TV-Verkleidung bauen (Wandkasten)

Wird ja immer besser. Wäre in unserem Pfuscher Thread besser aufgehoben.
Im Ernst, ich wollte kein amateurhaft manuell foliertes Möbelstück haben.
Aber Ansprüche sind halt unterschiedlich.
 
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@der: Wusste nicht, dass Dich der Vorschlag so stark emotionalisiert. :o so sad.

Aber wenn das Teil wirklich so hässlich aussieht, kann man ja immer noch etwas davorstellen.
Eine grössere Zimmerplanze z.B. Unter 123zimmerpflanzen.de findet man eine grosse Auswahl.
 
@der: Bin vom Anfang an bei Dir, rate Dir allerdings zu mehr Gelassenheit.
Mein Puls klettert erst dann über 70, wenn es um wichtige Themen geht. Spanplatten gehören nicht dazu. Bei Kanthölzern werde ich allerdings :eek: schlagartig wach. ;)
 
Ich werfe hier mal einen Bau aus Sperrholzplatten und dünnen Leisten ein.
Leisten giebt es in allen möglichen Formen.
Sperrholzplatten nach geschmack (Farbe) und Größe kaufen und im Baumark auf Größe Schneiden lassen. (Oder selbst schneiden)
Feines Sandpapier Für die Kanten, Holzkleber, und ein bisschen Geschick sind neben bisschen Werkzeug ausreichend.
 
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  • #50
Die 2. Seite des Threads ist ja richtig hübsch geworden.

Mal 'ne kurze Rückmeldung. Ich hab gestern die vordere Platte gesägt. Durch den Stress der letzten Tage kam ich nicht zu mehr. Bisher macht's einen guten Eindruck.
 
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  • #51
So, mal hier der Abschlussbericht. Das Projekt ist fast fertig. Erst ein paar Fotos:

IMG_20200305_202702.jpg
Hier sieht man neben der TV-Halterung noch den Raspberry PI 4, den ich an die Wand geschraubt hab. Auf dem Raspi ist noch ein Hifiberry Amp2 aufgesteckt, der sowohl als Verstärker als auch als DAC dient. Die Steckdose hat einen Überspannungsschutz und einen Schalter. Etwas schwer hab ich mich mit der Konzeption der Aufhängung getan. Ursprünglich wollte ich eine Leiste mit Kante nach oben anbringen und den Kasten dann von oben draufstecken. Allerdings hätte ich damit den Kasten nicht über den Monitor gebracht (folgende Bilder).

IMG_20200305_203010.jpg
Der Monitor von der Seite. Damit der Abstand zur Wand an jeder Ecke gleich ist und der Monitor nicht wackelt, hab ich 4 Dübel a 5cm Länge dahintergeklemmt. Passt perfekt, hält und erfüllt seinen Zweck. Insgesamt steht die Monitorfrontseite damit 8,5cm von der Wand weg. Wenn der Kasten dran ist, erscheint der Abstand sogar noch etwas geringer.

IMG_20200308_002911.jpg
Hier dann das Endergebnis. Als Boxen hab ich mich nach Hörprobe für die Dali Oberon On-Wall entschieden.

Mit den Kabelkanälen bin ich noch nicht zufrieden, da muss ich noch mal mit etwas Acryl ran, um die Schlitze etwas unsichtbarer zu machen. Es war ziemlich viel Arbeit, mir gefällt's, der Frau nicht. Sie findet die Boxen überdimensioniert und dadurch die Küche ruiniert. Mal sehen, ob sich das wieder gibt.

Probleme, die ich sonst noch so hatte:
Wie eingangs bereits erwähnt, war die Materialauswahl eine Herausforderung. Der erste Versuch war mit einer Spanplatte. Hätte auch funktioniert, aber die hatte ich etwas zu klein dimensioniert. Dann hab ich eine Gipsfaserplatte gekauft. Der Werkstoff war für mich eine vollkommen neue Erfahrung. Problem war hier, dass Gipsfaser ziemlich schnell bricht. Verwendet hab ich schließlich Multiplex (wurde hier auch empfohlen), also im Endeffekt Sperrholz. Das Sägen war dann auch noch eine Herausforderung. Mir standen nur eine Kappsäge und ein paar Handsägen zur Verfügung. Werkbank und Schraubstock besitz ich nicht. Insgesamt wurde das Ergebnis akzeptabel. Mit geeigneterem Werkzeug hätte ich es bestimmt noch etwas genauer hinbekommen.

