In der Tat. Ich würde jedoch auch noch darauf drängen, dass man anonym kaufen kann, damit man seine Kaufgewohnheiten, Transaktionsdaten etc nicht Preis geben muss.
Man erstellt in einem virtuellem Versandhaus einen anonymen Account, kauft dort per anonymer bar Überweisung, Paysafecard usw ein und lässt es sich aufs Postamt senden. Schon ist der Kunde nicht mehr gläsern.
Kann mir mal jemand verraten, warum das alles geheim bleiben muss?
Ich sehe hier die gleiche Paranoia wie beim Staat, der überall Verschwörung und Geheimnisverrat wittert, diesen Hang zum Konspirativen, wo es um Banalitäten geht. Wie bei der NSA, nur spiegelverkehrt.
Waren früher alle Bürger gläsern? Ich meine damals, als man noch Stammkunde beim Lebensmittelhändler wie beim Buchhändler gewesen ist und es die Pflicht guter Verkäufer gewesen war, ihre Kunden und deren Geschmack zu kennen.
Eher ist der moderne Massenmensch doch viel weniger individuell geworden als in alten Zeiten. Was haben wir eigentlich noch zu verbergen?
Vielleicht dies: Dass es nichts Verborgenes oder auch nur Abweichendes in uns gibt, dass die Geheimdienste einem Phantom nachjagen würden, wenn sie mehr rauskriegen wollten als wer gerade eine Bombe bastelt.
Die Beiträge in diesem Thread spiegeln exakt die Umfrageergebnisse wieder. 76 Prozent der Bundesbürger sagen: Schweinerei. Diese Meinung ist Massenkonfektion. Völlig sinnlos, sie umständlich und aufwändig durch Abfischen individueller Mails ermitteln zu wollen.
Aber warum dann die Angst davor, mit heruntergelassenen Hosen dazustehen?
Vielleicht gerade deshalb: Weil in der Hose nichts drin ist.