Virtualisierung Linux-Linux

BurnerR

Bot #0384479
Registriert
20 Juli 2013
Beiträge
5.311
Ich arbeite jetzt seit einiger Zeit mit VMs. Aktuell benutze ich noch Virtualbox, aber seit Jahren schon hat es die Eigenschaft, dass es regelmäßig Macken hat (Internet geht plötzlich nicht mehr, Zwischenablage auf einmal deaktiviert, etc.), außerdem habe ich das Gefühl dass es etwas arg lahm ist (Ubuntu mit Gnome3 auf Host und Gast).
Wichtig ist mir:
1. Wartungsarm. Ich will mich nicht großartig damit beschäftigen, es sollte also eine sehr ausgereifte Lösung sein.
2. Geschwindigkeit. Aktuell ruckelt es auf dem Gast wäre schon wenn es flüssiger wird. Ich habe diese beiden Computer: und ein

Es gibt ja als offensichtliche Lösungen VMware oder QEMU/KVM. Hat da schon wer Erfahrungen mit gemacht? Muckt QEMU rum? Hat das kostenlose VMware Produkt alle wesentlichen Funktionen und ist es schneller als VBox??
 
Mal andersrum gefragt: wofür brauchst du denn Hauptsächlich deine VMs?
Als Entwicklungsumgebung mit verschiedenen Configs?
 
Hi,
unter Linux hat sich für mich die Kombination QEMU/KVM + libvirt mit den Frontends virt-manager bzw. gnome-boxes bewährt.

Das Verwenden von Spice und der qxl VGA-Karte beschleunigt gefühlt die UI des Gastes, vor allem Linux Gäste, enorm.

Qemu + kvm sowie libvirt und virt-manager sind bei jeder (mir bekannten) major Distribution in den offiziellen Paketquellen.
Die von Qemu für Gäste die dies unterstützen bereitgestellten virtio Geräte(HDD-Controller und Netzwerkkarte) beschleunigen die VMs weiter und werden von allen(erneut mir bekannten) major Distributionen bzw. direkt vom Kernel als Gast unterstützt.


Bin damit stehts besser gefahren als mit virtualbox.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #4
Mal andersrum gefragt: wofür brauchst du denn Hauptsächlich deine VMs?
Als Entwicklungsumgebung mit verschiedenen Configs?

Unter anderem, genau. Auch um nur eine Umgebung einrichten und warten zu müssen obwohl ich an mehreren Rechnern arbeite und das getrennt vom Host OS zu halten an welchem ich im Zweifelsfall auch mal rumspiele oder vor Updates Sicherungspunkte von der Umgebung machen zu können. Sowas. Muss eigentlich auch nichts groß drauf laufen außer Ubuntu oder Debian mit jeweils Gnome3, ich mache da auch nichts was hardware frisst und 3D Zeugs mache ich damit auch nicht.
 
Evtl. hilft dir dabei.
In einem "Docker-Container" können deine Dependencies liegen. Bswp. PHP Version 5.3.
Dagegen kannst du dann deine App testen (lassen).

In einem anderen Docker-Container liegt dann Nginx als Webserver und PHP5.5.
Und so weiter.


Der Vorteil: so braucht es keine komplette Umgebung irgendwo. Sondern nur das, was du auch wirklich an Dependencies brauchst für deine App.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #7
HM.
Interessant, danke für den Input mit den Containern. Klingt ziemlich schick. Ich denke ich werde erstmal QEMU/KVM + libvirt probieren. Aber von Docker habe ich jetzt schon so viel gehört, werde ich mir def. auch mal reinziehen.
 
Obwohl ich selbst noch nichts mit Docker zu tun hatte, denke ich, es ist genau das, was du willst. Nachdem, was ich bisher darüber gelesen hab, sollte es wohl gewisse Ähnlichkeiten zu den haben. Evtl. lieg ich damit aber auch falsch.

Bei Qemu + libvirt hast du jedes Mal ein vollständiges Linux. Für ein paar unterschiedliche Programmversionen und Configs ist das überdimensioniert und zuviel Arbeit.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #9
Weniger Arbeit klingt gut :D. Das ist mein Hauptkriterium ;)


Hatte letztens mal drüber geschaut... der erste Eindruck deckte sich auch damit... das man Programme in den Container rein installieren und von da dann starten kann... bin gespannt, bin jetzt erstmal weg aber wenn ich erfahrungen damit gesammelt habe schreibe ich die hier rein.
 
Weniger Arbeit klingt gut :D. Das ist mein Hauptkriterium ;)

Wie hört sich das an?

[src=bash]apt-get update && apt-get upgrade && apt-get install lxc
lxc-create -t ubuntu -n webdev
lxc-start -d -n webdev
lxc-attach -n webdev[/src]

Damit erstellst du einen Linux-Container mit einem Ubuntu-Template namens "webdev", startest ihn und kommst in die root shell desselben.

Weitere Infos:

EDIT: Docker würde ich persönlich nicht nutzen, da steht in der Installationsanleitung, dass man wget in ne Root-Shell pipen soll... nicht sehr vertrauenserweckend. Ich bin aber auch Security-Spezialist und kein DevOps-Blender ;)
 
Zurück
Oben