[Politik und Gesellschaft] Nach Morddrohungen von IS: Pegida-Demo abgesagt

Gegen Pegida-Mitorganisator Lutz Bachmann soll es konkrete Morddrohungen von IS-Terroristen gegeben haben. Die für Montag geplante Veranstaltung in Dresden wurde daher nun abgesagt.
"Die im Polizei-Fachjargon 'Abstrakte Bedrohung' hat sich für ein Mitglied des Orga-Teams zu einer 'Konkreten Morddrohung' geändert", teilten die Pegida-Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite mit.
Die Hinrichtung von Lutz Bachmann wurde offenbar von IS-Terroristen direkt befohlen. Die Bedrohung wurde durch Sicherheitskreise als sehr konkret eingestuft und man habe sich daher nach Absprache mit Staatsschutz und Landespolizeidirektion zu dem Schritt gezwungen gesehen die Verabstaltung abzusagen, hieß es weiter von Pegida.
Bereits am Freitag soll es entsprechende Hinweise ausländischer Geheimdienste an die deutschen Behörden gegeben haben. Auch der Spiegel hatte zuvor bereits berichtet, dass "Kommunikationsinhalte namentlich bekannter Dschihadisten abgefangen" worden seien, die mögliche Anschläge auf Pegida-Demonstrationen diskutiert hätten.

Quellen:

 
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Schön wäre es, ja. Da stimme ich absolut zu. Nur halt verlangen kann man es glaub nicht wirklich. Manche haben sicher Angst, manche haben schlicht keine Zeit und Möglichkeit, oder sie fühlen sich halt dafür nicht verantwortlich, weil sie das alles nicht so streng sehen.
Es ist sicherlich auch was anderes, ob man auch noch als Muslim gegen so etwas auf die Straße geht, weil man sich dann zur Zielscheibe macht. So wie Rechte auch schon Aufnahmen von Menschen auf "linken Demos" machten und irgendwelche Listen rumgehen. Da dann in so einer aufgeheizten Stimmung noch das eigene Leben riskieren für eine Sache, mit der man nicht unbedingt wirklich viel zu tun hat, das kann man nicht verlangen.

Sollte die Drohung echt sein, so ist sie natürlich absolut zu verurteilen. So etwas kann noch immens lange nicht das letzte Mittel sein, um seine Ansichten durchzudrücken.
 
Danke für die Links. Aber eigentlich bestätigt dies meinen Beitrag. Wenn sich ein paar Regierungsvertreter erschüttert zeigen oder Anschläge verurteilen, ist das in meinen Augen kein sichtbarer Widerstand der Muslime.
Bitte... gern geschehen.
Du bestätigst meinen Beitrag übrigens auch.
Natürlich äußern sich auch Regierungsvertreter zu den Anschlägen und selbstverständlich wird das besonders beachtet. Es sind aber eben nicht nur Regierungsvertreter bzw. Politiker, sondern z.B. auch Präsidenten von Dachverbänden oder Gelehrte einer Universität (1. Link) und insbesondere der vierte Link zum WDR zeigt einfache muslimische Menschen, die eine Aktion in Essen gestartet haben.

Neben dem Zweifel, was du sehen willst oder auch nicht sehen willst, ist durchaus hier die Frage zu stellen, was du erwartest. Und natürlich auch, was du selber im umgekehrten Fall leisten würdest. Fordern ist ja immer so schön einfach. ;)
Insofern halte ich es mit meinen Vorpostern. Wenn ich wegen jedem Scheiß hätte auf die Straße gehen müssen, hätte ich hoffentlich Kilometergeld bekommen und wäre jetzt deshalb stinkreich.
Zumindest in meinem direkten Umfeld kann ich mich allerdings nicht darüber beschweren, dass sich Muslime nicht ausreichend gegenüber Terror und Gewalt distanzieren.
 
Ich habe, denke ich, klar gemacht warum ich den Eindruck habe, dass die Anteilnahme unter Muslimen eher gering ist. Ich habe eine Muslimin im Radiointerview gehört, die sagte, dass Charlie Hebdo ""es"" selbst proviziert habe. Und sie sagte, dass es ein Fehler sei, wieder den Propheten Mohammed aufs Cover zu drucken. Ich höre solche und ähnliche Aussagen und ich höre gleichzeitig das ohrenbetäubende Schweigen der muslimischen Bürger. Ich höre die Aussagen von muslimischen Führern und ich sehe Ausschreitungen wegen eines gezeichneten Propheten. Ein Prophet der Mitgefühl zeigt.

