[Meta-Diskussion] Freundschaft zwischen verschiedenen Geschlechtern

Seedy

A.C.I.D
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13 Juli 2013
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12.000
Angeregt durch ein anderes Thema:
Hier die Frage.
Sind rein freundschaftliche Beziehungen zwischen Mann und Frau dauerhaft stabil möglich.
Oder endet es grundsätzlich damit, dass einer von Beiden sich falsche Hoffnungen macht oder mit einer sexuellen Beziehung.:unknown:
 
Ich meine wie oft hat man sowas schon erlebt...

"Hey x, du macht so viel mit y in letzer Zeit, seid ihr zusammen?"
"Nein, wir sind nur gute Freunde" (was zu dem Zeitpunkt ja auch stimmen kann)

...2 Wochen später auf Facebook:
x ist in einer Beziehung mit y

Also ich glaube dauerhaft stabil kann eine Freundschaft zwischen Mann und Frau nur sein, wenn sich beide ein bisschen zügeln. Sobald man sich zu nah kommt, wird schnell mehr daraus. Zumindest einer von beiden will dann irgendwann mehr ;)
 

Meistens. Manchmal auch Will & Grace.

Ich hab zu dem Thema alles gesagt.
Inb4 white knights and women.
 

Dann wär's gut das hier rüber zu kopieren denke ich. Wenn man den anderen Thread, der bis jetzt
hier nicht verlinkt ist, nicht verfolgt hat, kennt man deine Meinung nicht. ;)

Ich denke mal das eine Freundschaft sehr wohl möglich ist. Warum auch nicht?
Allerdings kommt's auch drauf an wie man den Begriff Freundschaft auslegt. Ist damit eine enge
Freundschaft gemeint, oder eher eine die mehr Richtung Bekanntschaft geht?
 
Allerdings kommt's auch drauf an wie man den Begriff Freundschaft auslegt.

Ich glaube, genau daran hapert es hier.
Eine Freundschaft ist ein enges, gegenseitiges Vertrauens-, Zuneigungs- und Respekt-Verhältnis ohne jedwede Spur von sexuellem Interesse oder sexueller Anziehung.
Und das ist mMn nicht möglich zwischen Männlein und Weiblein.
 
Da gehen bei HSA und Seedy die Definitionen ja schon auseinander, kein Wunder warum ihr euch da nicht versteht.
HSA schließt jedwede Anziehung in seiner Definition aus und Seedy erlaubt diese.

Wenn man es so streng wie HSA auslegt dann ist Freundschaft zwischen Mann und Frau wirklich sehr selten, aber wenn man es wie Seedy sieht (wie ich es persönlich auch mache) dann ist es sehr wohl möglich.
Natürlich kann sexuelle Anziehung eine Freundschaft verhindern, aber wenn man dies überwindet können super Freundschaften entstehen meiner Meinung nach.
Und zwar Freundschaften ohne irgendwelche unterdrückten romantischen Gefühlen für den anderen, solche wo man die Freundschaft wirklich wertschätzt und dies nicht einfach opfern würde für einmal/paarmal Sex.
Natürlich gibt es Freundschaften in denen die eine Person in die andere verliebt ist, aber dass ist keine Freundschaft für mich, ehrlich gesagt.
Wenn man die Freundschaft lieber "erträgt" anstatt zu seinen Gefühlen zu stehen und somit riskiert die Person für die man Gefühle hat zu verlieren, dann ist das keine Freundschaft für mich, sondern purer Egoismus um die andere Person nicht zu verlieren und sie somit wenigstens durch "Freundschaft" an einen zu binden.
 
Das geht, man muss nur zwei Dinge aufweisen, die oft leider nur Mangelhaft ausgebildet sind.

Man muss:
*erwachsen sein
*ehrlich sein

Man muss ehrlich genug sein, zu wissen was man will und erwachsen um die Konsequenzen daraus zu ziehen. Wenn man eine Beziehung will, dann will man die und keine Freundschaft, also braucht man auch nicht lügen und so zu tun. (Sonst endet man im "schlimsten" Fall in der ~Friendzone~)
 
Wenn man eine Beziehung will, dann will man die und keine Freundschaft, also braucht man auch nicht lügen und so zu tun.

