[Technik] Umweltbundesamt: Auffällig hohe Defektraten bei Haushaltsgroßgeräten

459px-Waschvollautomat_Constructa_1950er.jpg In einer Mitte 2013 in Auftrag gegebenen Studie wollte das Umweltbundesamt herausfinden, ob die Hersteller ihre Geräte absichtlich so konstruieren, damit diese nach einer bestimmten Zeit ersetzt werden müssen. Erste Ergebnisse liegen in einem nun veröffentlichten Zwischenbericht vor.

In der Studie wurde unter anderem die Defektrate von Waschmaschinen und Geschirrspülern innerhalb der ersten fünf Jahre untersucht. Während diese im Jahr 2004 bei nur 3,5% lag, hatte sie sich im Jahr 2012 mehr als verdoppelt auf 8,3%. Auch die durchschnittliche Gesamtnutzungsdauer sank auf 13 Jahre, gegenüber 14,1 Jahren im Jahr 2004.

Ob es sich dabei um geplante Obsoleszenz -vom Hersteller absichtlich eingebaute Defekte- handelt, lässt der Zwischenbericht noch offen. Die ersten Ergebnisse zeigen aber bereits deutliche Auffälligkeiten. Mitte 2015 soll die Studie abgeschlossen werden.
Quelle:
Bild:
 
Ich konnte jetzt bei den Quellen keinen direkten Link zur Studie selbst finden. Würde mich interessieren, in welcher Preisklasse die Geräte angesiedelt waren. Gibt es ein repräsentativen Durchschnitt oder waren es nur "billige" Geräte? Welche Hersteller sind betroffen oder sind es Ausreißer?

Gerade hier, bei Haushaltsgroßgeräten, ist die Frage nach der geplanten Obsoleszenz interessant. Unterliegen sie ja nicht wie viele elektronische Konsumgüter (Handys, Tablets, eventuell auch PCs und Laptops) einer eher kurzen Nutzungsdauer von 2-6 Jahre (mit Ausnahmen).

Wäre nett, wenn jemand die Studie zur Hand hat oder einen Link dazu.

thx,



p n
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Wenn mich nicht alles täuscht, dürfte der Zwischenbericht veröffentlicht worden sein und ist wohl (noch) nicht öffentlich einsehbar.


Grüße
Thomas
 
@thom53281:

:) Ja da war ich auch schon. Leider nichts gefunden. Schade, so ohne einsehbare Hintergrundinfos kann man auch viel spekulieren.


p n
 
Naja untransparente (oder heisst es intransparente) Studien sind für das Volk leider wertlos. Eignen sich aber immer gut um Panik zu verbreiten und Misstrauen zu schüren...
 
Die Maschinen sind auch komplizierter geworden. Früher gab es viel weniger Sensoren und elektronische Regelungseinheiten. Möglicherweise sind die Menschen früher sorgsamer mit den Geräten umgegangen. Auch das Kollektiv der "Bediener" hat sich gewandelt, waren es früher auf Haushalt spezialisierte Frauen so gehen heute viel mehr Männer bei. Man muss abwarten, was im Studiendesign alles berücksichtigt wurde und ob das wissenschaftlichen Kriterien standhält.
 
Ganz zu schweigen davon das heutzutage die Geräte viel verschwenderischer genutzt werden. Und nach den ganzen Dingen die hier aufgezählt wurden halte ich eine Steigerung um wenige Prozente für nachvollziehbar. Ohne Sabotage.

Wenn ich mir vorstelle wie junge Männer die Maschine anschmeißen für nen halbvollen Korb und die Maschine kein einziges mal entkalken weil sie davon noch nie was gehört haben... gilt heutzutage natürlich auch für junge Frauen. Ich will hier aber garnicht hatlos unterstellen. Denke nur das dass Konsumbewusstsein nicht nur bei Lebensmitteln und Multimedia verloren geht...
 
Zurück
Oben