Wie lange bleibt so ein Notebook "aktuell"?

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  • #21
Aktuell ist es aber schon jetzt nicht mehr. Kastrierter i7 Prozessor, nur 300 mBit WLAN, unverhältnismäßig kleiner Akku. Vorteile sehe ich beim Speicherausbau auf bis zu 16GB und dem Full-HD Display. Warum man in einem Notebook eine CPU verbaut die mit aller Gewalt und Inkaufnahme massiver Leistungseinbußen auf 15 Watt geprügelt wurde mit einer GPU paart die bei Solitäre schon 30 Watt frisst werde ich nie verstehen.

Dass ein Notebook aus 2013 Mitte 2015 nicht mehr aktuell ist, leuchtet ein ;)

Aber:

Kleiner Akku? Der hält über 12 Stunden.
Und er hat doch 16 GB Ram?!
Steht doch alles oben in den Specs.
 
Hast du die nVidia-Karte deaktiviert oder rennt der im Energiesparmodus? Ich hab 'nen XT3 der mit einem i7 der dritten (?) Generation ohne Grafikkarte (also Intel HD 4xxx) mit einem 60Wh Akku keine 4 Stunden bei der Arbeit durchhält.
 
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  • #23
Hast du die nVidia-Karte deaktiviert oder rennt der im Energiesparmodus? Ich hab 'nen XT3 der mit einem i7 der dritten (?) Generation ohne Grafikkarte (also Intel HD 4xxx) mit einem 60Wh Akku keine 4 Stunden bei der Arbeit durchhält.

Ich weiß es nicht, ob sie deaktiviert ist. Wo kann ich das sehen?
Ich hatte noch nie ein Notebook, das so lange durchhält und mein HP, der nochmal 200€ teurer war, hält nicht halb so lang durch. Ich muss dazu sagen, dass er natürlich beim normalen Arbeiten bis zu 12 Stunden hält. Mit Youtube oder so nicht, dann aber sicherlich auch seine guten fünf bis sechs.
Was ich noch fragen wollte: Was bedeutet es, dass ein Prozessor kastriert ist?
 
Bei den aktuellen Latitude-Modellen kann man im BIOS einstellen ob man mit der integrierten Grafik, der Addon GPU oder beidem arbeiten will. Vielleicht bietet der Inspiron eine ähnliche Möglichkeit. Mit kastriert meine ich dass dieser i7 ein Dual-Core ist und nicht wie üblich ein Quad-Core. Der Grundtakt ist mit 1,8GHz unterer Durchschnitt und der Boost auf 3GHz klingt zwar super wird aber nach kurzer Zeit thermisch gedrosselt. Zum Vergleich: Der über ein Jahr ältere 3612QM hängt den 4500U in jedem Detail ab. Ein Notebook ohne Grafikkarte aber richtigem i7 wäre ein besserer Weg.
 
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  • #25
Woran würde man diese Kastration in der Praxis merken? Denn bisher läuft das System so flüssig, wie bisher keines, das ich hatte.
Aber eigentlich ging es ja nicht darum, wie schlecht mein Notebook ist und wieviel besser selbst viel ältere Modelle sind, sondern wie lange es noch so gut nutzbar ist, wie jetzt ;)
 
Im normalen Office Betrieb merkt man den Unterschied nicht. Mich stört bei diesem Laptop das Ungleichgewicht der Leistung. Auf der einen Seite eine mobile Gamergrafikkarte, auf der anderen Seite ein unnötig heruntergetakteter Prozessor mit halbierter Kernanzahl aus dem Enthusiast-Bereich. Immerhin hast du ja gefragt was ich mit "kastriert" meinte. Ich hätte einfach sagen können "weil er schlecht ist", ein Vergleich zu einer älteren aber leistungsfähigeren CPU mit Erläuterung ist aber sinnvoller.

Für Office-Anwendungen wird der Laptop von der Leistung wahrscheinlich bis 2025 wenn nicht länger reichen. Selbst ein Pentium 4 geht mit 3GB RAM und SSD recht flutschig unter Windows 7 x64. Wenn man die Stromrechnung außen vor lässt reicht der heute noch für ein wenig Word, Mails lesen und surfen. Mein Netbook aus dem Jahre 2009 leistet mir nach Aufrüstung auf 2GB RAM + SSD noch sehr gute Dienste für diverse Analysezwecke obwohl darin der zweitschlechteste Atom-Prozessor drinnen steckt den Intel je auf den Markt brachte. Die Frage ist wohl eher ob das Notebook in 5 Jahren noch zu deinem geplanten Anwendungszweck passt. Die 16GB RAM dürften hier eine gute Investition gewesen sein, die 256GB SSD müsste möglicherweise in ein paar Jahren weichen.
 
