[Technik] WLAN-Barbie: Gesprächsaufzeichnung im Kinderzimmer

Der bekannte Spielzeughersteller Mattel arbeitet derzeit an einer neuen Variante der beliebten Figur Barbie, die auf den Namen "Hello Barbie" hört. Mit einer Spracherkennungssoftware ausgestattet, WLAN und entsprechenden Datenrückflussmöglichkeiten, um eine Optimierung zu erreichen, soll die lächelnde Puppe zum neuen interaktiven Freund der Kinder werden.

Ganz neue Möglichkeiten in der Interaktion sind jedoch nur die eine Seite. So befürchten nicht nur die Anwälte der Campaign for a Commercial-free Childhood (CCFC) Datenschutzprobleme, denn die Auswertung der Gespräche erfolgt nach dem Upload der Daten in eine Cloud und die AGB der dafür zuständigen Firma ToyTalk sehen vor, die Daten zur Auswertung auch an Dritte weiterzugeben. Eine Analyse für Marketingzwecke wird dagegen vom CEO Oren Jacob vehement bestritten.

Unabhängig von den letztlich wirklich genutzten Möglichkeiten zur Analyse, wären Szenarien nicht völlig undenkbar, in denen man nicht nur auf die aufgenommenen Umgebungsgespräche zurückgreift, sondern auch die Puppe entsprechend indiskrete Fragen wie zur finanziellen und lebenstechnischen Situation der Familie, wie beispielsweise auch den Gesundheitszustand, stellen lässt. Dass Daten Begehrlichkeiten wecken und so manches Versprechen nicht in der Form gehalten wurde, wie angeblich geplant, ist auch nichts neues und hinterlässt in dieser Kombination einen deutlich fahlen Nachgeschmack.

Quelle:
 
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  • #2
Immer wenn man denkt, es geht nicht noch einer... Abartig, wie man nur so ein Mensch sein kann, dass man so einen Kram auf den Markt bringt.

Sehr vertrauenswürdig alles. Doch, also eine interaktive Puppe, das ist echt dringend das, was die Kinder am allermeisten brauchen. Welch ein Glück, dass Mattel daran arbeitet.

Kinder lügen noch dazu in manchen Bereichen eher selten. Die aufgenommenen Daten haben also in der richtigen Auswertung einen sehr hohen Wert.
 
Unabhängig von den letztlich wirklich genutzten Möglichkeiten zur Analyse, wären Szenarien nicht völlig undenkbar, in denen man nicht nur auf die aufgenommenen Umgebungsgespräche zurückgreift, sondern auch die Puppe entsprechend indiskrete Fragen wie zur finanziellen und lebenstechnischen Situation der Familie, wie beispielsweise auch den Gesundheitszustand, stellen lässt.
"Susi, mach mal die Webcam an und dann zieh dich aus. Danach gibst du dann Barbie noch schnell die Krditkartennummer von Mutti und Vati. Barbie muss nämlich noch einkaufen gehen." :eek:
 
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  • #4
Stimmt, das fehlt noch. Zwar hat die aktuelle Barbie keine Kamera, aber die "Hello Barbie 2.0" bestimmt, damit sie auch Gegenstände mit dem interaktiv besprechen kann, so zum Lernen und so!!!11fünfvorzwölf

Shize, das ist echt ne Marktlücke. Wenns halt moralisch und technisch irgendwie sicher ginge. Aber macht so oder so zu wenig Sinn, finde ich.
 
Immer wenn man denkt, es geht nicht noch einer... Abartig, wie man nur so ein Mensch sein kann, dass man so einen Kram auf den Markt bringt.
So ging es mir auch als ich das gelesen habe. Noch abartiger sind diejenigen die solchen Müll kaufen. Furchtbar!
 
Warum es da besorgte Eltern geben soll, erschließt sich mir nicht.
Und dies nicht, weil die Eltern Themen festlegen können sollen, die in der Konversation ausgespart werden, des weiteren Zugriff auf Logdateien haben, sondern weil sie die Hoheit haben, solche Produkte nicht in die Nähe ihrer Kinder kommen zu lassen.
 
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  • #7
Natürlich wäre es das einfachste und beste, so etwas schlicht nicht zu kaufen. Aber wie gut das funktioniert und wie kompetent so manche Eltern sind, das ist halt so ne Sache. Das funktioniert nicht einmal zuverlässig bei Erwachsenen. Sonst hätten wir kein Siri, welches Sprache analysiert und auch keine Smartphones und Apps und Rechner, sowie Accounts bei zig Konzernen, die an allen Ecken und Enden Daten zusammenstellen. Dann hätten wir auch mehr Menschen auf der Straße wegen der NSA. Aber nicht einmal das reicht. Also wird der Versuch, Familien auszuspionieren, durch diese Hintertür meiner Ansicht nach sehr gut funktionieren. Und wenn die Kinder bei anderen sind, wo solches Spielzeug benutzt wird, dann hat man auch Pecht gehabt.
 