Ich kann mich an die vielen Tausend türkisch-deutschen Menschen erinnern, die nach Köln fuhren um dort den türkischen Premier Erdogan sprechen zu hören. Wo sind diese tausenden, vermutlich muslimischen, Menschen wenn Erdogan in der Türkei Internetseiten blockieren lässt auf denen das neueste Cover von Charlie Hebdo zu sehen ist? Treten sie für Meinungsfreiheit ein oder tun sie das nicht?

Ich muss mich sicherlich nicht von jedem Scheiß distanzieren. Angesichts der offenkundlichen Häufungen von islamischem Terror bin ich allerdings überrascht, dass ich so wenig von unseren muslimischen Mitbürgern höre.

Zum Thema ""fordern"" noch ein Gedanke: Die Kanzlerin ruft alle Nichtmuslime dazu auf die Muslime nicht über einen Kamm zu scheren. Sie ruft die muslimischen Geistlichen dazu auf zu klären weshalb sich der Terror immer wieder auf den Islam und den Koran berufen kann. Aber was ist mit den muslimischen Bürgern? Was ist mit Zivilcourage? Es ist doch keine Aufgabe von Nichtmuslimen und muslimischen Geistlichen offensichtliche Fehlentwicklungen im Islam zu begradigen. Das kann doch nur aus der muslimischen Gemeinde heraus geschehen. Und nach meinem Dafürhalten wäre es ein Zeichen der Einigkeit und für gleiche Werte, wenn die muslimische Gemeinde sichtbar in Erscheinung tritt und von mir aus auch regelmäßig dafür auf die Straße geht.

Tur mir leid, aber ich sehe diesen Widerstand in der breiten Masse einfach nicht.
 
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Tur mir leid, aber ich sehe diesen Widerstand in der breiten Masse einfach nicht.

Zum Glück gibt es die Lügenpresse.
Die SZ hat gezählt, wie oft sich Muslime in Deutschland von den Taten distanziert haben: . Der Verein Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Dtib) hat zur Mahnwache vor Zeitungen und Medien aufgerufen. Eine Google-News-Suche . Natürlich haben auch die islamischen Länder und die arabische Liga das Attentat verurteilt, wie die .

Und natürlich gab es noch die normalen Trauerveranstaltungen, zu denen Alle gemeinsam hingegangen sind. Blöd: Die Muslime haben kein Erkennungszeichen getragen, daher werden sie einfach nur als Menschen gewertet und nicht als Muslime.
Erkennungszeichen für Religionsgruppen haben sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund noch nicht durchgesetzt.

Und nach meinem Dafürhalten wäre es ein Zeichen der Einigkeit und für gleiche Werte, wenn die muslimische Gemeinde sichtbar in Erscheinung tritt und von mir aus auch regelmäßig dafür auf die Straße geht.
"Die" muslimische Gemeinde? Welche der 835 islamischen Gemeinden in Deutschland meinst du? Und denk dran, Deutschland hat nur 4 Millionen Muslime. Jede islamische Gemeinde kommt da nur auf ein paar Hansel bis zu ein paar Tausend. Die größte muslimische Gemeinde wird wahrscheinlich noch von Pegida übertrumpft. Und schöne Märsche bei Kerzenschein in Nürnberg wirken nur mit der Masse richtig gut.

Und noch was, Moscheen sind keine Kirchen und Imame keine Priester:
Den islamischen Organisationen kommt eine Schlüsselrolle als Akteure der gesellschaftlichen Integration der Muslime und des Islams in Deutschland zu, wobei zu beachten ist, dass die Organisation der Muslime grundsätzlich nicht denjenigen kirchlichen oder kirchenähnlichen Strukturen entspricht, die die deutsche Gesellschaft bis heute für eine geregelte Einbindung von Religionsgemeinschaften voraussetzt.


Angesichts der offenkundlichen Häufungen von islamischem Terror bin ich allerdings überrascht, dass ich so wenig von unseren muslimischen Mitbürgern höre.
"Wer Ohren hat, zu hören, der höre!" (Matthaeus 11:15)

Und noch ein Nachtrag: Haben sich die Kirchen distanziert, als Breivik die Tempelritter und damit das Christentum ("hundertprozentiger Christ", "Vorwärts, christliche Kämpfer!") für sich eingenommen hat? Wo waren da Empörung und Forderungen angesichts des "christlichen" Terrors?
 
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Im Endeffekt bestätigst du mit deinem Beitrag einfach, was loopzone gesagt hat: Es gibt kein breites Auftreten der Muslime gegen Terrorismus. Diese Aussage ist unabhängig davon, ob ein solcher nun zu erwarten oder wünschenswert wäre und auch davon, dass es auch religiös motivierte Anschläge gibt, die nicht islamischen Hintergrunds sind (was heutzutage unbestritten eine Rarität darstellen dürfte).
Auch die Tatsache, dass Verbände ihre obligatorischen Beileids- und Distanzierungserklärungen abgegeben haben und dass sich vor einigen Redaktionshäusern vereinzelt eine handvoll Muslime eingefunden haben widerspricht dieser Aussage nicht.
 