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  • #27
Gibt es denn ein vergleichbares Produkt mit nicht herungergetaktetem Prozessor? Ich habe gerade mal geschaut, mein HP hat einen i7-4510U und eine 850m. Ist das auch kastriert? Weil Dual Core ist der ja auch, aber Notebookcheck bezeichnet den als "das obere Ende der Desktop-Replacements". Trotzdem gefällt er mir lange nicht so gut, wie der Dell und von der Leistung her merke ich absolut keinen Unterschied, wirklich null. Nur beim Akku - der hält wenn's hochkommt 3 Stunden ;)

edit: Gerade mal recherchiert: Besser scheint wohl nur das Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q) zu sein - also offenbar alles Klagen auf hohem Niveau, wo ich ja eigentlich beide Geräte nur für Office-Kram brauche.
 
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Die von Intel sind "nur" Dual-Cores. Ist halt die Stromsparserie von Intel. Willst du mehr Leistung, musst du die CPUs mit M, MQ usw. nehmen.

Aber jetzt mach Dir mal keine Gedanken. Wie erwähnt, wirst du Dein Notebook auch in 10 Jahren noch benutzen können. Die Graka ist in meinen Augen wirklich einer der wenigen Schwachpunkte, da du die 3D-Leistung der Nvidia-Karte nicht brauchst, die Karte Dir aber vermutlich den Akku leerzieht. Aber im Grunde genommen ist das auch egal. Der Akku wird nach 4-5 Jahren sowieso seine Laufzeit stark verkürzt haben.

Und zum Lenovo G50:
Meine Schwester hatte sich vor 2 Jahren so ein Teil gekauft für 400€ - allerdings mit Core i3 statt AMD-CPU. Ich hab ihr damals davon entschieden abgeraten. Sie hatte sich ein halbes Jahr mit Win 8.1 rumgequält. Das Windows hatte ihr Ex zusätzlich noch "optimiert" (Registry Tuner, Performance Tuner, zusätzlicher Virenscanner, fette Firewall). Zumindest war das Ding dann fast gar nicht mehr benutzbar. Startzeit ca. 1 Minute. Ständig poppte irgendwas auf. System war nur am Swappen.

Nach dem halben Jahr Leidenszeit kam sie dann angerannt und hat sich von mir ein OpenSuse drauf installieren lassen. Seitdem verwendet sie das Notebook ganz gern. Das Notebook rennt noch immer nicht, aber es ist ziemlich stabil und vor allem benutzbar. Bei einigen Sachen (Akonadi-Server für die E-Mail-Konten, Suse-Repositorys für die unfreien Codecs) musste ich auch etwas länger fummeln. Aber insgesamt ist das Open Suse ein Unterschied wie Tag und Nacht zum vorinstallierten (mit Crapware zugemüllten) Windows 8.1. Open Suse nehm ich ganz gern, wenn ich weiß, dass ich die folgenden Monate nichts mehr administrieren kann oder will.

Die größte Schwäche des G50 ist aber eine, die man offensichtlich sieht, wenn man das Notebook benutzt. Man sieht sie aber nicht in der Spec auf den ersten Blick:
Das Ding hat bei 15"-Bildschirmgröße eine Auflösung von 1366x768. Und das Display scheint zusätzlich noch ziemlich preisoptimiert zu sein. Texte lesen macht auf dem Teil keinen Spaß. Die ganze Subpixel-Hinting-Geschichte gerät bei dem Ding arg an seine Grenzen. Einfach ausgedrückt bestehen die Buchstaben aus verwaschenen Lego-Klötzchen.

An dem Lenovo G50 ist eigentlich so ziemlich alles schlecht:
Core i3 ist ok, die AMD-CPU ist Müll. Display ist absoluter Müll. Die Festplatte mit 500 GB ist schnarchlahm - Müll. Für das, was es leistet, ist das Notebook zu groß und schwer. Ich glaub, die Tastatur war halbwegs ok.