Der nächste Punkt, mit dem ich mich schwer getan hatte, war die Aufhängung. Erst wollte ich irgendwie Metallwinkel mit Schienen ranbauen, also ganz grob wie bei Schubladen. Aber irgendwie gibt's sowas nicht. Dann wollte ich Winkel aus dem Baumarkt kaufen und den Kasten mit eine Art Schnalle jeweils an den Winkeln befestigen. Aber auch da bin ich nicht weitergekommen. Die nächste Idee war dann die Rhombusleiste mit Spitze nach oben, so dass der Kasten sich selbst fixiert, wenn man den von oben draufsteckt. Aber da hätte ich den Kasten nicht über den Monitor bekommen. Schließlich hab ich die 4 Rhombusleistenstücke wie im Bild an die Wand geschraubt. Der Kasten ist damit erstaunlich fest. Wär's locker gewesen, hätte ich vermutlich mit Neodym-Magneten versucht, den Kasten an die Wand zu drücken. Das ist aber hier gar nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Resultat sieht doch recht ansprechend aus, schön gemacht.

Zwei Fragen dazu:
1) Hast du geplant das Holz noch zu streichen, ähnlich der Wandfarbe oder in weiß?
2) Ist oberhalb des Kastens eine Offnung oder ist der Kasten rundum geschlossen, hat also einen Deckel? - Frage daher, wie es mit möglicher Abwärme vom TV und Pi aussieht.
 
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  • #54
Das Resultat sieht doch recht ansprechend aus, schön gemacht.
Danke. Leider sieht das meine Frau halt derzeit noch anders. Die Boxen sind ihr zu groß. Typischer Fall von .

Hast du geplant das Holz noch zu streichen, ähnlich der Wandfarbe oder in weiß?
Ja, ist geplant. Jetzt kommt das Arbeitzimmer mit der Renovierung dran. Wenn ich da mit Tapezieren anfang, werd ich auch den Kasten noch mit Malervlies überkleben und analog zu Wand anmalen. Auch die Schlitze der Kabelkanäle werden noch mit Acryl dezent versteckt.

2) Ist oberhalb des Kastens eine Offnung oder ist der Kasten rundum geschlossen, hat also einen Deckel? - Frage daher, wie es mit möglicher Abwärme vom TV und Pi aussieht.
Die Hitzeentwicklung des PI war meine Befürchtung, besonders im Zusammenspiel mit dem Hifiberry. Da steckt immerhin ein 24V-Netzteil dran. Aber Sia hat Recht, selbst der Verstärker wird nicht sehr heiß. Also man kann problemlos noch rangreifen. Schlitze hab ich deswegen nicht reingemacht.

Ist kein Makerspace bei dir in der Nähe?
Kannte ich noch nicht. Google meint, in ca. 15km Entfernung gibt's einen. Das wäre aber auch nicht praktikabel, bei jeder kleinen Sache erst dorthin zu fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich als Frau finde die Boxen auch recht störend ;)
Deshalb habe ich in meinem Habitat (Ausdruck des Mannes!) eine Soundbar unter den großen Wand-TV bekommen.

Statt Malervlies würde ich dir dünne, zuschneidbare aus dem Bastelbedarf empfehlen.
Ich habe das auch erst vorletztes Jahr entdeckt.
Da wir zuhause keine Tapeten mehr an den Wänden haben, nur noch getönten Rollputz, brauchte ich was, mit dem ich im Nachhinein die großen Einschnitte/Löcher
der ehemaligen Rolllädengurte abdecken konnte. Zugipsen oder zubetonieren hätte, äh, unrund ausgesehen.
Die Korkplatten lassen sich super auf Millimeter mit der Schere zuschneiden ohne zu wabbeln oder sich zu verziehen und sind klasse überstreichbar.
 
Google meint, in ca. 15km Entfernung gibt's einen. Das wäre aber auch nicht praktikabel, bei jeder kleinen Sache erst dorthin zu fahren.

