Ich habe dieses Wochenende Life is strange nachgeholt.
Ein Spiel, welches ich uneingeschränkt empfehlen würde? Sicher nicht. Ein Spiel, das ich Spielern empfehlen würde, die auf story-driven Spiele wie Telltale, Heavy Rain oder Detroid become Human stehen? Wahrscheinlich auch nicht.
Es ist ein langsames Spiel (Vorallem die ersten zwei Episoden), das Gameplay ist auch fast nicht vorhanden (Ding anklicken und sich Max Gedanken dazu anhören machen ca. 95% des Spiels aus). Die Hauptcharaktere sind nicht besonders charismatisch und die Grafik wird in manchen Szenen zum Pixelbrei. Auch die Story hat neutral betrachtet ein paar Lücken... Und das Ende...
ABER: Das Voice-Acting ist sehr gut. Vorallem Chloes Stimme ist mir da positiv aufgefallen. Mit Max eine Spielfigur einzuführen die sich eigentlich eher gern im Hintergrund hält und nur beobachtet ist mal was neues. Die Freundschaft zwischen Chloe und Max die über die ~15 Stunden Spielzeit aufgebaut wirkt authentisch und ich habe beide irgendwie ins Herz geschlossen.
Die Mischung aus Highschool-Drama,Butterfly Effect aber auch unangenehmen Themen wie Suizid und Euthanasie hat für mich gut funktioniert und es kommt bei mir nicht oft vor, dass ich als vollbärtiger, glatzköpfiger Mann den Abspann eines Spiels mit ein wenig Pipi in die Augen ansehe.
Ist es rein spieletechnisch betrachtet ein gutes Spiel? Eher nicht. Hat dieses Spiel ab jetzt ein kleinen Platz in meinem Herzen? Wahrscheinlich schon