Ausblick:
Auffälligerweise kommen in den letzten Jahren erstaunlich viele Notebook mit einer Display-Auflösung von 1366x768 auf dem Markt. Bei Smartphones können es hingegen seit 2-3 Jahren nicht mehr genug Pixel sein. FullHD ist das Minimum. Ich vermute mal ganz stark, dass in wenigen Jahren bei Notebooks auch der Trend zu HiDPI geht. Denn da die CPU-Leistung kein Zugpferd mehr ist, wird das 4k-Display in Zukunft das absolute Werbezugpferd werden. Ich hab bereits ein Notebook mit HiDPI (13" mit 3200x1800). Die Betriebssyteme werden gerade sukzessive dafür fit gemacht, die Browser + Libre Office kommen schon damit klar. Und es ist ein enormer Unterschied zum herkömmlichen Display.
 
Was mir an meinem Laptop stark auffällt ist das die HDD das ganze System bremst, vermute mal die hat auch nur 5400 Umdrehungen.
Austauschen könnte man die und würde das auch gerne, aber dann ist mir der Speicher zu wenig. Ich müsste ja von 1000 GB auf 128 GB oder 256 GB umsteigen, bei größeren SSD's ist mir der Preis zu hoch.

Da hier ein MHD von 3 Jahren prognostiziert wurde, kann man das belegen?
Das kommt doch bestimmt drauf an wie oft der Laptop benutzt wird, wie der Benutzer mit umgeht und welche Hardware verbaut ist.
Das erste was meiner Meinung kaputt gehen könnte wäre die HDD, aber die kann man ja bei den meisten Laptops (nicht Netbooks) leicht wechseln.
Ein Netbook hab ich auch wollte da mal eine SSD reinmachen, da muss man das ganze Gerät zerlegen, hatte es probiert und hab dann an einem Punkt aufgehört, da ich dachte ich mache gleich was kaputt.
 
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  • #30
Sind diese 4k-Monitore denn lohnenswert oder gar revolutionär, was den Komfort/Leisbarkeit anbetrifft?

Ansonsten muss ich sagen, dass mir das mit dem Schwachpunkt des Grafikchips so wirklich nicht klar war. Aber jetzt wird auch deutlich, weshalb meine bisherigen Notebooks (allesamt Business-Notebooks, die ich über die Firma meiner Eltern bekam) niemals mit spieletauglihen Grafikchips ausgestattet waren. Immer nur diese Intel-Dinger.

Eine Frage mal zu Business-Notebooks: Wie erwähnt hatte ich, bevor ich anfing, mir die Geräte selbst zu kaufen, in den Jahren zuvor immer Business-Notebooks von HP. Die Geräte sind unheimlich teuer aber haben, vom Datenblatt her, keine beeindruckenden Werte vorzuweisen. Beispielsweise sind die Dinger mit 256 GB Festplatte, 8 GB Ram, Intel-Grafik ausgestattet und kosten dann ~3000€. Welchen Grund hat das? Diese Geräte finden sich bei allen Herstellern, ob Dell, HP oder IBM.
 
4K-Monitore:
Öffne einfach mal 'ne Internetseite auf Deinem Smartphone und eine auf Deinem normalen PC / Notebook / SmartTV.

Während beim Smartphone die Schrift richtig scharf ist, hast du bei den anderen Bildschirmen immer helle und dunkle Bereiche in den Buchstaben. Das wird durch das Subpixelhinting, d.h. Interpolation erreicht, um die Buchstaben geschmeidiger aussehen zu lassen. Aber an die Qualität des Smartphones kommst du nicht mal ansatzweise ran.

Bei meinem HiDPI-Notebook sieht das dann so gut aus wie beim Smartphone. Fotos wirken etwas schärfer, aber da fällt es nur gering auf. Bei Filmen siehst du keinen Unterschied. Aber Texte sehen halt wesentlich besser aus. Es liest sich auch angenehmer. Man kann sich dadurch etwas länger konzentrieren, hab ich den Eindruck.

Interessanter Seiteneffekt:
Bei diversen UI-Elementen werden die Icons teilweise nur skaliert. Die wirken dann etwas unscharf.

Business-Notebook:
Diskussion zu Dell. Ok, da ging es nicht um Notebooks sondern um Bürokisten von Dell. Die Parallele dürfte aber ersichtlich sein. Business-Notebooks sind auf Zuverlässigkeit ausgelegt. Im Normalfall sind die Dinger robust gebaut und zerfallen nicht gleich, wenn sie 5x mal durch die Stadt getragen werden. Und natürlich hast du dann auch noch einen besseren Support, der ein ganzes Stück des Preises ausmacht.
 
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  • #32
4K-Monitore: Kann es sein, dass Apple solche Monitore schon ein paar Jahre in ihre Notebooks einsetzt? Eine Freundin von mir hat ein Macbook mit nie zuvor gesehener Bildschirmschärfe.
 
