[Politik und Gesellschaft] US-Armee lehnt Gnadengesuch für Chelsea Manning ab

Die WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning wird vom US-Militär nicht begnadigt werden. Dies teilte die Army am gestrigen Montag mit.

In einer Presseerklärung der Streitkräfte hieß es gestern, der zuständige Pentagon-Offizielle, Major General Jeffrey Buchanan, habe eines Aufhebung des Urteils gegen die Whistleblowerin - die unter anderem wegen Diebstahl, Spionage und Computerbetrug zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde - abgelehnt. Der Fall wird nun jedoch automatisch an das Militär-Berufungsgericht gehen, das diese Entscheidung noch revidieren kann.

Manning gibt jedoch nicht auf. Ihre neue Anwältin, Nancy Hollander, erklärte am vergangenen Sonntag, sie rücke von Plänen, gegen das Urteil in Berufung zu gehen, nicht ab, und sei willens, den Fall auch vor das höchste US-Gericht, den Supreme Court, zu bringen. "Kein vernünftiger Mensch würde denken, dass das verhängte Urteil ein vernünftiges sei. Ich denke, das Militärsystem muss sich verantworten... es gibt Fragen, die sehr offensichtlich sind, dazu, ob das Militär fair zu Chelsea war oder nicht," sagte Hollander.

Quelle:
 
Nicht überraschend eigentlich.

Ich finde, wir sollten bei der Person eine Bezeichnung nach Prince-Manier einführen: statt "The artist formerly known as Prince" ist es "The whistleblower formerly known as Bradley Manning".
Denn die Leaks wurden noch durch Bradley verbreitet und nicht durch Chelsea. Chelsea "entstand" später.
 
@TheHSA:

Ist Chelsea eine andere Person als Bradley?

Davon abgesehen sollte man endlich mal aufhören darauf herum zu reiten. Laut diversen Quellen war Manning wohl schon seit der Kindheit so veranlagt. Wenn sich die Person Manning nun besser fühlt als Frau angesehen zu werden, sollte man dies einfach mal akzeptieren.
 

Im Augenblick sind sie die selbe Person.
Aber damals, zu der Zeit der Leaks, gab es Chelsea noch nicht.
Ich bin absolut dafür, Manning die Persönlichkeit zu gewähren, die er/sie repräsentiert, ich meinte das eher im formalen Sinne.
 
Dann lasst doch den Vornamen weg und schreibt nur Manning. Oder gibts schon soviel Whistleblower mit dem Namen? :)

@Topic

War doch klar, dass das abgelehnt wurde. Soll ja auch abschreckend wirken...
 
Der Supreme Court? Was hat der damit zu tun, die beschäftigen sich doch nicht mit Einzelfällen?!
 
Unrechtsstaat USA ... Macht man mal was richtig wird man gleich ewig in den Bau gesteckt ... und niemanden juckt es dort 0o

Naja is bestimmt auch der Böse Russe dran schuld :D
 
Und was sollte sich im Laufe der Zeit daran ändern?

Der Name zB. Und andere Passdaten, wie das Geschlecht.


Du redest so, als ob das zwei unterschiedliche Personen wären. Oder eine Art Charakteränderung stattgefunden hätte. Das ist aber nicht der Fall.

Formal gesehen (siehe den Passdateneinwand oben) sind es zwei unterschiedliche Personen.
 
Wie kommt ihr darauf das es zwei unterschiedliche Personen sein können? Rein rechtlich gesehen wurde Chelsea Manning nicht geboren und ist somit keine natürliche Person im Sinne des Rechtswesen. Wenn dann ist es eine Änderung der Persönlichkeit bzw. des Empfindens. Sprich Manning fühlt sich wie eine Frau im Körper eines Mannes und kann eine Änderung seiner Daten - von Bradley Manning auf Chelsea Manning - beantragen. Wie das Ganze dann von dem Geschlecht her abläuft ist dann die Frage, eventuell wird dann in seinen Reisedokumenten zwar Weiblich eingetragen aber irgendwo der Vermerk "Pre-Operativ" notiert damit man sich dann nicht wundert falls er in eine Kontrolle gerät.

Und ja, Amerika lässt in der Hinsicht nicht die Hose runter. Das der Vorwurf der Kollaboration mit dem Feind schwachsinnig ist darüber brauchen wir uns nicht unterhalten. Jedoch hat er - auch wenn er gute Absichten gehabt hat - einen Geheimnisverrat begangen indem er Daten an dritte, welche außerhalb des US Militärs sind, weitergegeben. Das ist ein Strafbestand, auch wenn seine Intentionen durchaus positiv waren.
 
Ich kenne die Person als Bradley Manning, und der bleibt sie für mich auch.

Von einer Chelsea Manning muss und will ich nichts wissen. Es geht mich nichts an, ob der Typ sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat. Das ist seine Privatsache.

Umgekehrt wäre es mir egal, dass die Frau mal ein Mann gewesen ist, hätte sie als Frau Schlagzeilen gemacht.

Von einem Schauspieler oder einem Papst will ich ja auch nicht wissen, wie er mit bürgerlichem Namen hieß. Für mich ist sein Künstlername, unter dem er bekannt wurde, sein wirklicher Name.
 