Lohnt sich aber auch abseits von solchen Projekten. Einfach rumhängen mit den Leuten, austauschen, eventuell auch mal ein Gerät ausleihen falls das unpraktisch zu transportieren ist.

Hier gibt's ne Karte:
 
Ehrlich gesagt, deutlich besser als ich erwartet habe ????
Das Multiplex sollte sich eigentlich gut schleifen und im Notfall spachteln lassen. Dann könnte man es einfach streichen.
Bekleben wäre auch ne Sache, aber mit Malerflies?
Kunstleder, oder ein schöner Stoff vielleicht.
Ich würde erstmal streichen. Wenn es nicht ansprechen ist kann man immer noch Bekleben.
Gerade die Kanten sind da nicht einfach.
Vielleicht einfach den Kasten tapezieren mit Rauhfaser und dann streichen?
 
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  • #59
Also ich als Frau finde die Boxen auch recht störend ;)
Deshalb habe ich in meinem Habitat (Ausdruck des Mannes!) eine Soundbar unter den großen Wand-TV bekommen.
Man könnte es als Klischee bezeichnen, in meiner Familie trifft es aber zu 100% zu.

Im Wohnzimmer haben wir ein Boxen-Set von Nubert mit einem fetten Subwoofer. Interessanterweise nutzt meine Frau das häufiger als ich. Eine Soundbar kam für mich damals nicht in Frage. Natürlich erzeugt die richtige Aufstellung der Boxen auch jetzt bei der Wohnzimmerrenovierung erhebliche Diskussionen.

Übrigens, die Boxen in der Küche können durchaus ganz schön Krawall machen. Für das Projekt gab es 2 Gründe:
  • Wenn meine Frau grad die Wohnung geputzt hat, hat sie meinen Rechner im Arbeitszimmer angeschaltet, Youtube oder andere Seiten mit grottenschlechter Aufnahmequalität aufgerufen. Die Musik hat sie dann in Maximallautstärke auf den ebenfalls grottenschlechten PC-Boxen durch die Wohnung gedröhnt und ohne Treffen der Tonhöhe mit voller Motivation dazu gesungen. Mit den Küchenboxen, so meine Hoffnung, klingt dann wenigstens die Musik schon mal besser.
  • Wenn ich grad Essen in der Küche mach oder in der Erdbeersaison wieder Torten produzier, hatte ich bisher immer das Smartphone zum TV-Berieseln im Einsatz. Der Plan bestand da schon lange, das mal durch was Vernünftiges zu ersetzen.

Statt Malervlies würde ich dir dünne, zuschneidbare Korkplatten aus dem Bastelbedarf empfehlen.
Korkplatten verwende ich beim Fußbodenlegen als Trittschalldämmung. Bin bisher davon begeistert. War allerdings auch wesentlich teurer als das Zeug aus dem Baumarkt. Hab ich bestellt bei .

Ehrlich gesagt, deutlich besser als ich erwartet habe ????
War das 'ne Frage oder eine Aussage?

Bekleben wäre auch ne Sache, aber mit Malerflies?
Kunstleder, oder ein schöner Stoff vielleicht. Ich würde erstmal streichen. Wenn es nicht ansprechen ist kann man immer noch Bekleben.
Das Malervlies ist so ähnlich wie Rauhfaser. Hab in den bisher tapezierten Zimmern damit gute Erfahrungen gemacht. Kleine Unebenheiten verschwinden wunderbar damit. Un den Kasten einfach zu streichen, sind zuviele Makel dran: ausgefranztes Holz, teilweise etwas uneben geschliffene Kanten, die Schraubenlöcher usw. Das sieht man, wenn man das einfach nur überstreicht. Und Kunstleder oder Stoff... Ich will es so dezent wie möglich in die Wand integrieren, um die durch die Boxen und Kabelkanäle entstandene Fragmentierung möglichst stark zu verringern. Deswegen wär es mir ab liebsten, wenn der Kasten exakt so aussieht wie die Wand.
 
Das mit dem besser als erwartet war eine Aussage...
Malervlies hatte ich so in Erinnerung:

Aber ich weiß jetzt was du meinst.
 

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