Wie würdet Ihr auf einen Sexualstraftäter in eurer Umgebung reagieren?

Sie müssen einen Aufnäher mit einem gelben K tragen.


:rolleyes:
 
@kuromi:
@Destiny666:

Eigentlich wollte ich auch nicht die Verbrechen vergleichen sondern nur die öffentliche Aufregung über die Verbrechen.

Und da rauscht es bei der Kinderschänderei ganz heftig im Blätterwald.
 
Dann mach doch endlich mal konkrete Vorschläge, was man mit den von die angeprangerten Leuten machen sollte...

Ich hatte dazu schon einiges geschrieben, aber gut, dann halt nochmal für dich:

- härtere Strafen (und auf keinen Fall Bewährung) - also keinen Kuschelkurs, keine Ausreden wie schwere Kindheit/keine Freunde/keine Frau etc.
- keine Möglichkeit, in Kitas, Schulen u.ä. Einrichtungen zu arbeiten
- die Bewohner der Umgebung informieren; wenn der Täter einsichtig/reumütig ist und von sich aus Therapien macht, kommen Gespräche zustande und dürften auch fruchtbar sein (als wenn jemand zu Therapien verdonnert wird und die nur mitmacht, um aus dem Knast zu kommen, aber weder reumütig ist noch einsieht dass er was furchtbares gemacht hat noch diese Therapien überhaupt machen wollte)
- freigelassene Täter in kinderarme Gebiete einquartieren
- Mehrfachtäter (entweder welche, die mehr als 1 Kind vergewaltigt haben oder ein Kind mehrmals) in Sicherheitsverwahrung
- Täter, die freigelassen wurden, müssen weiterhin an Therapien teilnehmen
- wenn Vergewaltigung in der Familie/Verwandtschaft stattfindet, auch diejenigen bestrafen, die das ganze toleriert haben/die trotz Wissens nicht eingegriffen haben...


Das sind jetzt einige Beispiele, was man machen könnte.
 
Destiny666 schrieb:
wenn Vergewaltigung in der Familie/Verwandtschaft stattfindet, auch diejenigen bestrafen, die das ganze toleriert haben/die trotz Wissens nicht eingegriffen haben...
Sowas hab ich erst letztens von russischen Rechten über Terroristen gelesen. "Man muss auch ihre Familien bestrafen, sie haben es sicher gewusst und ihre Kinder nicht ausgeliefert!"
 
@simpliziss: Gut, so hat sies nun auch nicht geschrieben und ich denke auch nicht, dass sie es so gemeint hat.

Aber viele ihrer Punkte würden zumindest in der Umsetzung wohl dazu führen, dass sich die Betroffenen wie in einem Polizeistaat fühlen würden.
Regelmäßige Therapiesitzungen, nur in kinderarmen Gegenden wohnen dürfen, keine Jobs mit Kindern annehmen - etc. Das bedarf schon einer gewissen Kontrolle von außen.
Ferner das Aufklären der Umgebung - in welchem Umfang hat das stattzufinden? Reicht da ein Rundschreiben mit Foto, Name und Adresse?
 
@simpliziss: Das ist eben das Problem mit Vorurteilen, nech? Man glaubt man kennt jeden aus einer Schublade und weiß über jeden darin Bescheid. Da sind Misshandlungen aus der eigenen Kindheit, neurologische oder psychische Störungen, die vllt. einer Form von Unzurechnungsfähigkeit in dem Moment gleichkommen könnten oder andere Erklärungen nur faule Ausreden. Kinderschänder schänden Kinder, weil et sie geil macht, weil sie Macht ausüben wollen und weil et ihnen völlig wurscht ist, was sie dem Kind damit antun - oh, und alles Männer, klar.

Wenn du in so einer (geistigen) Welt lebst und sie nicht verlassen kannst oder willst, dann brauchen Verteidiger auch keine Argumente - eigentlich brauchts da nicht mal mehr einen Verteidiger. Kinderschänder schnappen und direkt in den Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses weit draußen in der Wildnis verfrachten, wo alle monströsen Ausgeburten der Gesellschaft, die ihr Recht als Mensch anerkannt zu werden verwirkt haben, landen sollten.

So einfach kann's sein. :coffee:

Ist es aber zum Glück nicht.
 
Ich werde jetzt mal ein wenig spekulativ. :D

Vielleicht hat Mutter Natur der Fortpflanzung einen so großen Vorrang gegeben, daß kleinere Fehlschaltungen im Hirn, die zur falschen Partnerwahl führen, ihr nicht so wichtig waren. :p

Wenn man alle sexuellen Identitäten mal betrachtet, die es gibt, so ist das eigentlich ein spannendes Thema für Hirnforscher.
 
Sowas hab ich erst letztens von russischen Rechten über Terroristen gelesen. "Man muss auch ihre Familien bestrafen, sie haben es sicher gewusst und ihre Kinder nicht ausgeliefert!"

Du machst dich lächerlich. Ich hab extra geschrieben, wenn sie es wissen, tolerieren und wenn sie wegschauen.

Oder wäre für dich eine Mutter unschuldig, wenn sie z.B. sieht, dass der Ehemann (Stiefvater oder Vater) das Kind im Nebenzimmer vergewaltigt und raus zum Einkaufen geht, anstatt die Polizei zu rufen oder dem Kund zu helfen?

@simpliziss: Gut, so hat sies nun auch nicht geschrieben und ich denke auch nicht, dass sie es so gemeint hat.

