[Sport] Michael Schumacher bei Skiunfall schwer verletzt

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[td]Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat sich bei einem Skiunfall im Skigebiet in Méribel in den französischen Alpen schwere Kopfverletzungen zugezogen. Der 44-Jährige war gegen 11.07 Uhr zwischen zwei markierten Pisten unterwegs, als er stürzte und mit dem Kopf auf einen Felsen aufgeschlagen sein soll. Schumacher soll einen Helm getragen haben.

Zunächst wurde nichts über die Schwere der Verletzungen bekannt, mittlerweile wurde seitens der Station im Skigebiet aber von schweren Kopfverletzungen und ein Schädel-Hirn-Trauma gesprochen. Offiziellen Angaben zufolge besteht keine Lebensgefahr, allerdings berichten sowohl der französische Fernsehsender BFMTV als auch die Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré" von einem lebensbedrohlichen Zustand.
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85px-Schumi_di_GP_Kanada_2011_cropped.jpg


Bild: , Mark McArdle,
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Quelle:
 
ich bezog mich auf die show(s), nicht auf die menschen.. schauspieler sind auch menschen, denen schlimme dinge passieren können, das muss man differenziert betrachten.. wo nero allerdings (leider) recht hat ist, dass die allermeisten "fans" einen persönlichen bezug zur rolle aufbauen und nicht zu der person - da schließe ich mich nicht aus, habe es ja ganz am anfang schon so gesagt.. und (ebenso leider) ist es mit dem differenzieren bei den meisten nicht allzu weit her, so dass beispielsweise gerne das mitfiebern mit der F1-rolle schumi und das mitleiden mit dem umfallopfer undifferenziert miteinander vermengt wird und das ist in jeder hinsicht einfach falsch..
 
Warum ist das falsch?

Ich finde es gut, dass man mit Menschen mitfühlt, egal ob es ein Prominenter ist oder eine Rolle. Das beweist doch unsere Menschlichkeit und das wir mitfühlen...

:x

Ich will nicht in einer Welt leben, wo jeder, jedem egal ist.
 
mitfühlen an sich ist nicht falsch, aber es kann auch blanker hohn sein, wenn es aus den falschen gründen geschieht.. das theater (oder heutzutage meinetwegen auch der film oder die inszenierung an sich) ruft emotionen hervor, mit dem ziel als besserer mensch das theater zu verlassen und die welt zu verbessern (alte griechen und so) - doch durch die heute übliche vollinszenierung von personen und veranstaltungen wird dieser gedanke pervertiert, realität und inszenierung werden vermischt, emotionen (darunter auch mitgefühl) werden teil der täglichen unterhaltung und die fähigkeit zu differenzieren und vor allem die welt zu verbessern wird durch lethargie ersetzt - mitgefühl und andere emotionen werden zum persönlichen konsumgut und narkotikum..

fakt ist: die "emotionale kapazität" eines jeden ist beschränkt und es findet ein wettbewerb um diese ressource statt - ebenso wie um die persönliche aufmerksamkeit.. füllt man seine emotionale kapazität mit künstlichen emotionen zum zwecke der unterhaltung, bleibt nicht mehr viel übrig für persönlichen bezug - echtes mitgefühl verliert seinen wert.. auch wenns komisch klingt: sogar traurige nachrichten sind unterhaltung (!), denn sie sind inszeniert und erzeugen künstliche emotionen, selbst wenn reale sachverhalte oder personen zugrunde liegen.. das ist automatisch nichts "böses", genauso wie theater und fiktion nicht böse ist, sondern sogar versucht den menschen zu verbessern - "schlecht" wird es erst durch missbrauch..