Bereits am Freitag soll es entsprechende Hinweise ausländischer Geheimdienste an die deutschen Behörden gegeben haben. Auch der Spiegel hatte zuvor bereits berichtet, dass "Kommunikationsinhalte namentlich bekannter Dschihadisten abgefangen" worden seien, die mögliche Anschläge auf Pegida-Demonstrationen diskutiert hätten.
Na, da diskutier ich doch gleich mit ein paar pöhsen Purchen, der Angie die nicht vorhanden Klöten mit einem Schraubstock zu massieren und schon sind wir vor öffentlichen Auftritten ihrerseits sicher. :D
 
Was die Mutti dem IS gegeben haben mag? Ein paar russische Panzer aus NVA-Beständen vielleicht?
 
Im Endeffekt bestätigst du mit deinem Beitrag einfach, was loopzone gesagt hat
Das sehe ich anders.

Nochmal: Muslime waren auf bundesweit Mahnwachen und Demos, Verbände haben sich distanziert, Staaten haben sich distanziert. Für einen Massenhaften Auflauf gibt es weder eine Masse oder einen vernünftigen Grund, noch die Strukturen in den muslimischen Gemeinden.

Hier geht es doch einfach nur darum, sich über Muslime aufzuregen, um sich über Muslime aufzuregen.
 
Es gibt kein breites Auftreten der Muslime gegen Terrorismus.

warum auch, die meisten fühlen sich ja überhaupt nicht angesprochen und sollen dennoch in die verteidigungshaltung gehen? wo kommt denn diese erwartung her?
 
Weil der Grundsatz des "Die sind nicht für mich, deshalb sind sie automatisch gegen mich!" angewandt wird. Sprich jeder Muslime, der sich nicht dagegen distanziert, ist automatisch Terrorverdächtig.
 


Wenn andere so denken haben Muslime denen vllt sogar was voraus weil sie ihre eigene Zufriedenheit nicht dafür opfern sich von solchen Menschen als Feindbild instrumentalisiern zu lassen.

Und das könnte man jetzt ja weiter spinnen. Ich bin Deutscher. Muss ich mich deswegen gezwungen sehen auf jede Anti-Rechts Demo zu laufen weil Andere mich sonst gern als Nazi sehen? Ich habe andere Interessen und Probleme um die ich mich kümmern muss. :unknown:
 
Das ist ungefähr so, wie jeder Deutsche sich aktiv gegen Nazis positionieren muss, um nicht selbst einer zu sein.
 


Also müssen die Mohammedaner immer dazu schreiben, "Ich bin zwar kein Islamist, aber...." ? ;)
 
"Ich bin zwar kein *...*, man muss doch aber noch sagen dürfen, dass ... "

*...*
Nazi
Antisemit
Moslem
Rassist
Vegetarier
Linkshänder
....
 
[post=""436068""]@Dieter85:[/post]

Liest du dir die Sachen eigentlich durch, die ich schreibe? Ich schreibe, dass ich keinen breiten Widerstand in der muslimischen Bevölkerung erkennen kann und du kommst mit Artikeln daher, in denen in Hamburg oder Berlin jeweils 50 Menschen an einer Mahnwache teilnehmen. In beiden Städten gibt es hundertausende Muslime und du feierst 100 Menschen. Das ist doch wohl nicht dein Ernst.

Zu meinem Einwand, dass es die Aufgabe der muslimischen Gemeinde sein muss (nenne es von mir aus Gemeinschaft - du weißt wie es gemeint war) gegen Fanatiker vorzugehen, schreibst du überhaupt nichts. Stattdessen unterstellst du mir pro Pegida zu sein. Ich hätte gerade von dir etwas mehr Niveau erwartet.

In diesem Sinne und in der Hoffnung, dass dein nächster Beitrag etwas mehr Inhalt bietet und auf das eingeht was ich schreibe.

Hier ein Vergleich von einer Demo zum Gedenken der NSU-Opfer in München und einer Mahnwache von Muslimen in Hamburg... Vielleicht wird es so deutlicher
Anhang anzeigen 29818

Anhang anzeigen 29817
 
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Ich habe, denke ich, klar gemacht warum ich den Eindruck habe, dass die Anteilnahme unter Muslimen eher gering ist. Ich habe eine Muslimin im Radiointerview gehört, die sagte, dass Charlie Hebdo "es" selbst proviziert habe.
Und damit hat er nicht ganz unrecht. Wer große Klappe hat, muss damit rechnen, auch mal eine aufs Maul zu bekommen. Kennt man sogar in der deutschen Rechtsprechung und läuft unter dem Begriff der Absichts- bzw. Notwehrprovokation.

