[Politik und Gesellschaft] Schweiz: Zuwanderung wird neu geregelt

In der Schweiz wurde am heutigen Sonntag eine Volksabstimmung, eingebracht durch die national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), knapp mit 50,3 Prozent entsprochen. Bei der Abstimmung ging es um eine Änderung der Zuwanderungsregeln. Die Bürger stimmten damit gegen eine zunehmende Einwanderung. In Zukunft soll diese wieder über Kontingente gesteuert werden. Die Regierung muss binnen drei Jahren die bilateralen Verträge mit der EU kündigen und über die Personenfreizügigkeit neu verhandeln. Das Ergebnis des Referendums hat aber auch Folgen für ganz Europa. Die Abschottung verletzt Verträge zwischen den Ländern. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso stellt sogar den privilegierten Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt in Frage.

Quelle:
 
...Wir benötigen die "Bauernknechte" genauso wie die "geistige Elite". .

mit "hochqualifiziert" meinte ich nicht zwingend das alles Akademiker sind die in die Schweiz einwandern.
Ich meinte, der größte Teil der 23% Ausländer sind eingewandert um zu arbeiten.
Also alles Arbeitskräfte die gebraucht werden, also alles in ihrem Bereich hochqualifizierte Leute, egal ob LKW-Fahrer oder Ingenieur.
Ich glaube nicht, dass viele Menschen in die Schweiz einwandern weil man dort so günstig auf Staatskosten leben kann.

Das wollte ich damit sagen, es kommt nicht so sehr auf den Prozentsatz an. Wichtig ist vielmehr wie die Ausländer integriert sind und warum sie eingewandert sind.

Einfach nur nackte Zahlen, 23% vs. 9% und daher muss das alles so sein, das ist Schwachsinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
ach Mist, sorry.
Genau das Gegenteil wollte ich sagen, sollte doch aber auch aus dem Kontext klar werden...

ich editiers raus.

Ich kenne auch jemanden der in der Schweiz arbeitet.
So lange man dort Arbeit hat ist es als Ausländer sicher nett, rein finanziell.
Aber er durfte auch erfahren wie es ist wenn man dort arbeitslos wird.
Kein Vergleich mit dem deutschen System. Wobei das wohl auch daran liegt, dass er als arbeitsloser Deutscher in der Schweiz logischerweise weniger bekommt als in Deutschland.

Ich bin der Meinung, die 9% Ausländer die wir hier haben, sind eben aus anderen Gründen eingewandert als die 23% in der Schweiz.
Dazu kommt noch, und das wiegt deutlich schwerer, ich glaube kaum, dass es in der Schweiz so viele Menschen mit Migrationshintergrund und schweizer Pass gibt wie in Deutschland Menschen mit deutschem Pass und Migrationshintergrund.
Und das auch prozentual gesehen, logisch.

Daher bin ich der Meinung, die 23% sagen nichts aus, die 9% ebensowenig.
2 nicht aussagekräftige Prozentsätze miteinander vergleichen?

Wie schwer/leicht ist es denn die schweizer Staatsbürgerschaft zu bekommen im Vergleich zur deutschen?

Wie viele Menschen wurden denn während des 2. WKs aus der Schweiz vertrieben und wanderten danach zurück (oder deren Kinder)und brachten nach Jahren in der Fremde eine fremde Kultur mit, und bekamen sofort den schweizer Pass?
Wie viele Arbeitskräfte kamen denn in den 50er und 60er Jahren in die Schweiz und haben mittlerweile den schweizer Pass?
Sicherlich bei allem im Vergleich zu Deutschland eher weniger...

Butter bei die Fische, wie viele Menschen leben denn überhaupt in der Schweiz die einen Migrationshintergrund aber den schweizer Pass haben?

Nein, die nackten Zahlen zu vergleichen ist Schwachsinn, man sollte da schon mal genauer hinschauen.