ich unterstelle nicht automatisch jedem, der bei promi-tragödien persönliche betroffenheit zeigt, fremdbestimmt zu sein, aber ich mahne zumindest an, sich über die eigenen motive im klaren zu sein, wenn man seine emotionen investiert.. "ein mensch hatte einen unfall" ist dabei ein eher oberflächliches, wenn nicht scheinheiliges argument - menschen leiden immer und überall in einer unvorstellbaren anzahl, dafür reicht keine emotionale kapazität der welt (dir und mir sind demnach 99,9....% der weltbevölkerung "egal", das geht garnicht anders!).. jeder trifft eine auswahl, wem er sein mitgefühl schenkt, und wenn dies einzig und allein in der rolle einer person in einer inszenierung begründet ist oder in der auswahl, die die medien für einen treffen (und das sicherlich weniger aus mitgefühl), dann ist dieses "mitgefühl" qualitativ nicht anders als für den fiktiven helden, der im lieblingsroman oder in der lieblingsserie stirbt.. es ist reiner konsum, ohne mitgefühl (aus liebe) zu geben.. ich könnte als betroffener gerne auf diese art von mitgefühl verzichten..
 
Leute, hört euch doch mal selber reden (Nero, MistaKanista)...das ist solch unfassbarer, unmenschlicher Bullshit.

Ahja, weil ich einen Beitrag von Nero für richtig befunden habe, ist das unfassbarer, unmenschlicher Bullshit? Hör dich mal selber reden. ;)

Darum rührt ihn der Tod eines Penners überhaupt nicht, der Unfall eines Serienhelden aber zu Tränen

Und hiermit hat Nero einfach recht, auch wenn er es überspitzt formuliert. Was ist nun wirklich unmenschlich?
 
Und hiermit hat Nero einfach recht, auch wenn er es überspitzt formuliert.

Nein, hat er nicht. Denn es geht nicht darum, was einen mehr rührt, sondern das warum.

Und das liegt nicht daran, daß Millionen andere gerade das gleiche sehen. Das bekommt der einzelne vor seinem Monitor ja gar nicht mit.
 
Die Meinung lass ich dir ja auch gerne KaPiTN. Nur muss man nicht so unter die Gürtellinie gehen, und eine andere Meinung als "unfassbaren, unmenschlichen Bullshit" betiteln.

Gute Besserung Schumi. :coffee:
 
1)Ist aber Fakt. Ob da noch 2 andere gucken, oder 2 Milliarden, juckt mich überhaupt nicht.

2) Bin ich nicht, habe ich nicht.
 
Und hiermit hat Nero einfach recht, auch wenn er es überspitzt formuliert. Was ist nun wirklich unmenschlich?

Mich berührt der Tod eines Obadchlosen genau so wie der eines Prominenten. (hier geht zwar um einen Unfall, aber da gilt für mich das Gleiche)
Über ersteren werden lediglich keine News verfasst, unter der man sein Beileid bekunden könnte.

Es ist auch nicht so, dass mein Mitgefühl mit Schumi so riesig wäre, dass mein Leben davon enorm betroffen wäre.

Du hast Nero btw in dem Bezug Recht gegeben, dass er nur eine Rolle wäre. Sein Rennfahrerdasein war Teil seines Lebens und nicht bloß Schauspielerei. Wenn dein Hausarzt stirbt, den du nur als Arzt kennengelernt hast, ist sein Dasein als Arzt für dich auch nur eine Rolle gewesen?
 
Außerdem hat das auch bisschen was mit Anstand zu tun. Zugegeben, interessiert mich Schumi eigentlich gar nicht, aber ich habe es so gelernt, dass man jemanden einfach gute Besserung wünscht.

Man muss das doch nicht so extrem zu einer Kopfsache machen. Die Dinge sind häufig viel einfacher, als man es macht.
 
Hast du jemals einen Obdachlosen gute Besserung gewünscht? Klar, es gibt keine Nachrichten über sie. Aber wenn man die Augen nicht verschließt, sieht man sie in Innenstädten täglich. Also bitte nicht so tun, als ob sie für dich unsichtbar wären.

Und wie sehr ihr "tollen Menschen" euch um die ganze Welt sorgt, hat man ja hier: https://ngb.to/threads/7079-Hermann-Rieger-ist-verstorben-(Kommentar)?highlight=hermann+rieger
schön gesehen. Statt Beileid, wurde über die Relevanz gemeckert. Da warste aber sicher im Urlaub, wa Stone? ;-)

Außerdem hat das auch bisschen was mit Anstand zu tun. Zugegeben, interessiert mich Schumi eigentlich gar nicht, aber ich habe es so gelernt, dass man jemanden einfach gute Besserung wünscht.