Selbstverständlich ist durch einen Gewaltakt jegliche Verhältnismäßigkeit und jedes Recht zur Gegenwehr maßlos überzogen. Sollte ich vermutlich dick und fett formatieren, damit es niemand überliest. ;)

Ich kann mich an die vielen Tausend türkisch-deutschen Menschen erinnern, die nach Köln fuhren um dort den türkischen Premier Erdogan sprechen zu hören. Wo sind diese tausenden, vermutlich muslimischen, Menschen wenn Erdogan in der Türkei Internetseiten blockieren lässt auf denen das neueste Cover von Charlie Hebdo zu sehen ist? Treten sie für Meinungsfreiheit ein oder tun sie das nicht?

Ich muss mich sicherlich nicht von jedem Scheiß distanzieren. Angesichts der offenkundlichen Häufungen von islamischem Terror bin ich allerdings überrascht, dass ich so wenig von unseren muslimischen Mitbürgern höre.
Natürlich könnten mehr Menschen sich öffentlich äußern, auf die Straßen gehen usw. Aber steht dir oder irgend jemandem wirklich Kritik zu?
sind denn die rund 400000 Menschen, wenn es z.B. um Menschenrechte und Meinungsfreiheit im eigenen Land geht? Demos gegen Hartz-IV (auch als noch nicht Betroffener), VDS, Klüngelwirtschaft ( .
Ist ja nicht so, dass der deutsche Michel nicht lieber Party feiern geht, als sich mal zu wirklich wichtigen Themen einzusetzen. Und das, obwohl man sogar potentiell selbst davon betroffen ist. :rolleyes:


Es ist doch keine Aufgabe von Nichtmuslimen und muslimischen Geistlichen offensichtliche Fehlentwicklungen im Islam zu begradigen. Das kann doch nur aus der muslimischen Gemeinde heraus geschehen.
Nicht? Wessen Aufgabe ist es denn dann? Zumindest die der muslimischen Geistlichen ist es doch sehr wohl. Und warum nicht auch die Aufgabe von Nichtmuslimen? Wir gehören doch auch zum sozialen Umfeld eines Moslems (ich zumindest).
Und nach meinem Dafürhalten wäre es ein Zeichen der Einigkeit und für gleiche Werte, wenn die muslimische Gemeinde sichtbar in Erscheinung tritt und von mir aus auch regelmäßig dafür auf die Straße geht.[/QUOTE]
Und das tun die Mitglieder der muslimischen "Gemeinde" ja auch. Nur eben nicht alle und auch nicht alle auf einmal.

Ich schreibe, dass ich keinen breiten Widerstand in der muslimischen Bevölkerung erkennen kann und du kommst mit Artikeln daher, in denen in Hamburg oder Berlin jeweils 50 Menschen an einer Mahnwache teilnehmen.
Breivik wurde ja schon angesprochen. Auf die Schnelle findet man da bei Google Mahnwachen in Karlsruhe (keine Angabe) und Bremen, mit ebenfalls nur 50 Teilnehmern.

Was deinen Bildvergleich anbelangt, wird es dann doch etwas lächerlich, so etwas als Beleg nehmen zu wollen. Bei dem einen Foto wird die Menschenmenge fotografiert und bei dem anderen Bild posieren Muslime wegen des Berichtes vor der Kamera. Vielleicht hätte der Fotograf ganz einfach eine Einstellung wählen sollen, wo nicht nur die 9 "Teilnehmer", sondern auch der Rest zu sehen ist.

PS:
Das dürfte ein Treffer ins Schwarze gewesen sein. ;)


Ja, es ist wohl so: Es gehen mehr Muslime zum Auftritt eines Clowns wie Erdogan als zu einer Mahnwache für getötete Zeichner von Mohammed-Karikaturen. Allerdings sind womöglich auch ein paar Deutsche mehr zu Mario Barth ins Olympia-Stadion gezogen als zu den legendären Großkundgebungen für die Opfer des NSU-Terrors. Ganz zu schweigen vom weltberühmten Marsch der Millionen Christen nach den Attentaten des Kreuzzüglers Anders Breivik. Oder den wöchentlichen Mahnwachen christlicher Aktivisten für die Opfer des Klu-Klux-Clans oder für erschossene Abtreibungsärzte.
 
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