Das hat man immer. Das ein 10 jähriger bei anderen GTA zockt, kann man nicht ausschließen. Aber ich sehe halt die Gefahr weniger bei den technischen Möglichkeiten sondern bei den Eltern, oder was auch nur meint, sich so nennen zu dürfen:
"Ach, nicht jetzt Schatz, Mami ist gerade bei Facebook. Erzähl das doch Deiner Barbie"
 
wie kompetent so manche Eltern sind, das ist halt so ne Sache.
Die meisten Eltern sind inkompetent und nicht in der Lage, Kinder fachgerecht aufzuziehen. Obwohl das bekannt ist, bleibt es ohne Konsequenzen. Es ist also von der Gesellschaft gewollt, dass Kinder nicht optimal entwickelt werden. Sonst wäre es nicht so.
 
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  • #10
Fehler gehören dazu, ob man die nun auf solch technischer, oder auch sozialer Ebene macht. Es gibt ja auch ganz tolle Eltern, die aber eben von Technik eher nicht so die Ahnung haben. Die schönste Lösung wäre natürlich, wie schon gesagt, entsprechende Kompetenz. Aber bis die vermittelt ist, störe ich mich an Unternehmen, die Produkte entwickeln, die fehlende Kompetenzen ausnutzen. Ja, das sind viele und das hier ist gerade ein aktuelles Beispiel, welches einen ganz neuen Level erreicht hat. Derartig spionierendes Spielzeug in so perfide verpackter Form gabs meines Wissens davor nicht, obwohl ich vorhin sogar echt noch ne Kamera-Barbie gefunden hab. Die gabs schon seit fünf Jahren und hat sogar einen Preis gewonnen.
 
Wie viele von euch haben Kinder? Werden diese "fachgerecht" erzogen? Gibt es eine 'fachgerechte" Erziehung? Hat diese etwas mkt Barbies zu tun? Viele hier sollten lieber keine Kinder bekommen...

Zum Thema: Totaler Quatsch.
 
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  • #12
Magst Du das, worauf Du bei den Fragen hinaus willst, etwas konkretisieren? Ich verstehs grad nicht. :-)
 
Erst hört dieser komische Amazon-Lautsprecher alles mit, dann die Samsung-SmartTVs, jetzt Barbie-Puppen.
Als nächstes noch die Teddybären.
 
Bei der Barbie ist es wenigstens ein deaktiviertes Feature. Inwieweit jemand über Dein Handy-Mikrophon Gespräche abgreifen, weiß man nicht.
 
@MSX: Das so Leute wie C2p meinen die Erziehungs-Weisheit mit Loeffeln gefr...essen zu haben. Ja es gibt Leute die bringen Kindern die falschen sozialen Werte bei. Aber ob sie nun eine Barbie kaufen, die sprechen kann, zeigt sicher nicht, dass sie schlechte Eltern sind.
Haette ich damals unbedingt einen sprechenden Terminator haben wollen, haette Mutter mir den sicher gekauft. Und ich denke sie hat ihren Job gut gemacht bei mir.
Viele Eltern machen gerade bei dem ersten Kind Fehler, da kann sich keiner von freisprechen, aber dieses pauschalisieren, pfui.
 
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  • #16
KapiTN, deaktivierbar schon, aber das ist dann so sinnvoll wie ein Elektroauto ohne Batterie. Man kauft seinem Kind ja kein Spielzeug, bei dem man danach dann genau die Funktion wieder wegnimmt. Dann kann man gleich die normale Variante nehmen.

cokeZ, ah, ok. Joa, so mein ich eben auch. Es gibt ja schon auch gute Eltern, die halt einfach nicht jeden technischen Kram oder sonstwas mitbekommen. Auch ich bekomm ja nicht alles mit und ich beschäftige mich sogar noch mit recht viel Zeiteinsatz mit solchen Themen.
 

Über Dein Handy kannst Du möglicherweise ständig abgehört werden, wer weiß das schon. Daß Google und Apple speichern, was Du per Spracheingabe suchst oder wohin Du fahren willst, davon kann man ausgehen. Die Puppe kann man abstellen und über was mit ihr gesprochen wird, kann man auch kontrollieren.
 
Geht ja sogar noch die Barbie, ich find das Amazon Echo um einiges unheimlicher, fast so unheimlich wie diese Familie die man für den Werbespot zusammen gecastet hat :eek:

 
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  • #19
Juhu, das Teil hat den, bzw. halt einen Big Brother Award bekommen: :T
 
Jetzt erst gesehen. Unfassbar, was für einen Schrott die alle rausbringen.

Aber gut, ne Barbie ist ansich schon ein grauenhaftes Spielzeug und dies nur die Kirsche auf der Scheißetorte. Wo ist Action-Man wenn man ihn braucht?

Von dem Award hab ich im Hamburger Abendblatt gelesen. Erwähnt wurden aber nur Amazon und der BND. Mattel ist sicher Werbepartner. Gute Nacht Journalismus.
 
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