Nein. Auch eine primitive Gesteinsformation kann Informationen speichern, nämlich durch ihre Struktur und auch etwa durch Interkalation oder Dotierung.
Ich habe mich aber hauptsächlich auf die DNA bezogen - organisches Material zum speichern von Informationen. Das passiert auch ohne Umwelteinflüsse.
Natürlich verändert sich Gestein auch - beispielsweise an Gewässern - es verformt und verfärbt sich.
Das hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Hat es auch nicht direkt, deshalb auch "Hauch von Intelligenz".
Die Fähigkeit, fressen zu können - und nur das - ist trotzdem eine "hoch entwickelte Eigenschaft". Bei Gestein oder ähnlichen Materialien kann man ja nicht mal von "Fähigkeit" sprechen. Dort gibt es ausschließlich "Eigenschaften".
Durch Fortpflanzung geben diese Lebewesen auch ihre gesammelten Informationen weiter - ebenfalls ein komplexerer Vorgang.
Und Unabhängigkeit gibt es nicht - alles ist von irgendwas anderem abhängig. Im Falle von Yersinia Pestis ist es die Abhängigkeit von einem Wirt. .
Wie ich schon sagte, das sind "neue Faktoren"
Lebewesen können von anderen Lebewesen abhängig sein, aber kein "Stoff" ist von Lebewesen abhängig.
Der einzige Unterschied ist, dass sich Lebewesen (zumindest Mehrzeller) erst mit der nächsten Generation weiter an die Umgebung anpassen, Steine tun das sofort (verzögert natürlich), ohne Nachkommen produzieren zu müssen. Genauso wie es auch Einzeller können.
Aber dennoch sind Einzeller auch in der Lage, sich durch Teilung fortzupflanzen.
Durch ihr Wachstum erreichen sie irgendwann eine Stufe, in der es möglich ist, ein neues Lebewesen zu entwickeln - Steine wachsen nicht und produzieren - wie du schon sagtest - keine Nachkommen.
Ihr Leben und ihr Verhalten mag sich nicht "fantastisch" anhören und ihre Existenz ist auch wirklich sehr primitiv - trotzdem ist das Leben meiner Meinung nach etwas "Besonderes", auch bei Einzellern.
Sieht man sich Viren zum Beispiel an, oder virulente Plasmide, dann wissen wir schon nicht mehr, wo Leben aufhört und wo es anfängt.
Das ist auch ein interessanter Punkt.
Womöglich ist das Leben sogar durch die "Evolution von Teilchen" entstanden, wer weiß.
Das gesamte Potential und sämtliche Eigenschaften sind bei einzelnen Stoffen und Teilchen sofort vorhanden - sie verändern sich nicht im Laufe "ihrer Zeit" - demnach finde ich es schon etwas fragwürdig, wie sich trotz der Tatsache, dass sich "nichts mehr anpassen kann", trotzdem Leben entwickelt hat.
Dass wir das als Menschen für unmoralisch halten, hat deshalb noch lange nichts mit Gott zu tun, sondern erstmal nur was mit Moral. Worauf sich die stützt, ist eine komplett andere Geschichte.
Die Intelligenz, zu registrieren, wie "besonders" Leben ist - es zu wahren "gut" ist (warum auch immer)?
Das sind aber alles hochentwickelte Menschliche Eindrücke. Du hast natürlich Recht; Physikalisch oder Chemisch gesehen wäre das Auslöschen des gesamten Lebens keine Erwähnung wert - jedenfalls wäre das auf unserem aktuellen Wissenstand die Annahme mit der meisten Logik.