Japp, heißt bei Apple Retina.

Das Problem bei Windows und auch Linux war halt bisher, dass die gesamte Darstellung auf 96 DPI ausgerichtet war. Demzufolge würden halt die Dialoge und Icons bei >200 DPI so klein erscheinen, dass man 'ne Lupe bräuchte. Bei den Schriften (Truetype, Opentype) funktionierte das hingegen schon seit einigen Jahren.

Mittlerweile sind aber die meisten Oberflächen angepasst. Es gibt noch kleinere Probleme, aber im Großen und Ganzen funktioniert das Skalieren schon ganz gut. KDE5 verwendet z.B. SVG-Grafiken für die Icons im Breeze-Thema, die halt mit beliebigem Faktor ohne Verlust skaliert werden können. Windows 10 kann auch damit umgehen.
 
Bei Apple heißt das 'Retina-Display', da man sich bei der Punktdichte an der maximalen Auflösung des Auges orientiert. Das ist somit nicht zwangsläufig 4K, sondern eben das was in Abhängigkeit des üblichen Betrachtungsabstands und der Bildschirmgröße sinnvoll ist, sodass keine einzelnen Pixel mehr erkannt werden können.

EDIT: Hmpf, hätte ich mich auch auf einen halben Satz beschränkt wär ich schneller gewesen :p
 
Eine Frage mal zu Business-Notebooks .. Die Geräte sind unheimlich teuer aber haben, vom Datenblatt her, keine beeindruckenden Werte vorzuweisen. Beispielsweise sind die Dinger mit 256 GB Festplatte, 8 GB Ram, Intel-Grafik ausgestattet und kosten dann ~3000€. Welchen Grund hat das?
Nimm einen Latitude E6540 mit Standardausstattung (Core i7, 256GB SSD, 8GB RAM) der um die 2000€ netto aufwärts kostet, halte ihn zwei Meter hoch und lasse ihn auf einen Betonboden fallen. Außer ein paar Kratzer hat das Ding nichts. Bei Dell lassen sich bei den Business-Notebooks (bis auf Ultrabooks) alle Komponenten selbst tauschen und aufrüsten. Tausch einer Tastatur dauert 2 Minuten, Festplatte wie RAM ebenso und ein neuer Bildschirm ist in unter 10 Minuten eingebaut. Für einen Homeuser sind das bedeutungslose Details, denn er hat ja nur ein Notebook. Ob er zum Tauschen einer Festplatte zwei oder zwanzig Minuten braucht ist ihm egal. In einer Firma wo mal 50 oder 100 Notebooks im Umlauf sind und von der Geschäftsführung ein Update aller Notebooks auf SSD angeordnet wird ist das aber was ganz anderes.

Für mich ist 4k nach 3D der nächste Marketingschwachsinn auf den man als normaler User getrost verzichten kann. Irgendwas brauchen die Hersteller damit sie neue Hardware in die Wirtschaft pumpen können. Was durch geplante Obsoleszenz nicht vernichtet wird muss halt schnell als technisch veraltet gelten.
 
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  • #36
Nimm einen Latitude E6540 mit Standardausstattung (Core i7, 256GB SSD, 8GB RAM) der um die 2000€ Netto aufwärts kostet, halte ihn zwei Meter hoch und lasse ihn auf einen Betonboden fallen. Außer ein paar Kratzer hat das Ding nichts.

Das allerdings kann ich bestätigen. Mein damaliges HP-Business-Notebook (Typ weiß ich leider nicht mehr) ist mir mal die gesamte Treppe runtergefallen. Da war Plastik abgebrochen, das Gehäuse zerkratzt, aber rein technisch hat er noch weitere vier Jahre einwandfrei durchgehalten. Ich habe mich damals schon gewundert, aber hatte das eher der Marke HP zugeschrieben.
 
Für mich ist 4k nach 3D der nächste Marketingschwachsinn auf den man als normaler User getrost verzichten kann.
Gewohnheit. Oder eher: Was der Bauer nicht kennt…

Hast du schon mal selbst wenigstens ein paar Minuten mit einem HiDPI-Monitor gearbeitet, oder basiert Deine Ablehnung auf eine generelle Skepsis gegenüber jeder neuen Technologie?
 
Ich bin niemand der sich aus ein paar 3€ Magazinen und Berichten aus vierter Hand eine "eigene" Meinung bildet. Soviel dazu, alles andere geht am Thema vorbei.
 
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