Und das Argument die Stimmung in der Schweiz ist dort nur so wegen der 23% und hätten wir hier 23 % wären schon längst wieder die brauen Brigaden aufmaschiert, das ist Schwachsinn.
In Deutschland leben mit Sicherheit heute schon DEUTLICH mehr Menschen mit Migrationshintergrund, mehr Menschen die man als Einheimischer als "Ausländer" betrachtet (unabhängig von der Staatsangehörigkeit) als in der Schweiz.
Wir sind einfach mittlerweile eine Multikulti-Nation. Und dafür gibt es bei uns wirklich vergleichsweise wenig Probleme in die Richtung.
Auch wenn die Medien und das Ausland sich gerne mal an Einzelfällen hochziehen.
Der wahre Ausländerhass, die wahre Fremdenfeindlichkeit, die ist nicht in Deutschland, schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast ja irgendwie recht mit der herauseditierten Bemerkung; ab es betrifft nur die Oberklasse. :D

Es scheint zu stimmen, daß reiche Aualänder mit dem jeweiligen Kanton über den Steuersatz verhandeln können, den sie großzügigerweise bereit sind zu bezahlen wenn sie Schweizer Steuerzahler werden dürfen.

Da wäre doch mal eine Volksabstimmung interessant; findest Du nicht? :p
 
wäre interessant wie die ausgehen würde.
Vielleicht meldet sich ja mal jemand zu Wort der die Schweiz recht gut kennt und weiß wie Schweizer ticken.
Nero?:D
 
4 Sachen, dazu..

1. Tron, Du hast vollkommen recht!
2. Mein Beitrag ging mehr in Richtung Satire/Humor
3. Ich schließe mich der Meinung von Walter K. Eichelburg an..
4. <- Hätten wir solche Politiker wie diesen Ungarn, wären Volksabstimmungen überflüssig..

GN8 (:
 
@Prey
Sry, aber öffne doch im "Politik und Gesellschaft" einen Thread dazu. Im News-Bereich sollte es doch möglichst einfach zu verstehen bleiben.
 
Das sollte man anerkennend respektieren. Solche Aktionen sind eher Zeichen für mangelndes Demokratieverständnis und einsetzende Verblödung.

Hö? Nur weil etwas per Mehrheitsbeschluss entschieden wurde sollte man dam blind folgen und sich dannach richten? Was denkst du wozu wir in der Politik Oppositionen haben?
Selbst die Meinungen der Mehrheit schwanken was vor 80 Jahren in Deutschland noch per Mehrheit angenommen worden wäre würde heute ganz sicher nicht mehr so. Kritisches Hinterfragen sollte immer drin sein. Das hat rein gar nichts mit mangelndem Demokratieverständnis zu tun.
 
Es scheint zu stimmen, daß reiche Aualänder mit dem jeweiligen Kanton über den Steuersatz verhandeln können, den sie großzügigerweise bereit sind zu bezahlen wenn sie Schweizer Steuerzahler werden dürfen.

Da wäre doch mal eine Volksabstimmung interessant; findest Du nicht? :p
Die sind schon dabei...
 
mit "hochqualifiziert" meinte ich nicht zwingend das alles Akademiker sind die in die Schweiz einwandern.
Ich meinte, der größte Teil der 23% Ausländer sind eingewandert um zu arbeiten.
Also alles Arbeitskräfte die gebraucht werden, also alles in ihrem Bereich hochqualifizierte Leute, egal ob LKW-Fahrer oder Ingenieur.
Ich glaube nicht, dass viele Menschen in die Schweiz einwandern weil man dort so günstig auf Staatskosten leben kann.
Hochqualifiziert wandert in diesem Fall in meine Modewortsammlung ;). Aber wenn das so ist hast Du natürlich Recht, Sozialschmarotzer sind eine klare Minderheit und werden durch diese Initiative nicht verhindert. Ging ja aber auch nicht darum.

Einfach nur nackte Zahlen, 23% vs. 9% und daher muss das alles so sein, das ist Schwachsinn.
Ebenfalls richtig. Mir dienen diese 23% sowie die OECD Diskriminierungsstudie nur dazu um die zwischen durch aufblitzende Rassistenkeule abzuwehren ;).

