[Politik und Gesellschaft] USA: Bewaffnete Lehrer sollen Amokläufer aufhalten

Um gegen potentielle Amokläufer gewappnet zu sein sollen im Schulbezirk Clarksville in Arkansas rund 20 Lehrer bewaffnet werden. Nach 53 Trainingsstunden sollen diese Pistolen im Kaliber 9mm führen um, im Falle eines Amoklaufes, den Amokläufer solange aufhalten zu können bis die Polizei eintrifft.
Für die üblichen privaten Sicherheitskräfte reiche das Geld nicht, weswegen man sich entschied stattdessen Lehrer weiterzubilden. Dies kommt dem Schulbezirk wesentlich günstiger. Die Einführung dieses Systems ist auch in den USA umstritten.

Quelle:
 
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  • #21
Am Eingang kontrollieren ist da ja eben nicht der Fall, weshalb ja die Lehrer Waffen bekommen sollen.

Ansonsten denke ich ist das einzige sinnvoll Argument dagegen, mehr Waffen gleich mehr Gefahren- und Eskalationspotential.

Nocheinmal anders gefragt, was haltet ihr von bewaffneten Sicherheitspersonal an Schulen? Ist das besser?
 
Polizisten als auch Kriminelle greifen wesentlich eher zur Waffe in den USA.


Nach der Untersuchung des Amts für Justiz-Statistik wurden 1993 18.253 Morde mit Schusswaffen verübt, 2011 waren es 11.101. Das ist ein Rückgang von 39 Prozent.
Quelle

Polizisten sind darin gar nicht aufgeführt, weil es selten Mordfälle sind.
 
Nocheinmal anders gefragt, was haltet ihr von bewaffneten Sicherheitspersonal an Schulen? Ist das besser?
Das wäre besser, weil Sicherheitspersonal einfach anders geschult ist. MMn....
Aber bescheuert fände ich das auch.

Was die Kontrolle am Eingang angeht: Davon habe ich aber auch schonmal was gehört. Vielleicht machen die das immer nur kurz nach nem Amoklauf und merken dann kurz drauf, dass das viel zu aufwändig = teuer ist? :unknown:
 
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  • #24
Eben Geld ist ja das Problem. Die Lehrer sollen ja die Sicherheitsleute ersetzen. Und die Sicherheitsleute sollen quasi als eigene Polizei fungieren.
Also vom Prinzip her eigentlich volkommen in Ordnung, wenn denn die richtige Ausbildung vorhanden ist.
 
Mir stellt sich die Frage?

Kann man dann vom Lehrer zur Polizist wechseln?

Sind ja Beamten ^^
 
Aber warum die Amis einfach die Waffen nicht verbieten ....

Weil es nicht funktioniert

In den USA gibt es mehrere Beispiele dafür das selbst Polizisten, die ich als Profis ansehe, sich gegenseitig oder Unschuldige erschiessen. Ein Amoklauf ist denke ich mal eine Stressituation in der man Angst haben muss getötet zu werden.
Anfang des Jahres gab es die Suche nach Dorner, Ex Polizist erschiesst andere Polizisten. Dabei dürfte die Polizei in einer ähnlichen Situation gewesen sein. Das führte dazu das blaue Autos grau sind, Weisse auf einmal schwarze Haut haben und prinzipiell lieber 3 oder auch 130 mal geschossen wird. Wenn die das schon nicht hinbekommen, wie soll dann ein/e Lehrer/in zwischen einem flüchtenden Opfer und dem auf sie zu rennenden Täter unterscheiden? Und könntet ihr einen eurer Schüler erschiessen oder Schüler unterrichten mit dem Wissen "irgendwann muss ich vielleicht einen davon töten"?

edit: Zu den Kontrollen an Schulen. Meine Tante ist deutsch Lehrerin an einer öffentlichen Schule in den USA und die Kontrollen sind, zumindest bei ihr, immer vorhanden. Metalldetektor + Abtasten. Scheint aber auch angebracht zu sein wenn man bedenkt das sie schon häufiger Waffen in Schliessfächern gefunden haben. Die Schüler sind ~12-16 Jahre alt.
 
