Soldaten? Militärgesellschaften ?
Die herkömmliche Unterscheidung ist die zwischen Staat und Gesellschaft.
Staat ist das das Produkt der planenden Vernunft, dahinter stecken Zweck und Absicht, Menschen haben ihn sich ausgedacht und ihn gemacht.
Gesellschaft ist ungeplanter, unvorhersehbarer Wildwuchs. Gesellschaft ist immer der ungeregelte, unorganisierte Teil des Ganzen, welcher der Regelung bedarf.
Gesellschaftliche Phänomene sind etwa Geburtenrate, Kriminalitätsrate, Selbstmordquote, alles, was man nicht beschließen .
Staatliche Phänomene sind etwa Kindergeld, Polizei, Gesettze, alles, was man beschließen und machen kann.
Wozu also "Zivilgesellschaft"?
Um Gesellschaften zu klassifizieren, sind Begriffe wie Industriegesellschaft, Klassengesellschaft, patriarchalische Gesellschaft, Stammesgesellschaft. Da weiß man, was es bedeutet. Bei "Zivilgesellschaft" weiß man es nicht.
PS:
Mal Wikipedia geguckt.
Zivilgesellschaft bezeichnet im modernen Sprachgebrauch in der Soziologie und in der Politik einen Bestandteil von Gesellschaft bzw. eine Art von Gesellschaft, die nicht Auswuchs staatlichen Handelns ist, sondern sich dem Handeln und der Kooperation einzelner Menschen oder gesellschaftlicher Gruppen verdankt. Die nähere Bedeutung des Begriffs Zivilgesellschaft ist in verschiedenen Konzeptionen unterschiedlich akzentuiert und ausgerichtet. Ein verwandter und je nach zu Grunde liegender Konzeption ähnlich verwendeter Begriff ist Bürgergesellschaft.
Warum muss man den Quatsch drei mal lesen, damit man ihn kapiert? Weil er welcher ist. Gesellschaft ist immer das Nichtstaatliche, der Pleonasmus verwirrt nur.
Absichtlich?
Wenn der Pferdehändler einnen "weißen Schimmel" anpreist, ist es wahrscheinlich ein gefärbter Brauner.
Wenn eine Gesellschaft sich "Zivilgesellschaft" nennt, wäre analog zu fragen, ob sie so durchorganisiert und durchmilitarisiert ist, dass es der Versicherung bedarf, es handele sich um eine zivile.