Aber viele ihrer Punkte würden zumindest in der Umsetzung wohl dazu führen, dass sich die Betroffenen wie in einem Polizeistaat fühlen würden.
Regelmäßige Therapiesitzungen, nur in kinderarmen Gegenden wohnen dürfen, keine Jobs mit Kindern annehmen - etc. Das bedarf schon einer gewissen Kontrolle von außen.
Ferner das Aufklären der Umgebung - in welchem Umfang hat das stattzufinden? Reicht da ein Rundschreiben mit Foto, Name und Adresse?

Ich habe nichts von Polizeistaat geschrieben und so etwas will ich auch nicht haben.

Wieso sollten z.b. regelmäßige Therapiesitzungen schlecht sein?

Warum sollte es schlecht sein, dass Kinderschänder nicht mehr in Berufen arbeiten können, wo sie mit Kindern direkt in Berührung kommen?

Wäre es wirklich besser, Kinderschänder in Wohngegenden mit vielen kleinen Kindern oder gar noch gegenüber einer Kita/Schule wohnen zu lassen, wo die Gefahr, dass sie sich schnell ein neues Opfer suchen und rückfällig werden, groß ist?

Wegen der Information und Gespräche - ich bin sicher, es könnten Wege gefunden werden. Für beide Seiten. Auf jeden Fall dürfte es aber gewaltig in die Hose gehen, wenn freigelassene Täter einfach irgendwo einquartiert werden(, etwas passiert) und dann erst bekannt wird, "was das für einer ist".
 
Destiny666 schrieb:
Ich habe nichts von Polizeistaat geschrieben....

Richtig,

geschrieben hast Du das nicht aber Deine Beschreibungen kommen dem sehr nahe.

Zwangstherapien, Berufsverbote, Wohnvorschriften etc

Das läßt sich auch passend für andere Delikte ausweiten.
 
Oder wäre für dich eine Mutter unschuldig, wenn sie z.B. sieht, dass der Ehemann (Stiefvater oder Vater) das Kind im Nebenzimmer vergewaltigt und raus zum Einkaufen geht, anstatt die Polizei zu rufen oder dem Kund zu helfen?

Du kannst sowas nur schlecht nachweisen.
Aber hey, es ist immer eine gute Idee einem Kind beide Elternteile wegzunehmen, nur weil die Mutter Angst vor dem Vater hatte.
 
Sie will ja sogar vorschreiben, was Verteidiger vorbringen dürfen. :m

Meinst du wegen schwerer Kindheit, Betrunken sein, unter Drogeneinfluss stehen etc?

Ich schreibe doch Verteidigern nicht vor, was sie vorbringen dürfen. Aber solche Sachen sollten keinen so starken Einfluss auf die Urteilsfindung nehmen, weil das halt immer ein Totschlagargument ist, um die Täter relativ glimpflich davonkommen zu lassen.

Gab doch 2013 die Diskussion um die U Bahn Schläger - da wurde auch immer wieder so argumentiert.

Aber gut, die Reformation des Strafrechts ist hier auch nicht das Thema.
 
Das ist ja noch schlimmer. Du willst ja sogar den Gerichten Vorschriften machen.

Wo willst Du denn derartige Vorschriften im Rechtssystem unterbringen?

§§ xyz der STPO: Schwere Kindheiten dürfen nur zur Häfte berücksichtigt werden?
 
Doch! Genau das ist das Thema hier.

Danach hast Du in Deinem Startpost gefragt.

Die vorzeitige Entlassung von Straftätern geht auf ein nachträglich geändertes Recht zurück.
Menschen (m/w) wurden, trotz verordnerter Sicherheitsverwahrung, vorzeitig aus der Verwahrung
entlassen weil das EU-Recht dieses vorschrieb. Da geht es um nachträglich angeordnete Sicherheitsverwahrung.

Wenn nunmehr die Sicherheitsverwahrung direkt bei der Urteilsfindung angeordnet wird, dann ist eine
Entlassung nicht mehr möglich.
Also muss das Strafrecht u.U. noch mehr geändert werden.
 
Wieso sollten z.b. regelmäßige Therapiesitzungen schlecht sein?

Warum sollte es schlecht sein, dass Kinderschänder nicht mehr in Berufen arbeiten können, wo sie mit Kindern direkt in Berührung kommen?

Wäre es wirklich besser, Kinderschänder in Wohngegenden mit vielen kleinen Kindern oder gar noch gegenüber einer Kita/Schule wohnen zu lassen, wo die Gefahr, dass sie sich schnell ein neues Opfer suchen und rückfällig werden, groß ist?

Wegen der Information und Gespräche - ich bin sicher, es könnten Wege gefunden werden. Für beide Seiten. Auf jeden Fall dürfte es aber gewaltig in die Hose gehen, wenn freigelassene Täter einfach irgendwo einquartiert werden(, etwas passiert) und dann erst bekannt wird, "was das für einer ist".

Wieso fragst du mich das alles? Hab ich mich irgendwo dazu geäußert ob es gut oder schlecht ist, was du da gerade aufführst?
Ich hatte mich lediglich erst mal dazu geäußert, dass sich die Umsetzung als relativ hm - sagen wir mal umfangreich/kompliziert gestalten dürfte, was dazu führen könnte, dass die Betroffenen sich wie in einem Polizeistaat fühlen. Denn um zu überprüfen, ob diese ganzen Auflagen auch alle erfüllt werden - ich sag es nochmal - bedarf es eines gewissen Maßes an Kontrolle von außen. Das heißt, in einem bestimmten Umfang, müssten die "Täter" überwacht werden - und das obwohl sie ihre Strafe abgesessen haben. Sie würden also ihr Leben lang unter permanenter Beobachtung stehen.

Nur mal rein hypothetisch - wenn so ein Täter in nem kinderarmen Viertel lebt, das sich plötzlich zu einem kinderreichen Viertel entwickelt - muss er dann umziehen?
 
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