Hö? Nur weil etwas per Mehrheitsbeschluss entschieden wurde sollte man dam blind folgen und sich dannach richten? Was denkst du wozu wir in der Politik Oppositionen haben?
Selbst die Meinungen der Mehrheit schwanken was vor 80 Jahren in Deutschland noch per Mehrheit angenommen worden wäre würde heute ganz sicher nicht mehr so. Kritisches Hinterfragen sollte immer drin sein. Das hat rein gar nichts mit mangelndem Demokratieverständnis zu tun.
In der Schweiz gibt es eigentlich keine Opposition. Wird auch nicht benötigt, der Volkswille gibt die Richtung vor. Jetzt wird die Regierung (Wo die SVP gegen alle anderen Parteien in der Minderheit ist) eine entsprechende Umsetzung erarbeiten. Die Leute die dagegen sind können sich also entsprechend jetzt einbringen und die Umsetzung, welche ja absichtlich enorm offen gelassen wurde, in die richtige Richtung lenken.

Sicher hat niemand etwas gegen kritisches hinterfragen. Man muss einen solchen Entscheid auch nicht immer gut finden, aber man muss Ihn akzeptieren (Ist ja wie gesagt nicht die Ende der Fahnenstange). Schandbekundigungen, Passabgabedrohungen und Demonstrationen haben für mich aber nichts mit kritischem Hinterfragen zu tun.
 
Besser Volksentscheid und Kontingentierung als ausländerfeindliche und rassistische Progrome wie in Rostock und Hoyerswerda oder Mordserien wie beim NSU.

In der Krise wird der Pöbel gerne nationalistisch bis rechtsradikal, weil die Dummen Angst kriegen, dass die anderen Hungerleider ihm was wegfuttern könnten.

Diese Gefahr sehe ich in der Schweiz nicht.
 
Vielleicht sollten die Schweizer ihre eigenen Ärzte und Hochschulprofessoren ausbilden?

Wenn der Arbeitsmarkt ausgeglichen ist, gibt es auch keine Plätze für Ausländer mehr.

Das gilt natürlich auch für Deutschland. Ich schrieb ja bereits, daß ich diese Anwerberei für Neo-Kolonialismus halte. Früher (und heute noch) waren es die Bodenschätze und jetzt ausgebildete Menschen.
 
Ich schrieb ja bereits, daß ich diese Anwerberei für Neo-Kolonialismus halte. Früher (und heute noch) waren es die Bodenschätze und jetzt ausgebildete Menschen.

Und wenn sich trotzdem ein Arzt oder überhaupt ein Akademiker sich über die Grenze davonmacht, wird er wegen Republikflucht eingebuchtet. Perfekt.

Genau das hat noch gefehlt: Der Ausländerfeindlichkeit ein edles Motiv anzudichten.
 
.
dumdumiyseh.jpg
 
Vielleicht sollten die Schweizer ihre eigenen Ärzte und Hochschulprofessoren ausbilden?

Das dauert zu lange und kostet zu viel Geld. Die fertig ausgebildeten eigenen Kräfte sind dann ebenfalls zu teuer.

Siehe Deutschland, hier haben wir dasselbe Problem, dass nicht mehr ausgebildet wird, sondern nur nach billigen Fachkräften aus dem Ausland gejault wird.

Was die Schweizer angeht: Ich sehe es so, dass sie auch einer sich weiter verschärfenden Wohnungsnot entgegenwirken wollen, denn die eingewanderten Leute sollen ja auch irgendwo wohnen. Wohnungsknappheit kennen wir in Deutschland ja auch zur Genüge. (Jedenfalls was bezahlbare Wohnungen angeht.)
 
Das war eine ganz generelle Bemerkung von mir.

Natürlich ist das eine langfristige Frage. Ach? Und Geld kostet das auch noch? :D

Typisch kapitalistisch. Erst holen wir die Fachkräfte aus anderen Ländern und dann zahlen wir Entwiclungshilfe, weil andere Länder nicht voran kommen.

Fragt sich, was langfristig teurer ist.
 
Ich sehe es so, dass sie auch einer sich weiter verschärfenden Wohnungsnot entgegenwirken wollen, denn die eingewanderten Leute sollen ja auch irgendwo wohnen.

Daß da die meisten Stimmen geholt wurden, wo die wenigsten Ausländer sind, spricht nicht gerade für diese These.
 
Interessant ist auch der Aspekt, daß die Fachleute kommen dürfen und die Armen (Sozialschmarotzer !!!) zu Hause bleiben sollen.

Auch in Deutschland.

Tolle Selektion. :T
 
Wie ist denn der Wohnungsnotstand in der ländlichen Schweiz?
 
Zurück
Oben