Wenn ich die Person kenne und es ihr persönlich ausrichten kann: sicherlich richtig. Nur besitze ich sicherlich nicht keinen Anstand, nur weil ich nicht in einem Forum Schumi gute Besserung wünsche, oder etwa doch?
 
Das habe ich nicht gesagt, aber manchmal sitzt die Erziehung so tief im System, dass man es trotzdem macht.
 


Nein. Kann ich ja auch nicht, denn für dich ist doch schon jeder Mensch relevant. Also, wie oft hast du denn nun Obdachlosen schon gute Besserung gewünscht?
 
Du scheinst irgendwie nicht wirklich lesen und verstehen zu wollen.

Ich zitiere mich mal selbst:

Über erstere[Obdachlose] werden lediglich keine News verfasst, unter der man sein Beileid bekunden könnte.

Schreib doch mal eine News über schwer verunglückte Obdachlose, oder wie du sie nennst: "Penner".
 
Also interessieren dich doch nur Menschen, über die News verfasst werden?
 
Nein, das habe ich so nicht gesagt. Aber stell das ruhig so hin, wie du es gerade für dich brauchst.

Meinetwegen: mich interessieren nur Menschen, über die eine News verfasst wird. Alle anderen sind mir völlig egal.
Btw: Diejenigen, über die keine News verfasst werden, erfährt man halt auch schlecht, dass sie krank oder tot sind. Außer, sie sind in deinem näheren Umfeld.

Aber verzapf ruhig weiter hämischen Schwachsinn.
 
Vielleicht wäre es am besten, wenn es für solche Threads, die eigentlich gar nicht zum diskutieren sind, einen eigenen Bereich einstellt. Kondolenz und Gute Besserung Bereich. :D

Oder man verbietet solche Threads und lässt es auf Twitter und facebook.

Jedes mal wenn einem Prominenten was passiert, wird es genau diese Diskussion immer wieder geben. Wie eine kaputte Schallplatte
 
Nein, das habe ich so nicht gesagt. Aber stell das ruhig so hin, wie du es gerade für dich brauchst.

Meinetwegen: mich interessieren nur Menschen, über die eine News verfasst wird. Alle anderen sind mir völlig egal.
Btw: Diejenigen, über die keine News verfasst werden, erfährt man halt auch schlecht, dass sie krank oder tot sind. Außer, sie sind in deinem näheren Umfeld.

Aber verzapf ruhig weiter hämischen Schwachsinn.

Ich stelle nichts so hin, du weichst der Frage einfach nur aus.

Also wie oft hast du Obdachlosen nun gute Besserung gewünscht?
 
Herrjemine, du bist tatsächlich zu dumm zu lesen.

Deine Frage ist hinreichend beantwortet worden.
Mal abgesehen davon: Sind Obdachlose generell krank?
 
Es kann auch jedem egal sein, das macht Michael Schumacher dennoch nicht zu einer fiktiven Person und die Formel-1 auch nicht zu einer TV-Serie.

Für jene, die ihm jetzt Genesungswünsche schicken, war er das. Nur das. Persönlich kannten sie ihn nämlich nicht.

Ob da noch 2 andere gucken, oder 2 Milliarden, juckt mich überhaupt nicht.

Voraussetzung für gigantische Einschaltquoten ist der Botenstoff "Wir sind viele". Anders gesagt: "IIch bin nicht allein."

Wenn dein Hausarzt stirbt, den du nur als Arzt kennengelernt hast, ist sein Dasein als Arzt für dich auch nur eine Rolle gewesen?

Du darfst den Hausarzt, der Dich persönlich behandelt, nicht mit dem Doktor aus der "Schwarzwaldklinik" verwechseln. Schumacher ist für Dich der Doktor aus der Schwarzwaldklinik.


Also interessieren dich doch nur Menschen, über die News verfasst werden?

Das ist das Problem.

Früher: Ich denke, also bin ich.

Heute: Ich bin im Fernsehen, also bin ich. Wenn ich nicht im Fernsehen bin, existiere ich nicht.
 
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