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  • #28
Ob man im Falle eines Falles töten oder schiessen würde, darüber sollte man sich natürlich vorher im klaren sein. Es gibt nichts gefährlicheres als jemanden der eine Waffe zur Verteidigung einsetzt und nicht schießen würde. Das muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen.

Tendentiell stimmt es natürlich, dass Polizisten besser ausgebildet sind als Lehrer. Ist ja auch selbstverständlich. Wie viel das in Realität aber ausmacht wäre mal eine interessante Sache. Auf Deutschland bezogen kann ich mir nicht vorstellen, dass die Polizeit so gut ausgebildet ist wie es hier vermutet wird.
Allein wenn man mit den hier benutzten Polizeipistolen einigermaßen Treffen will sollte man schon mindestens einmal im Monat damit schiessen, kann mir nicht vorstellen, dass das so oft passiert.
 
Naja, also das ist schon sehr kritisch zu sehen. Grade Pistolen sind nicht unbedingt immer besonders treffsicher und die Chance den Falschen zu erwischen, ist nicht zu unterschätzen. Wenn ich mal an meine Bundzeit zurückdenke, mit der P1 hab ich öfters mal auf 30 Meter in den Dreck geschossen, sprich nichtmal die Scheibe getroffen und da hatte ich Zeit zum Zielen und keine Adrenalinschub. Der Spruch "8 Warnschüsse und ein gezielter Wurf" kam ja nicht von irgendwoher. Das gute alte G3 Sturmgewehr oder ne Uzi war mir da x mal lieber. Und da sollen dann Lehrer mit solchen Kniften eingreifen, selbst wenn die sicherlich etwas moderner sind? Na ich weiß nicht.
 
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  • #30
Klugscheiß: Die P1 ist auch nicht fürs Präzisionsschießen gedacht. Da gibts schon besseres. :p Zumal man wohl einen Amokläufer kaum auf 30m ins Visier nehmen wird. /KlugscheißEnde

Ich hab mir nochmal Gedanken drüber gemacht, was ich als sehr kritisch ansehe ist die Wirkung auf die Schüler. Lehrer sollen ja schon eine gewisse Vorbildfunktion haben, da sollte dann auch vermittelt werden, dass Gewalt keine Lösung sein sollte, auch wenns manchmal nicht anders geht.
 
Naja, wenn einer der Lehrer Amok läuft, dann kann zumindest ein anderer Lehrer ihn/sie aufhalten. :confused:
 
Wenn man die Idee jetzt mal ganz weit treibt, könnte man ja auf den Gedanken kommen wir geben jedem eine Waffe, dann ist die Welt sicher. Denn illegal Waffen zu bekommen ist, wenn man es wirklich versucht, absolut kein Problem. Und so können zumindest auch die Menschen eingreifen, die eigentlich nicht an Waffen oder deren (illegaler) Nutzung interessiert sind.

Ich für meinen Teil finde dieses Szenario unangenehm. Ich kann mir nicht denken, dass ich mich dann sicherer fühlen würde. Natürlich werden die Lehrer hier ja auch weitergebildet und es wird nicht einfach jedem eine Waffe in die Hand gedrückt. Aber 20 Leute sind ja auch kein Pappenstiel. Und wer wählt denn eigentlich die Lehrer für diese Geschichte nach welchen Kriterien aus?

Ansonsten stimme ich auch lumix zu: es ist einfach kritisch zu sehen, ob Lehrer in einer solchen enormen Stresssituation "richtig" handeln.
 