Interessant, dass es dir gewollt oder ungewollt so schwer fällt dieses kleine Zugeständnis an ihren Willen zu machen. Ich denke du wirst das schon ohne große Mühen schaffen.
 
Interessant, dass es dir gewollt oder ungewollt so schwer fällt dieses kleine Zugeständnis an ihren Willen zu machen. Ich denke du wirst das schon ohne große Mühen schaffen.

Es hat doch keine Zweck, die Sache so zu verkitschen, dass es aussieht, als wäre man mit Manning persönlich befreundet.

Ich kenne nur einen Bradley Manning, den Whistleblower. Eine Chelsea Manning kennen deren Freunde, ich kenne sie nicht. Du doch auch nicht.
 
Ich kenne auch Bradley Manning nicht mehr als Chelsea. Ich respektiere aber wie sie genannt werden möchte wenn man über sie spricht.
Klappt doch sogar bei RTL-C-Promis - denn Verona Feldbusch ist schon länger nur noch als Verona Poth in der Öffentlichkeit.
Und meine alte Schulfreundin, die ich nur unter dem Namen Müller kannte heißt nach Ihrer Hochzeit nun mal Weise.
Geht es dir bei so einer einfachen Sache gerade wieder nur ums Prinzip? Tabubruch gegen Tugendnazis? Verstehe halt nicht ganz so recht wie so eine Kleinigkeit dir schwer fällt.
Natürlich darfst du ihn/sie nennen wie du möchtest. Aber für andere sieht es nicht gerade so aus, dass dir Kleinigkeiten im Leben leicht fallen.
 
Fallt über mich her wenns euch dann besser geht. Meinetwegen können sich Typen in Frauenkleider stecken oder sonst was machen. Genauso bin ich für gleichgeschlechtliche Ehen und all den Kram. Aber nur weil jemand gerne eine Frau wäre jetzt rechtlich das Geschlecht zu ändern find ich dämlich. Kommt er (sie) dann jetzt auch in einen Frauenknast? :confused: Soll er sich nennen wie er will, meinethalben kann er auch gerne als Chelsea angesprochen werden. Ein Mann bleibt er trotzdem.
 
Ich kenne auch Bradley Manning nicht mehr als Chelsea. Ich respektiere aber wie sie genannt werden möchte wenn man über sie spricht.

Das ist doch lächerlich. Da kann ja jeder kommen und sagen, daß von ihm als "seine Majestät" gesprochen werden soll. Mich nennst Du bitte künftig "Großer Manitu der Arbeiterklasse".

Klappt doch sogar bei RTL-C-Promis - denn Verona Feldbusch ist schon länger nur noch als Verona Poth in der Öffentlichkeit.

Nach klar klappt das, wenn's das Deine Referenz ist. In diesem Milieu zählt doch nichts als Abmagerungskuren, Beziehungskonflikte , und 'ne echte Geschlechtsumwandlung ist natürlich der Überhammer, DAS Stadtgespräch.


Und meine alte Schulfreundin, die ich nur unter dem Namen Müller kannte heißt nach Ihrer Hochzeit nun mal Weise.

Darf sie gerne, weil vorher niemand wusste, wer sie ist. Aber Liz Taylor hat ihren Fans nicht zugemutet, nach jeder ihrer 5 oder mehr Ehen einen neuen Namen lernen zu müssen.

Geht es dir bei so einer einfachen Sache gerade wieder nur ums Prinzip? Tabubruch gegen Tugendnazis? Verstehe halt nicht ganz so recht wie so eine Kleinigkeit dir schwer fällt.

Du kapierst gar nichts. Keinem Menschen fällt es schwer, auf der Welle mitzuschwimmen. Ich habe blos keine Lust dazu. Blos weil Inter-, Homo-, Bi- etc- Sexualität gerade als das Progressivste vom Progressiven gelten, mache ich doch nicht jeden Quatsch mit.

Natürlich darfst du ihn/sie nennen wie du möchtest. Aber für andere sieht es nicht gerade so aus, dass dir Kleinigkeiten im Leben leicht fallen.

Wie das für Leute wie Dich aussieht, ist mir herzlich wurst.
 
Darf sei gerne, weil vorher niemand wusste, wie sie heißt. Aber Liz Taylor hat ihren Fans nicht zugemutet, nach jeder ihrer 5 oder mehr Ehen einen neuen Namen lernen zu müssen.

Mit diesem Beispiel hast du natürlich recht.


Du kapierst gar nichts.

Solls geben

Keinem Menschen fällt es schwer, auf der Welle mitzuschwimmen. Ich habe blos keine Lust dazu. Blos weil Inter-, Homo-, Bi- etc- Sexualität gerade als das Progressivste vom Progressiven gelten, mache ich doch nicht jeden Quatsch mit.

Mensch, bist du Punk.

Wie das für Leute wie Dich aussieht, ist mir herzlich wurst.

So, Süße*r - leider interessiert du dich ja nicht für Ansichen von Menschen "wie mir", aber trotzdem möchte ich dir noch sagen, dass du jetzt aufhören kannst dich wie ein zickiger 14-Jähriger Punk zu benehmen und wieder zu etwas zurück zu kehren was du doch eigentlich gut kannst:
idiologiekritisch sein.
 
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