Was wäre der nächste Schritt?

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  • #22

Worauf ich eigentlich die ganze Zeit hinaus wollte: die sozialen Veränderungen durch die industrielle Revolution waren enorm, während die sozialen Auswirkungen des Computers höchstens den arabischen Frühling hervorgebracht haben - zumindestens bisher. Es gibt ein paar Theorien darüber, was noch sein wird - und ich finde sowas schrecklich interessant - aber bisher gab es keine wesentliche Veränderung des westlichen Systems.
 
Der Ausdruck Revolution bei ""industrieller Revolution" ist irreführend für Menschen der heutigen Zeit. Denn Revolution ist ein schneller Wandel, was aus heutiger Sicht für einen Zeitraum von vielleicht mehr als 100 Jahren keiner so nennen würde, betrifft es doch mehrere Generationen.
In Bezug auf tausendjährige Produktionstradition mag der Begriff dennoch passen.

Vielleicht wird man die "digitale Revolution" rückwirkend auch anders einschätzen, aber für die betroffenen Menschen, also auch uns, ist es keine Revolution, sonder Fortschritt, ein schleichender Prozeß. Beim Mauerfall hätten fast selbstfahrende Autos und Smartphones als SF für mindestens 100 Jahre später gegolten. Aber wie gesagt, der Fortschritt kommt schleichend. Mein erstes Handy hatte keinen Vibrationsalarm. Dafür gab es ein extra Gerät.

Man kann die Entwicklung also eigentlich immer nur rückwirkend bewerten, Prognosen für die Zukunft sind wenig seriös.
Aber wenn Autos bereits jetzt mittlerweile Daten austauschen, fast jeder Bürger über sein Handy ortbar ist, nach Einführung der Europäischen Bankdaten in ein paar Jahren das offizielle Bargeld Geschichte sein wird, dann wird man in einer Welt leben, die vor 30 Jahren keiner so hat kommen sehen.
 
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  • #24

Guter Post. Legitime Argumentation.
Es ist in der Tat schwer zu sagen, was mal sein wird und wie man dieses Zeitalter in 150 Jahren bewerten wird. Aber ich finde Spekulation darüber sehr interessant, da weder ich noch irgendwer hier in 150 Jahren noch leben wird.
 
Über die Zeit in 150 Jahren zu Spekulieren ist wie über Gott zu diskutieren. Keiner wird seinen Standpunkt verifizieren können, wegen der von Dir angesprochenen biologischen (derzeitigen ;) ) Gegebenheiten.

Viel interessanter ist aber die Diskussion, wieweit sich bekannte technische Änderungen auf unser Leben auswirken können.
 
Das ist einer dieser Threads, wo man in 20 Jahren zurückschaut und fremdscham hat. :D

Sowas kann man mal gar nicht vorhersehen, aber ich glaube dieses Jahrhundert wird noch sehr stark von den Amerikanern geprägt. Die Welt wächst immer mehr kulturell und sprachlich zusammen. Internet und so.

Wettlauf um den Weltall. Es wird ein Jahrhundert werden, wer die Herrschaft im All übernehmen wird. :)
 
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  • #27

Bei Spekulation geht es ja gerade um nicht-verifizierbare Hypothesen. Solange sie halbwegs vernünftig erscheinen und auf Ansätzen basieren, die wir bereits kennen, ist das doch okay.
Beispiel: Fusionsreaktoren. Wir kennen die Theorie und es gibt teilweise Praxis in Form von Testreaktoren - wäre das eine Errungenschaft, die die Menschheit voranbringen würde? Günstiger, sauberer (das Abfallprodukt wäre Deuterium, also schweres Wasser) und reproduzierbarer Strom in einer riesigen Menge.
 


Danach sieht es eigentlich nicht aus. Der Amerikaner bekommt ohne dem Russen derzeit keinen hoch. Kein venünftiger Mensch hätte Geld für eine Mondlandung ausgegeben. Es war alleine der Wettkampf der Systeme.
 


Bin ich komplett anderer Meinung. Mag sein, dass die Amerikaner bisschen rumschwächeln, aber sie sind noch immer die einzige Weltmacht. Darf man nicht vergessen und die werden es auch bleiben. Denke ich zumindest.

Wird sich ja herausstellen.
 
Die USA als einzige und letzte traditionelle Weltmacht?

