Wieviel ungekaufte, noch Frische Lebensmittelware/Konsumware landet eigtl. im Müll in unserer Konsumgesellschaft?

Früher habe ich auch eingekauft, als gäbe es kein Morgen. Mittlerweile habe ich das aber richtig gut im Griff. Horte nur noch Gummibärchis, also das, was man wirklich zum Überleben braucht.

Aber laut Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft machen die Lebensmittelabfälle bei Groß- und Einzelhandel gerade mal 4% aus.
Dafür produzieren wir bei uns zu Hause 52%* der Lebensmittelabfälle.

Wer hat dann die restlichen 44% auf dem Gewissen? :unknown:

Die ganze Diskussion hier geht völlig am Problem vorbei

Ist doch hier die ganz normale Härte.
Aber mittlerweile weiss ich wirklich nicht mehr, wer hier wen von was überzeugen will und um was es sich überhaupt dreht. :unknown:
 


Primärproduktion (12%)
Verarbeitung von Lebensmitteln (18%)
Außer-Haus-Verpflegung (14%)

Ich interpretiere das mal als Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Gastro.
 
@KaPiTN: Danke.

Au ja, in der Gastronomie wird wirklich sehr viel weggeschmissen. Bei uns hier fährt erst seit kurzem ein LKW die Gaststätten an und holt die in speziellen Tonnen gesammelten Reste ab. Die Gastronomen machen dankbar mit.

In meiner Kindheit gab es mächtig Trara, wenn mal ein Pausenbrot nicht gegessen wurde. So ändern sich die Zeiten.
 
Früher wurde die Salatgarnitur auf deinem Schnitzelteller ja auch für den nächsten Gast wiederverwendet.
Aus hygienischen Gründen dürfte das wohl nicht mehr gang und gäbe sein :cool:
 
@Chegwidden: War früher berufsmässig schon in diversen Gastroküchen und kenne einen Kontrolleur. Gehe aber davon aus, dass hier noch nicht alle gegessen haben und bin still.
 
Ich weiß nicht, ob es früher nicht so viel Gedöns mit dem den Amtstierärzten gab, aber in meiner Erinnerung hatten in meiner Kindheit viele Gasthöfe noch Schweine, da gingen Reste vom Schnitzel, Pommes und Zitronenscheiben in Eimern zur Wiederverwertung für das nächste Schnitzel.

Und meine Eltern konnten auch nichts wegschmeißen, die wußten noch schmerzlich, was Hunger ist.
 
Schweine sind keine Veganer!:D
In meiner Kindheit, Baujahr 1962, gab es am Sonntag Fleisch, ganz selten an Wochentagen, Würstchen mal ausgeschlossen.
 
Dann müßte man die Frischwarenauslage abschaffen. Frische Ware nur mit Bestellung am Vortag. Nicht nur bei Fisch, sondern auch bei Obst und Gemüse, Fleisch und Brot.

Und Autos mit 18 Jahren Lieferzeit, ja ne das kennen wir doch irgendwo her :)

@Chegwidden: War früher berufsmässig schon in diversen Gastroküchen und kenne einen Kontrolleur. Gehe aber davon aus, dass hier noch nicht alle gegessen haben und bin still.
Raus damit - gerne auch im Spoiler :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, bei fast allen Lebensmitteln wäre die Lieferzeit unter 3 Jahren.

Median vermutlich deutlich unter 1 Jahr.

Selbst Rindfleisch wäre passabel deutlich unter 2 Jahren möglich:


Ohne mich all zu weit aus dem Fenster zu lehnen wären vermutlich 6 Monate bei fast allem haltbar wenn mans wirklich drauf anlegt und es sich etwas eingependelt hat. Preise würden dann halt gelegentlich deutlich schwanken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viel zuviel deshalb gibts Foodsharer

Arbeitskollegin bekommt da drüber fast 90 ihres Gemüse und Brotbedarf her
 
Wenn Leute Essen aus den Kontainern fischen,
dann liegt der Fehler irgendwo in der Kette davor.

Dachte immer wir leben in einem halbwegs zivilisierten Sozialstaat...
 
Die Kette kann allerdings auch damit beginnen, dass der fischende ein 450 Euro teures Smartphone besitzt und X Euro monatliche Fixkosten für 'Dinge' hat.
Verhungern tut jedenfalls so ziemlich niemand in Deutschland und das liegt nicht daran, dass Container aufgebrochen werden.

