will, habe sich nichts geändert. Möglich sei aber, dass eine Klausel eingearbeitet wird, in der auf gleiche Konditionen innerhalb der Berufsgruppen bestanden wird. Sollte also in der Schlichtung ein höherer Abschluss als mit der EVG vereinbart zustande kommen, müsste dieser auf alle Beschäftigten übertragen werden. Die Bahn hat 4,7 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 75 Euro, bei einer Laufzeit von 29 Monaten angeboten. Die EVG lehnt das ab.