[Technik] Windows 10 lässt Spiele mit Safedisc-Kopierschutz nicht starten

Kopierschutz - Tim Reckmann  / pixelio.de Zum neuen Betriebssystem gibt es nun auch die ersten Ärgernisse, gerade bei Spielern. Beim neuen Betriebssystem lassen sich nun keine Spiele starten, die mit dem Kopierschutz "Safedisc" ausgestattet sind. Grund dafür ist die fehlende Treiber Datei "secdrv.sys" die noch bis Windows 8.1 mitgeliefert wurde. Ein einfaches kopieren von einer alten Windows Installation ist aber auch nicht hilfreich, da diese meistens nur in 32-bit vorliegt und auch nicht signiert ist.

Dieser Kopierschutz war in den Anfang 2000er Jahren sehr beliebt und wurde für Spiele wie unter anderem Age of Empires II und Need for Speed Hot Pursuit II eingesetzt. Rovi Corporation (früher Macrovision), die für diesen Kopierschutz verantwortlich sind, unterstützen den Kopierschutz schon seit langem nicht mehr und so ist nicht mehr mit einem Patch zu rechnen. Auch ein Interesse diesen zu erstellen scheint nicht vorhanden zu sein. Microsoft meinte noch dazu, dass man einfach die Spiele, die man spiele möchte nochmal online kaufen soll. Die inoffizielle Empfehlung ist die Verwendung eines Kekses. Eine nicht mehr ganz aktuelle Liste (jedoch für Safedisc Spiele ausreichend) findet man unter .

Quellen :


Foto: Tim Reckmann / pixelio.de
 
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Ich hatte noch dieses Jahr bei einem Kunden original WORD 97 auf XP und Win7 PCs gesehen.
Dabei lag das bei denen nicht am Geld für Investitionen. Die wollten halt nicht.

Erst, als ein neuer Server installiert wurde (Win 2012R2) und alles an PCs auf Windows 7 umgestellt wurde, hielt Office 2013 Einzug auf die Desktops.

Zu dem Zeitpunkt war Word 97 schon fast 20 Jahre alt (technisch zumindest) und es lief immerhin unter Win 7. Also so what? So ein Aufstand wegen ein paar gammeliger Spiele?
Es war doch sonnenklar, dass sich bei einem sofortigen Umstieg auf Windows 10 das eine oder andere Problem zeigen wird. Also sollte die Devise doch erst mal heißen: ABWARTEN!
Aber nein, man braucht gleich am Tag X das neue Windows und dann wird gleich herum geheult, wenn was nicht tut.

eS-eS - selber schuld, sag ich da nur. :D
 
Hat Windows 10 irgend einen Benefit? Es wird doch, wie schon 8.0/8.1 über neue Geräte die User erreichen. Und die enge Cloudanbindung mag für eine HDS von Vorteil sein, aber wer würde dafür Microsoft Server wählen? Wer dort gegen das Kleingedruckte verstösst, ist schnell seinen Account und seine schönen Cloud-Daten los. Was steht im Kleingedruckten über Pornographie? Und über das Auswerten = Ausspähen deiner Cloud-Daten durch Microsoft?

Also, solange es keine Killerapplikation gibt, die unter Windows 10 besser performt als unter Windows 7/8/8.1 sehe ich keinen zwingenden Grund, mir über einen Wechsel Gedanken zu machen.

PS: Ups, jetzt den falschen Acc erwischt, sorry. Hier ist ein e zuviel "Weiser(e) ... "
 
Ja klar, dann hast du deine persönliche Killerapplikation entdeckt und musst dir, wie schon vorgeschlagen, Gedanken um Komapatibilität machen. Ein Rechner mit XP wird sich für kleines Geld anschaffen oder umsonst emulieren lassen, um alte Spiele weiter zu nutzen.
 
Ich hab Zocken in einer VM noch nicht ausprobiert, läuft das über Hard- oder Software Rendering?
 
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  • #29
Manchmal Soft, manchmal Hardware. Es gibt auch möglichkeiten nun direkt auf Hardware zuzugreifen. Ein Kumpel von mir macht das. Er hat ein Intel Prozessor mit IGP und hat als Hauptsystem Linux. Wenn er spielen will, schatet er eine Windows VM drauf, die direkt auf die PCI-E Grafikkarte dann springt und ohne Leistungsverlust spielen kann.
 
Ein Keks zu nutzen ist vollkommen Legal und nutze ich so oder so wenn ich so alte dinge nutze - da dann oft auch unnötige Videos und Fehlermeldungen deaktiviert sind ^^
In Deutschland ist das umgehen eines wirksamen "Kopierschutzes" eben nicht legal - und wenn dieser sogar die legal erworbene Version am starten hindert, ist dieser extrem wirksam.

Ich wäre ja eher für einen Musterprozess gegen Publisher oder "Kopierschutz"-Entwickler.
 
Manchmal Soft, manchmal Hardware. Es gibt auch möglichkeiten nun direkt auf Hardware zuzugreifen. Ein Kumpel von mir macht das. Er hat ein Intel Prozessor mit IGP und hat als Hauptsystem Linux. Wenn er spielen will, schatet er eine Windows VM drauf, die direkt auf die PCI-E Grafikkarte dann springt und ohne Leistungsverlust spielen kann.

Dieser "VGA Passthrough"-Ansatz ist ziemlich cool, vom Setup her allerdings noch ein wenig tricky. Blöd ist dabei halt, dass die richtige Grafikkarte vom Host-System keinesfalls genutzt werden kann/darf (hängt natürlich vom eigenen Nutzungsprofil ab ob das schlimm ist oder nicht...).
Wenn ich da auf dem aktuellen Stand bin ist es aktuell auch noch nicht möglich, den Ausgang der PCIE-Grafikkarte auf die integrierte umzuleiten (so wie das Nvidia Optimus normalerweise kann), sodass man zum Zocken auf einen eigenen Monitoreingang (oder einen eigenen Monitor) wechseln muss. Im Guest-OS gibt es wiederum dann keine Möglichkeit irgendwas aus dem Host-OS zu sehen, da letzteres auf die Grafikkarte ja keinen Zugriff hat.

Klassischerweise nutzt eine VM im Hintergrund sowas wie WINE um DirectX auf OpenGL umzusetzen und somit auf "regulärem Weg" die Grafikkarte des Host-OS einzusetzen. Bringt natürlich einen ordentlichen CPU-Overhead mit sich, was sich in der Performance niederschlägt, ist aber um Welten besser als reine Software-Lösungen.
 
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