Wie mit Holocaustdenkmal umgehen?

Einen geeigneten Treffpunkt würde ich es auch nicht unbedingt nennen. Aber in der Nähe ist schon einiges: Potsdamer Platz, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, das sogenannte "Berlin Mitte", der große Tiergarten, Unter den Linden, etwas weiter Regierungsviertel mit Hauptbahnhof. Aber eher alles Touristenorte.
 
Aber in der Nähe ist schon einiges: Potsdamer Platz, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, das sogenannte "Berlin Mitte", der große Tiergarten, Unter den Linden, etwas weiter Regierungsviertel mit Hauptbahnhof. Aber eher alles Touristenorte.
Schon klar, da is nur nix essentielles dabei, was zum Rumtoben im Denkmal sonderlich einladen würde. Das is einfach schlicht zwar sehr zentral aber trotzdem mehr oder weniger im Nirgendwo.

Unter den Linden? Da kauf ich mir ein Lacoste-Shirt und danach geh ich gepflegt ne Stele anpissen.
Regierungsviertel? Da hab ich ma gearbeitet. Die hatten leider Klos da in den Büros (bzw. in den Gebäuden). Wäre gern lieber rausgegangen ne Stele anpissen.
Hauptbahnhof? Ja, jedes Mal wo ich da war hatte ich das dringende Bedürfnis, ewig zu latschen, bis ich so ne Stele anpissen konnte.
 
Re: beliebte Berliner Urinale

Alexanderplatz 110178 Berlin–Mitte

Am Köllnischen Park 210179 Berlin–Mitte

Ebertstraße 2210117 Berlin–Mitte

Unter den Linden 7810117 Berlin–Mitte

Jägerstraße 2010117 Berlin–Mitte

Unter den Linden 5610117 Berlin–Mitte



Ich hoffe, ich konnte etwas zum Thema beitragen. :rolleyes:
 


Jup weil ein Artikel auch alles wiederspiegelt, cool dass es mittlerweile soweit gekommen ist dass die Leute glauben wenn es nicht in einer Zeitung steht, existiert es nicht. GG


Dass da mal jemand dranpinkelt hab ich im Übrigen nie in Abrede gestellt.
Ich bezweifle nur stark dass es so signifikant häufig vorkommt um es einen 19.000 m² Klo-Ersatz zu nennen.
Andere Denkmäler, Kirchen, Spielplatzgeräte, Bushaltestellen oder Mülleimer der U-Bahn werden ähnlich oft angepinkelt werden.
Daher kann ich das nicht als allgemeine Kritik an diesem Denkmal nachvollziehen.

Und ich persönlich finde dieses Denkmal sehr interessant und aussagekräftig.
 
Wie kann man nicht verstehen, daß es bei einem Mahnmal um die Opfer geht, nicht um Schuld und Täter?

Es ging mir nicht um das Mahnmal an sich, das hatte ich gar nicht kritisiert (lesen hilft manchmal! ;) )
Ich leugne weder den Holocaust, noch die Tatsache, dass man daran geschichtlich erinnern sollte.
Aber ist ja mal wieder soooo einfach, irgendwas anderes zu unterstellen, gelle?

Als wenn es euch sonst auch nur ansatzweise mal um die Opfer gehen würde ... :rolleyes:

Mir ging es um die in meinen Augen bescheuerte Aktion des israelischen Künstlers.
Und ich bleibe dabei, dass er dies mal lieber in seinem eigenen Land machen sollte, Israel hat genügend Schuld auf sich geladen und tut es weiterhin.

Selbstverständlich installierten die Westmächte nach dem WK-II in der BRD ein schwaches Parlament, bedingt durch den Wahlmodus und die Zweitstimmen.
Selbstverständlich wurde Jahrzehnte lang die (Erb-)Schuld der Deutschen in die Gehirne der Nachkommen eingehämmert.
Selbstverständlich gibt es hunderte von (Unterhaltungs-)Filme der Amis und Briten über die bösen Nazis - aber kaum welche, die eigene Verfehlungen zum Ziel hatten.
Selbstverständlich ist es aber nicht, dass andere Staaten an das Unrecht erinnern, dass sie anderen Völkern oder dem eigenen angetan hatten. In ganz ähnlich grausamen und widerwärtigen Vorgängen, wie bei Nazis und Wehrmacht.
Selbstverständlich ertönt jedes Mal heftiges Geschrei, wenn es Deutsche wagen, die israelische Siedlungs- und Palästinenserpolitik zu kritisieren.
Selbstverständlich wird immer wieder nur mit der Nazikeule geschwungen, wagt man es als Deutscher, auf die Missetaten anderer Länder hinzuweisen und vor allem Kritik an mangelnde oder erst gar nicht statt findender Aufarbeitung.

