Wie kann man nicht verstehen, daß es bei einem Mahnmal um die Opfer geht, nicht um Schuld und Täter?
Es ging mir nicht um das Mahnmal an sich, das hatte ich gar nicht kritisiert (lesen hilft manchmal!

)
Ich leugne weder den Holocaust, noch die Tatsache, dass man daran geschichtlich erinnern sollte.
Aber ist ja mal wieder soooo einfach, irgendwas anderes zu unterstellen, gelle?
Als wenn es euch sonst auch nur ansatzweise mal um die Opfer gehen würde ...
Mir ging es um die in meinen Augen bescheuerte Aktion des israelischen Künstlers.
Und ich bleibe dabei, dass er dies mal lieber in seinem eigenen Land machen sollte, Israel hat genügend Schuld auf sich geladen und tut es weiterhin.
Selbstverständlich installierten die Westmächte nach dem WK-II in der BRD ein schwaches Parlament, bedingt durch den Wahlmodus und die Zweitstimmen.
Selbstverständlich wurde Jahrzehnte lang die (Erb-)Schuld der Deutschen in die Gehirne der Nachkommen eingehämmert.
Selbstverständlich gibt es hunderte von (Unterhaltungs-)Filme der Amis und Briten über die bösen Nazis - aber kaum welche, die eigene Verfehlungen zum Ziel hatten.
Selbstverständlich ist es aber
nicht, dass andere Staaten an das Unrecht erinnern, dass sie anderen Völkern oder dem eigenen angetan hatten. In ganz ähnlich grausamen und widerwärtigen Vorgängen, wie bei Nazis und Wehrmacht.
Selbstverständlich ertönt jedes Mal heftiges Geschrei, wenn es Deutsche wagen, die israelische Siedlungs- und Palästinenserpolitik zu kritisieren.
Selbstverständlich wird immer wieder nur mit der Nazikeule geschwungen, wagt man es als Deutscher, auf die Missetaten anderer Länder hinzuweisen und vor allem Kritik an mangelnde oder erst gar nicht statt findender Aufarbeitung.
Stalin- und Mao-Denkmäler gibt es noch massig.