[Technik] Windows-Version des Rawkonverters Darktable scheitert an mangelnder Initiative

Der Open-Source-Rawkonverter Darktable ist aktuell nur für Linux und Mac vorhanden und gerade unter Linux weit verbreitet. Seit geraumer Zeit fordern diverse Windows-Nutzer eine Windows-Version. Da aus dieser Forderung oft hitzige Diskussionen entstehen, haben nun die Entwickler auf ihrem Blog einen Artikel veröffentlicht, der die Zukunftsaussichten einer Windows-Version zum Thema hat.

Das aktuelle Entwicklerteam, dass Darktable nur in der Freizeit vorantreibt, nutzt diverse Betriebssysteme. Windows gehört allerdings nicht dazu. Daher gibt es aktuell auch keine Windows-Version. Die Mac-Version konnte auch erst angeboten werden, als ein Mac-Nutzer Darktable unter OS X erfolgreich kompiliert hatte und seit dem die Mac-Version als Teil des Entwicklerteams betreut. Und genau das ist das Problem mit der Windows-Version. Bisher gab es nur Forderungen seitens der Windows-Nutzer aber so gut wie niemand hat etwas für eine Windows-Version beigetragen. Somit verzichten die Entwickler aktuell lieber auf eine Windows-Version und setzen lieber auf Versionen die sie selbst ausreichend testen und somit die Qualität sichern können. Zumal sie selbst von einer Windows-Version nichts hätten.

Quelle: /
 
Vor vier Jahren haben die Darktable-Boys ihre Defizite , ich sehe deren Problem nicht. Andere schaffen es auch, unter Linux oder OS X Multimedia-Anwendungen für Windows zu entwickeln. Mir persönlich ist das egal, weil ich OS X sowieso brauche.
 
ich sehe deren Problem nicht. Andere schaffen es auch, unter Linux oder OS X Multimedia-Anwendungen für Windows zu entwickeln.

Die haben kein Problem. Ein Problem haben Windows User, die dieses Programm unter Windows benutze wollen.

Wer soll das Sein? Wer entwickelt unter Linux/OS X und kümmert sich selber um die Portierung?
 
Die haben bzw. hatten schon ein Problem: sie haben es versucht und sind gescheitert.
Unter Linux/OS X für Windows zu entwickeln ist keine Seltenheit, wer sich interessiert wird immer wieder darauf stoßen.
 
Was haben sie versucht?

Wer entwickelt Windows-Software unter Linux?
 
Die Entwickler von Darktable haben versucht mit mingw unter Debian für Windows zu entwickeln und konnten die ihnen entstandenen Probleme im Gegensatz zu beispielsweise den Gimp-Entwicklern, die ähnlich vorgingen, nicht beherrschen. Den betreffenden Blogbeitrag habe ich in meinem ersten Kommentar dieses Threads verlinkt.
 
Ich arbeite als Software-Entwickler. Bei uns ist das Gegenteil der Fall. Unsere Software wird nur für Windows entwickelt. Intern gab es mal einen Linux-Port, aber mangels Test- und Entwicklungskapazitäten blieb der auf der Strecke. Die Business-Analysten räumen dem auch keinerlei Priorität ein, da es sich halt in dem Bereich nicht verkaufen lässt, was in Bezug auf Cloud und Cluster wohl eine ziemliche Fehlentscheidung ist.

Wenn man sich jetzt zwingt, kann man durchaus plattformunabhängig entwickelt. Aber leider sind diverse OS-Funktionen zwischen Linux und Windows zu unterschiedlich. Und wenn dann halt zuviele Windows-Funktionen (in C++) verwendet werden, steigt der Arbeitsaufwand ins Unermessliche. Der Port von Linux zu Mac ist hingegen kein großes Ding. Die alte Linux-Version unseres Produktes hatte unser Chef-Entwickler mal in ein paar Tagen auf Android und iPhone zum Laufen bekommen.

Bei Darktable wird's vermutlich genau andersrum sein.

Dabei muss man natürlich auch sagen, dass Darktable ein Open-Source-Projekt ist. D.h. wenn sich Entwickler finden, die das auf Windows umgesetzt haben wollen, dann können die sich ja gern am Projekt beteiligen. Ist ja nicht so wie bei Photoshop, dass jegliche seit Jahren mit der Begründung des niedrigen Marktanteils abgewürgt werden und damit ein Henne-Ei-Problem geschaffen wurde.
 
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Die Entwickler von Darktable haben versucht mit mingw unter Debian für Windows zu entwickeln und konnten die ihnen entstandenen Probleme im Gegensatz zu beispielsweise den Gimp-Entwicklern, die ähnlich vorgingen, nicht beherrschen. Den betreffenden Blogbeitrag habe ich in meinem ersten Kommentar dieses Threads verlinkt.

In dem Artikel werden doch gar keine entstandenen, nicht beherrschbaren Probleme genannt. Oder habe ich da etwas überlesen (um die Uhrzeit durchaus im Rahmen des Möglichen :D)?

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Persönlich kann ich die Entwickler durchaus verstehen. Würde ich ein Programm entwickeln würde ich es auch nur auf den Plattformen verbreiten die ich selbst zur Verfügung habe und unter denen ich somit direkt testen kann. Alles andere wäre mir zu heikel.
 
Nö, hast du nicht. Als Gründe gegen die Windows-Version wird genannt:
  • Aufwand der Erstellung und Pflege eines Installers.
  • Reinbasteln neuer Features müsste dann auch für Windows getestet werden, was wohl zu einem erheblich höheren Aufwand oder einer miesen Qualität führt.

Die Mac-Version gibt's ja auch (nur), weil sich halt ein Entwickler gefunden hat, der diese Probleme angegangen hat.
 
Vor vier Jahren haben die Darktable-Boys ihre Defizite , ich sehe deren Problem nicht. Andere schaffen es auch, unter Linux oder OS X Multimedia-Anwendungen für Windows zu entwickeln. Mir persönlich ist das egal, weil ich OS X sowieso brauche.

Die Entwickler sagen doch aktuell nicht, dass sie es nicht können, sondern, dass sie kein Interesse an der Umsetzung haben.
Linux und Mac haben sie selbst und deshalb ist es klar, dass sie es dafür entwicklen. Außerdem scheinen aus den Linux und Mac Welten auch Externe einen Beitrag zum Produkt zu liefern. Aus der Windows-Welt erhalten sie nur Anfragen, dass sie doch bitte portieren sollen, aber keiner aus der Windows-Welt erklärt sich bereit die Entwickler zu unterstützen. Da die Entwickler das nur als Hobby in ihrer Freizeit machen und von Außen keine Unterstützung kommt, kann man wohl verstehen, dass sie kein Interesse an einer Portierung für Windows haben.
 
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