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Ich fürchte mich schon vor dem Ergebnis des Amoklaufs bei dem aufeinmal 10 andere Leuten mit Waffe aufgesprungen sind und meinten den Tag retten zu können,wird bestimmt ne MORDS Gaudi......mehr Schützen und Waffen sind bestimmt ganz großes Tennis in so einer Situation wo jeder Verstand auf Adrenalin und Überleben umschaltet


Also um die Lehrer aus meiner Schulzeit aufzuzählen die ein Alkohol oder Tabletten Problem hatten reichen die Finger beider Hände kaum aus,
Wenn diese Vögel jetzt auch noch bewaffnet gewesen wären.....uiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiu.....

Seh es schon in der Bildzeitung vor mir
" Lehrer (54) erschießt im Alkohol-Kater-Rausch seine gesamte Klasse, CSU Schützenverbände sagen........"
 
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Die P1 ist auch nicht fürs Präzisionsschießen gedacht. Da gibts schon besseres. :p Zumal man wohl einen Amokläufer kaum auf 30m ins Visier nehmen wird.

Die Knarren sollen ja wohl nicht nur zum Eigenschutz der Lehrer dienen. Ob die dann aber den Helden spielen und die Nähe des Täters suchen, mag ich bezweifeln.

Fazit: Der nächste Amoklauf hat vielleicht 30 Opfer. Davon 4 davon vom Täter verursacht. ;)
 
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  • #35
Ich würde meinen, dass solch eine Pistole aureicht um sich mit den Schülern in einem Klassenzimmer zu verstecken und dafür zu sorgen, dass keiner ungewollt durch die Tür hereinkommt.
Dazu muss man kein Präzisionsschütze sein, und auf 30m jemanden präzise zu treffen halte ich für einen ungeübten Schützen in Stresssituation auch nicht für realistisch.

Aber wie bereits erwähnt, ich bin auch gegen solche Maßnahmen, wenn auch aus anderen Gründen als die Meisten hier. ;)
 
Gerade in so Ausnahmesituationen halte ich das Bewaffnen von Personen, welche nicht damit vertraut sind, für gefärhlich. Da gibt es dann nämlich ein paar weitere Faktoren:

-) "Helden", die sich profilieren wollen
-) Verängstigte Leute, die dann nicht abdrücken können
-) Personen mit Kurzschlussreaktionen (e.g. Erschrecken und drücken ab).

Gerade letzteres kann unter Umständen zu einer höheren Zahl an Verletzen bzw. Toten führen. Eher sollte jede Schule ein Sicherheitspersonal haben, welches auf solche Situationen geschult ist und unter UMSTÄNDEN(!) den Amokläufer kampfunfähig machen. Aber die Rettung von Schülern bzw. Studenten ist wesentlich wichtiger, vor allem wenn man diese dann korrekt aus dem Gebäude führen kann.
 
Ich glaube es wäre klüger wenn man den Lehrern anstatt einer normalen Pistole lieber eine Teaserpistole gibt...Ergebnis ist ja erst mal das gleiche: Kampfunfähigkeit des Angreifers.
 
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  • #38
Was soll das helfen? Die Teile sind total gefährlich, können töten obwohl es nicht beabsichtigt war, niedrigere Hemmschwelle. Wenn man einen Angreifer trifft liegt der nicht sofort am Boden und ist unfähig sich zu bewegen, jedenfalls nicht zwingend. Imho sollte man einem Amokschützen entweder mit dem Vorsatz entgegentreten ihn endgültig Kampfunfähig zu machen, dann aber auch ohne zu zögern. Oder eben möglichst verstecken und nicht mit Tasern auf sich aufmerksam machen.
 
Das mit dem Treffen gilt auch für eine Pistole. Wenn du daneben schießt wird der Angreifer auch auf dich aufmerksam. Und ich bezweifle das Lehrer wie Elitesoldaten 4 Schuss in 2,5 Sekunden rausfeuern können.

Was heißt hier niedrigere Hemmschwelle? Du sagst doch selber "dem Vorsatz entgegentreten ihn endgültig Kampfunfähig zu machen, dann aber auch ohne zu zögern."
 
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