Stalin- und Mao-Denkmäler gibt es noch massig.
 


Wo, wenn Du das Mahnmal nicht kritisierst, wird denn die dt. Geschichte auf 12 Jahre reduziert? Darauf bezog sich mein Einwand. Wenn man lese kann, hat man gelesen, daß das Mahnmal hier das Thema ist.


Bei allem, was Du inklusiv zwischen "Selbstverständlich" und "Aufarbeitung" schreibst, weiß ich nicht, was und warum Du da faselst und was das mit dem Thema zu tun haben soll.
 


Okay, Felix ist nix und wenn Du das Tor dazuzählst dann sind Potsdamer Platz und Reichstag auch nix.



Wie ich schon schrieb würde dies nicht mit der Geographie zusammenhängen sondern mit meiner Art wie ich mich darüber äußern würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doc Lion, Dazu hatte ich ganz zu Anfang mal was geschrieben.

Der Geschichtskritische Umgang in Deutschland ist ein Ergebnis des 2. Weltkrieges. Und eine Errungenschaft, man muss das leider so sagen, wenn man sich anschaut wie weit verbreitet systematische Geschichtsumschreibung oder Geschichtsleugnung heute noch stattfindet. Türkei und Japan fallen mir da spontan ein. Israel bis vor wenigen Jahrzehnten noch und die arabischen Staaten bis heute.
Ein bisschen mehr Aufarbeitung von Schandtaten in der Vergangenheit würde vielen Ländern sehr gut tun.

Generell ist 'was die anderen machen' nicht entscheidend, es geht ja darum, was wir als einen sinnvollen Umgang sehen, 'ja aber die anderen sind viel schlimmer im Umgang' sollte da kein Maßstab sein.
 
Das Projekt wurde eingestellt, so wie nun auf der Website zu lesen ist.
 
Das Projekt wurde eingestellt, so wie nun auf der Website zu lesen ist.

Reicht doch auch.
Es hat einmal seine Wirkung gehabt.

Leute wie ich konnten es gut finden, andere konnten sich darüber aus unterschiedlichen (teils legitimen, teils dämlichen) Gründen aufregen.

Gibt keinen Grund das jetzt weiter zu führen.
 
Ich finds schade. War für sich genommen irgendwie selber ein Mahnmal.
 
Die Aktion, die Shahak Shapira auf der im Startbeitrag verlinkten Website als Projekt bezeichnet.
 


Kann man das in Frage stellen? - Ist es ein Projekt oder doch eher Alltag so in der Front einer toten Menschenaufschüttung zu reagieren, zu lachen und selfies zu machen. Das war ja auch die Frage hier im Thema oder des Projektautors.

Er hat das Thema bzw. die Problematik doch ganz sinnvoll in Kontext gesetzt, ich hoffe Archive.org hat da einen Spiegel von. Es wäre nämlich schade wenn der Vergleich hinken würde und alle sagen "ich bereue es und tue es nie wieder". Vielleicht fehlt "Auf" bzw. Erklärung wie man darüber nachzudenken hat?
 
Zuletzt bearbeitet:


Du hast auch geschrieben, es ist die "Location" was die Leute fasziniert. Und da gebe ich dir recht. Es ist einzigartig, nicht? Ich kenne nichts vergleichbares.

Ist es wohl auch, aber wenn man darauf aufmerksam gemacht wird, was für Verbrechen begangen wurden. Würde man dann immer noch so lächeln?
Bzw. wenn dir Bilder gezeigt werden, wie es hätte anders aussehen "können", wie sind immer noch beim hätte....

Und daher meine Frage, fehlt die Aufklärung? Ein "ernster" Umgang?
 
Es geht ja nicht um Neuorientierung.

Die Verbrechen waren ebenso real e das Mahnmal jetzt real da steht. Wieso lächeln?
Der Ort dient der Aufklärung
 
@Ruby:
You can educate a fool, but you cannot make him think (oder in deinem Fall: stoppen gegen das Denkmal zu pissen)
 
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