Und ich behaupte einfach mal, dass ein normaler, durchschnittlicher, heterosexueller Mann - insofern sexuelle Anziehung zu der jeweiligen Frau besteht - immer unterbewusst eine (sexuelle) Beziehung will und mit der Freundschaft sich selber betrügt.
Wenn man Frauen kennt, die man kein bisschen sexuell anziehend findet, will man auch meistens nicht mit ihnen befreundet sein. :unknown: Weiß auch nicht, woran das liegt, aber die Erfahrung zeigt genau dies.
Naja und da gibt es noch die drei Kriterien, unter denen es möglich ist.
 
Und warum schließt es eine Freundschaft aus wenn ich die Freundin anziehend finde? Ist ja nicht so, dass ich mit jeder ins Bett gehe nur weil sie gut aussieht. Ich würde bei meiner Definition von Freundschaft schon sagen, dass ich mit einer Frau befreundet sein kann ohne dass ich mir im Hinterkopf die ganze Zeit Hoffnungen mache. Und selbst wenn würde das für mich eine Freundschaft sicherlich auch nicht unmöglich machen. Soll Menschen geben die nicht 24/7 triebgesteuert handeln. Ich bin auch einfach schon mal froh wenn ich mich mit einem Mädel über Dinge unterhalten kann mit denen ich mit meinen männlichen Freunden so nicht rede.
 
Nach meiner persönlichen Lebenserfahrung gibt's keine dauerhafte (enge) Freundschaft zwischen Mann und Frau. Irgendwann kommen immer Gefühle ins Spiel.

Im traurigsten Szenario ist einer von beiden (meist der Mann) in die Friendzone abgerutscht und macht sich noch immer falsche Hoffnungen, spielt aber die platonische Freundschaft mit, um den Kontakt nicht zu verlieren.

Weiß nicht, wie's aussieht, wenn man eine "Freundschaft+" hat. D.h. Freundschaft ja, Poppen ja, Beziehung nein. Bisher hatte ich sowas (leider) noch nie. Aber selbst da hätte ich meine Zweifel, dass da nicht irgendwann mal die Eifersucht bei einem der beiden hochkommt.
 
Und warum schließt es eine Freundschaft aus wenn ich die Freundin anziehend finde?

Weil es in meinen Augen das platonische Konzept einer Freundschaft kontaminiert. Selbst wenn man diese Anziehung unterdrückt, ist das doch der erste Impuls, der einen zu der Frau geführt hat und nicht etwa eine rein menschliche Zuneigung, wie es bei einem männlichen Kumpel/Freund wäre.

Ich bin auch einfach schon mal froh wenn ich mich mit einem Mädel über Dinge unterhalten kann mit denen ich mit meinen männlichen Freunden so nicht rede.
Was denn so? Schminktipps? Kerle? Menstruationsschmerzen? Welche Themen interessieren dich denn, die du nicht mit männlichen Freunden besprechen könntest?
Ich glaube, was du meinst, ist eine weibliche Perspektive auf die selben Themen. Das ist fair. Aber dazu muss man mit der Frau ja nicht befreundet sein, eine Bekanntschaft reicht da aus :unknown:
 
Dann wär damit ja gar keine Diskussionsgrundlage mehr da wenn ihr euch nicht auf eine Definition einigen könnt. Da kann man sich den Rest auch sparen.
 

Das ist eine beobachtete Tatsache. Also - auch bei anderen.
Ich habe übrigens weibliche Freunde. Lesbische.
 
Ich denke, dass es möglich ist, aber deutlich abhängig von der Definition von Freundschaft und Beziehung.
Sein wir doch mal ehrlich, eine stabile Beziehung beruht hauptsächlich auf Freundschaft und Gewohnheit. Dass wir gerne von "Liebe" reden und eine künstliche Grenze zwischen Freundschaft und Liebe ziehen, ist doch eher Willkür. Die sexuelle Komponente einer "Beziehung" und einer freundschaftlichen Beziehung ("Freundschaft"), ist wohl eher gesellschaftlich bedingt, weniger emotional.
 
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