Die Entwicklung im 20. Jahrhundert - insbesondere zwei von Deutschland
ausgehende Kriege - hat dazu geführt, dass ein Staat heute dominiert: die USA. Die
Vereinigten Staaten sind ökonomisch führend, kulturell prägend und militärisch allen
anderen mit großem, wachsendem Abstand überlegen. Amerika ist die einzige
wahrhaft globale Macht. Würden sich die Vereinigten Staaten von heute auf morgen
aus der Welt zurückziehen, würde ein Machtvakuum entstehen, das direkt zu einem
weltweiten Beben führen würde. Amerika ist doppelt mächtig - zum einen als globaler
Akteur, zum anderen aber auch dadurch, dass es die Spielregeln gestaltet, nach
denen alle Akteure handeln, in der Ökonomie zwar immer weniger, nach wie vor aber
in der Sicherheitspolitik.
Zur harten amerikanischen Macht kommt die globale Ausstrahlung hinzu, die
Amerika besitzt, als Vorbild wie als Feindbild. Jedes Land, jede Gesellschaft auf der
Welt positioniert sich gegenüber Amerika, spaltet sich in Anhänger und Gegner des
amerikanischen Modells. Die Haltung zu Amerika prägt die innergesellschaftliche
Auseinandersetzung in Europa, im Mittleren Osten, in Russland, im Fernen Osten, in
Südamerika



Hab das mal rausgesucht. China wird in Zukunft vielleicht mal eine Weltmacht, aber deren Wirtschaft kann auch noch zusammenbrechen. Die ist nicht so stabil, wie die der Amerikaner, denke ich.
 
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  • #33

China plündert die internationalen Konzerne aus, es blockiert die WTO, es hilft Staaten der Dritten Welt der Knebelung durch den IWF zu entkommen und es hält die Zukunft des Dollar in seinen Händen. Seine Wirtschaftspolitik ist der des Westens überlegen und es schmiedet weltweite Allianzen. Es mehren sich die Zeichen, dass die Tage der US-amerikanisch dominierten Globalisierung gezählt sind und der Westen an den Rand gedrängt wird. Die Berufung des Neocons Paul Wolfowitz an die Spitze der Weltbank kann man als Antwort der USA auf die veränderten Machtverhältnisse verstehen.
Wir sollten uns auf turbulente Zeiten einstellen.

 


Fazit: Wir in Europa sind am arsch. :D Menschen werden hier immer Älter, Innovationen fehlen. Sind voll am auf der Strecke bleiben.

@Kapitn

Ich meine nicht jetzt das sie als erstes den Mond, Mars kolonialisieren und sowas, aber eher so Flugzeuge, die im All von A nach B fliegen, Weltraumtourismus, Waffensystem im Weltall und sowas.
 
Sicher ist, daß die "Eroberung" des Weltalls gaaanz gaaanz langsam vor sich gehen wird. :D

Deshalb wird man daraus auch keinen Nutzen ziehen können, der der Menschheit aktuell helfen kann. Übertragen auf die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus würde das bedeuten, daß Kolumbus seine Reise mit zwei Ruderern hätte bestreiten müssen. :p

Es wäre ja ein prima Verfahren um an der Börse Milliarden zu scheffeln, wenn wir wüßten was zukünftig geschehen wird.

Wir wären übrigens noch längst nicht mit unserer Technk auf dem heutigen Stand wenn nicht jemand den Kunstdünger erfunden hätte.

Aufgaben hätte die Menschheit genug und da geht es nicht nur um die Vermeidung eines möglichen Impakts aus dem All. Es würde schon reichen wenn die Weltmeere gesund bleiben. Aber das ist ja ein ganz einfaches Problem; deswegen bleibt es auch liegen.

Es wird keine "Nächsten Schritte" mehr geben wenn die Welt nicht auf allen Gebieten friedlich bleibt; und damit meine ich nicht nur die Verhinderung von Kriegen.
 
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  • #37
Sicher ist, daß die "Eroberung" des Weltalls gaaanz gaaanz langsam vor sich gehen wird. :D

Was heisst denn langsam? In 50 Jahren brachten wir es von Gagarin zu bemannten Missionen zum Mars. Das ist doch immerhin etwas.
 
Es gibt keine konkreten Pläne für eine ernsthafte Marsmission. Der Holländer mit seiner fixen Idee "Mars One" wird sich als Betrüger erweisen. Hat er schon einen Auftrag zum Bau der Raumschiffe vergeben?

Ein Trip zum Mars wäre genauso wenig ein wirtschaftlicher Fortschritt wie die Reise zum Mond.

Die Formulierung "von Gagarin zu bemannten Missionen zum Mars" ist also Quatsch. Aber für manche Leute sind ja solche Behauptungen bereits die Realität; man muß das ja nur noch abhaken. :D
 
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