Der Link von Laui ist ein ganz schönes Beispiel. Da geht es ja nicht um zwei syrische Flüchtlinge, die fast verhungert wären, sondern um zwei Studentinnen, die 'ein Zeichen gegen Verschwendung' setzen wollten.
 
Dachte immer wir leben in einem halbwegs zivilisierten Sozialstaat...

Sozialstaat schon. Aber auch in einer degenerierenden Zivilisation, wenn sich "im-Recht-fühlen" von immer mehr Leuten als wichtiger und höherwertiger angesehen werden sollte, als das Recht.

Ob das bei Containern, Friday for Future, Tierschützern oder woanders ist.
 
Stimmt schon,
die Zivilisation degeneriert grade von zwei verschiedenen Ecken aus,
aber das beantwortet nichts.

1. Warum landet Essen im Kontainer.
2. Warum holen es leute daraus.

Beides nicht richtig.
 
Diese Greta man mag sie hassen, aber sie bewirkt dass wir alle mal ein bisschen nachdenken positiv wie negativ.. Ich denke man muss langsam mal iwie reduzieren, es kann nicht alles nach dem Prinzip "Ich kann mit entsprechendem Geld mir alles kaufen was ich will und das in ausreichender Überschuss Menge". Es heisst immer der Konsument hat ja auf all das Einfluß, ich würde mir aber mehr wünschen die Industrie würde uns den Riegel vorschieben. "Heute gibts keine Avocados, Pech!"

Da gehe ich D'accord. Das Argument "Der Markt will das aber so" kann ich einfach nicht mehr lesen/hören. Jeder, der etwas mehr Überblick über Konsumenten hat, weiß, dass sie dumm sind. Als Konsumenten, versteht sich, denn die meisten informieren sich einfach nicht, sondern wollen nur "haben".

Ich bin aber eher pessimistisch was diese Menschheit angeht, es reicht ja auch nicht wenn dann ein Global Player, ein Land voranschreitet und Dinge vllt besser macht, sich damit aber politisch isoliert.

Die Menschheit müsste es schaffen, an einem Strang zu ziehen. Aber aufgrund unserer bisherigen Natur erscheint dies nicht möglich. Zuviele, die Macht haben wollen und auch bekommen. Wir werden regiert von Narzissten, Psychopathen und Soziopathen. Und lassen es zu.
Ich sehe da ebenfalls schwarz, was uns betrifft.

Oder auch Kleidung, Mode, poah will nicht wissen wieviel davon auf den (geheimen) Müll oder Müllverbrennungsanlagen landet.

Das betrifft eben alle Konsumgüter und ich sage für mich, es kann auf jeden Fall nicht so weiter gehe.

Klingt aber stark nach Verschwörungstheorie.

Klingt nach Sozialismus was ich hier fordere, aber warum auch nicht.

Was du forderst ist halt gegen die "freie Marktwirtschaft". . Das geht nicht.

Zum Thema Sozialismus sei aber noch gesagt, dass ich der Meinung bin, dass man sich politisch nicht auf nur eine Richtung beschränken, sondern die positiven Aspekte aus verschiedenen System abkupfern sollte. Dazu zählt für mich auch die klare Regulierung eben in der Marktwirtschaft, wenn deutlich abzusehen ist, dass es uns schadet (Natur, Klima, gesundheitlich z.B.).
 
Ich denke, daß mit der Mode, die auf dem Müll landet ist weniger geheim als auch keine Verschwörungstheorie.
Aldi und Lidl gehören zu den größten 10 Textilhändlern Deutschlands. Und die haben sicher keine Lager für unverkaufte Akionswaren.

Ich kenne jemanden, der in in einer Verbrennungsanlage schafft. Manchmal, ist streng verboten, nimmt er da mal was von der Discounterware mit. Noch eingeschweißte Kleidung oder einen Satz Gartenmöbel.
 
Aber streng verboten, die Sachen mitzunehmen. Wie bescheuert ist das bitte? Lieber vernichten als nutzen?

Das ist in der Tat eine Verschwendung von Resourcen.
 
@KaPiTN:
Kenn ähnliche Stories von den Müllkutschern hier.
Da werden halt z.T. ganze Paletten verpackt entsorgt.

Läuft halt so:
Lidl bestellt zwei Parletten $Aktionsware.
Aktionsware verkauft sich nicht.
zweite Palette wird nicht mal angefangen,
zweite Palette wird komplett entsorgt.

Lidl hohlt aus den Geschäften idr. nur wirklich teure Waren wieder zurück,
der rest landet im Müll.
 
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