[Born-IT] WLinux für Microsofts »Windows Subsystem for Linux«

Das Startups Whitewater Foundry hat mit WLinux die erste Linux-Distribution, die auf Windows Subsystem for Linux abgestimmt ist, veröffentlicht. Diese WSL-Distribution steht im Microsoft Store für 9,99 US-Dollar zur Verfügung. Kostenlose Linux-Versionen für das ‘Windows Subsystem for Linux’ (WSL) wie


Autor: Günter Born
 
Mit Referenz auf .

Wenn ich das so durchles, sehe ich nicht den Sinn für die Notwendigkeit dieser Distribution. Grafische Anwendungen bekommt man problemlos auch mit den bereits existierenden Distris zum Laufen. Und die Microsoft-Probleme müssen auf M$-Seite gefixt werden, z.B. Rechte 777 für alle Dateien oder .
 
Berechtigte Frage am ende des Beitrags:
Nutzt das wirklich jemand? Ich habe da kein wirkliches Gefühl für. Irgend eine Einschätzung? Wie sieht das bei euch, speziell bei Administratoren im Firmenumfeld mit dem Einsatz von WSL aus?

würde mich auch mal interessieren, wenn ja wofür?
 
Kenne niemanden der sowas einsetzt oder es auch nur getestet hat. Crasht das Hostsystem ist auch das Subsystem tot, sowas betreibt kein zurechnungsfähiger Admin als Produktivsystem. Sollte sich so ein Szenario ergeben greife ich zu Proxmox und lass die Appliance als Container laufen wenn es keine eigene VM sein darf.
 
Bei uns ist das durchaus im Einsatz. Allerdings ist das noch in der Test-/Spielphase, da vielen die Einrichtung und Pflege zu schwierig bzw. zuviel Arbeit ist.

Der Hintergrund ist einfach:
In vielen Firmenumgebungen ist Windows leider fest etabliert. Die Hauptargumente dafür sind Active Directory, Exchange und Microsoft Office. An diesen Komponenten kommt man nur schwer vorbei. Da ist dann auch der Weg nicht weit, bis halt ebenso für die Linux-Admins Windows-Client-Rechner vorgeschrieben werden. Die Administration der Linux-Server erfolgt dann über Putty.

Nach meinen bisherigen Spielereien ist WSL mit Ubuntu durchaus ein Fortschritt gegenüber Putty. WSL bietet einem zumindest ein lokales Linux, dass _fast_ vollständig wie ein normales Standalone-Linux nutzbar ist. Putty ist im Gegensatz dazu "nur" ein SSH-Client. Man hat kein lokales Laufwerk, man kann keine lokalen Programme installieren. Unter WSL laufen sogar grafische Programme problemlos. WSL kann man eher mit Cygwin vergleichen. Dabei läuft WSL aber geschmeidiger und reagiert schneller als Cygwin. Cygwin benutzt Win-API-Calls, während WSL direkt an den Windows-Kernel rangeflanscht ist.

Leider - so muss man leider sagen - ersetzt WSL fast den Linux-Desktop in vielen Anwendungsszenarien. Und wenn politische Entscheidungen im Spiel sind, dann reicht WSL oftmals für die Administration von Linux-Servern aus.

Ich konnte auf Arbeit meinen Linux-Desktop-Rechner retten. Müsste ich nach Standardvorgabe unserer Firma nur mit Windows arbeiten, dann wäre WSL auch meine favorisierte Anwendung zur Linux-Serveradministration.
 
WSL benutze ich regelmäßig - besonders als SSH-Client oder zum Entwickeln. Besonders wenn C++ ins Spiel kommt, ist WSL deutlich angenehmer als erstmal sämtliche Libraries mit der richtigen Visual Studio-Version zu compilieren. Parallel kann man die ganzen Windows-Vorteile (Office, Spiele etc.) nutzen - ohne neu booten zu müssen und ohne den Overhead einer VM.
Seit WSL benutze ich das Linux-Dualboot-System eigentlich nur noch, wenn Docker ins Spiel kommt.
 
Verstehe ich das aber richtig, es handelt sich um eine reine Shell und keine Desktopumgebung?
 
Seit WSL benutze ich das Linux-Dualboot-System eigentlich nur noch, wenn Docker ins Spiel kommt.
Das ist halt die große Gefahr, bei der ich M$ durchaus eine gewisse Bösartigkeit unterstelle. Denn genau in die Richtung zielen dann die Argumente in diversen Firmen, bei denen Linux "geduldet" werden musste.

Verstehe ich das aber richtig, es handelt sich um eine reine Shell und keine Desktopumgebung?
Weder noch.



Windows kann dadurch Linux-Kommandos ausführen. In einem Container stellt M$ einem dann eine Installationsroutine zur Verfügung, in der du eine Linuxdistribution installieren kannst. Ubuntu war die erste, mittlerweile gibt's aber auch andere, z.B. Kali. Mit ein paar kleinen Tricks bekommst du dann fast jede Distri zum Laufen.

Wenn du dann unter Windows noch einen X-Server installierst, z.B. , kannst du grafische Programme laufen lassen. Du kannst sogar mit einigem Biegen und Brechen zum Laufen kriegen (auch ). Etwas problematisch sind diverse Daemons, z.B. Systemd oder Dbus.

Interessant sind auch einige .
 
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