Heute morgen klingelte erneut mein Telefon mit meinem Vater in der Leitung.
Ich merke ihm an, dass es ihm doch ein wenig Leid tut. Er ist zu stolz es zu sagen, aber ich merke, dass er viel auf mich gibt und sich das Verhältnis zu mir nicht versauen will. Wahrscheinlich war er selbst von meiner Loyalität zu meiner Freundin überrascht.
Wie dem auch sei, er sagte mir dann:
"Ich habe noch einmal mit deiner Mutter gesprochen und wir wollen diesen Unfrieden gegen deine Freundin aufheben. Sie hat damit nichts zu tun und soll das von uns nicht abbekommen. Aber wir bitten euch darum, in Zukunft einmal zu uns zu kommen und wir sprechen mit ihr offen über alles, was uns so stört. Keine Schuldzuweisungen, sie soll nur verstehen wie es uns geht in der Situation."
Ein klarer Fortschritt, meine Freundin ist auch sehr erleichtert, da sie viel auf die Beziehung mit meinen Eltern gegeben hat in der Vergangenheit. Dennoch wird dieses Gespräch nochmal mittelmäßig unangenehm, da diese Anschuldigungen ihre Familie treffen. Von ihrer Familie kennt sie natürlich nur eine andere Version und steht logischerweise auch ein wenig zwischen den Stühlen, denn es sind immer noch ihre Eltern und Verpfleger und ich weiß wie schwer es fällt, sich gegen sie zu stellen.
Alles nicht so leicht, aber ein Schritt in die richtige Richtung.