Ich gehöre zwar nicht zu "Preppern" - und wusste bis jetzt nichtmal dass es sowas gibt - aber ich interessiere mich durchaus für Zivilschutz.
In welche Richtung soll das ganze denn gehen? Die Anforderungen sind ja je nach Zweck sehr Unterschiedlich...
Luftangriff mit konventionellen Bomben: Kurzzeitiger Schutz, schwere Panzerung gegen direkte Treffer
Luftangriffe mit Brandbomben: Kurzzeitiger Schutz, gute thermische Isolation und/oder großer Abstand zur Erdoberfläche
Angriffe mit chemischen oder biologischen Kampfstoffen: Hervorragende Filterung, Panzerung nebensächlich, Verweildauer je nach Kampfstoff unterschiedlich
Angriffe mit nuklearen Sprengköpfen: Panzerung je nach Entfernung zum Einschlagsort, gute Filterung, extrem lange Verweildauer
Essentiell für all das ist das Frühwarnsystem, in diesem Punkt hat der Staat versagt.
Dieser erzählt den Bürgern, im Notfall würde über den ÖR-Rundfunk gewarnt - schläft jemand von euch neben einem eingeschalteten Radio?
Und wer die Notwendigkeit ausschließen möchte, es gibt immer die Möglichkeit von Chemie- und Atomunfällen.
(Ein Beispiel ist der Großbrand in einem Werk des Pharmakonzerns Roche in der Schweiz)
Übungen wie von Cheg beschrieben mögen übertrieben sein, aber zumindest könnte man die Leute dazu bewegen das Radio einzuschalten...
Seit Ende des kalten Krieges gibt es kein bundesweites Sirenennetz mehr, diese wurden großteils abgebaut oder rosten vor sich hin.
Bei verbliebenen elektromechanischen Sirenen ist fast sicher nach Jahrzehntes des Stillstands der Rotor festgerostet.
Bei den pneumatischen Sirenen ist - sofern sie nicht abgeschaltet wurden - der Diesel alle und mit Sicherheit sind bei allen die Bleibatterien leer.
Vielleicht weiß der eine oder andere jetzt wenigstens was diese 20-30m hohen Dinger sind, die mancherorts in Deutschland rumstehen: