1. Der T-1000 begegnet Kyle das erste mal, lässt sich entwaffnen und nach der Zeit befragen, statt ihn instant zu töten? Hauptsache, die Szene sieht halbwegs so aus wie in Teil 1, als Kyle einen echten Cop befragt. Und dann verwandelt der T-1000 ganz genüsslich seine Hand in eine Klinge und macht einen Schwung damit, so dass Kyle reagieren kann, statt einfach seinen Arm vorpreschen zu lassen mit dem Überraschungseffekt, dass er ihn in eine Klinge verwandelt hat. Diese Szene war für mich versuchter Fanservice, aber Bullshit. Klar darf so eine Schlüsselfigur nicht so früh sterben, aber das geht auch anders.
2. Bei der Szene im Parkhaus, als der Terminator durch seinen Teddybären auf John schießt...welchen Sinn hat das, wenn er weiß, was John ist, aber auch sieht, dass John Sarah und Kyle bisher nicht verletzt hat? Woher kennt er die Intentionen von John? Wenn er sie kennt (weil er aus der Zukunft von jemandem geschickt wurde, der ihn darüber in Kenntnis gesetzt hat), wieso wird Sarah nicht im Vorfeld darüber aufgeklärt, was aus John geworden ist? VOr allem gibt er dann 2 Schüsse ab und lässt sich dann zeitlich betrachtet aufhalten, statt jetzt, wo es dringend nötig ist, die beiden von John wegzubekommen, zu reden? Taktisch unklug, um ihn selbst zu zitieren.
3. Was soll eigentlich diese Zeitreise in die Zukunft von John und Kyle? Und dann auch noch so kurz vor der Apokalypse, statt weit vorher, um wesentlich mehr Vorbereitungszeit und evtl auch Infiltrierungszeit zu haben? So wie es John hatte z.B., der klugerweise 3 Jahre mehr bekam. Wieso man überhaupt vorwärts reisen muss, lag wohl daran, dass man die Protagonisten nicht altern lassen wollte. Dann hätte man wieder zusätzlich Maske/Tricktechnik anwenden müssen. Vielleicht wäre ohne eine Zeitreise eine Story möglich gewesen, in der man Skynet nicht nur versucht zu bekämpfen, sondern auch versucht, davon zu überzeugen, die Menschheit nicht zu vernichten. Das hätte mal was gehabt.
Ein paar Dinge im Film werden nicht geklärt: Wer schickt den T-800 zurück? Woher wusste Skynet von der alternativen Zeitlinie, in die er/sie/es John dann zurückschickt?
Außerdem: Der Trailer hat viel zu viel verraten über den Film. Das war mehr als dumm, und ich würde die Verantwortlichen dafür feuern.
Das war schon mal etwas Gemecker, es gibt aber auch Gutes an dem Film, und das nicht zu knapp, finde ich. Zum einen gab es den Kritikpunkt auf filmstarts.de, dass Emilia Clarke untergehen würde bei den beiden männlichen Protagonisten. Zugegeben, die durchtrainierte Linda Hamilton sah vom Körper einfach passender aus, aber Emilia macht imho dennoch einen guten Job als Action-Amazone. Auch gefiel mir die zweite Hälfte des Films recht gut.
Die Szene, in der deutlich wird, dass der T-800 ein eigenes Bewusstsein und somit auch Gefühle entwickelt hat, fand ich klasse. Dass er dann zu einem T-800/1000-Hybrid wurde, war dann schon etwas trashig, geht aber so in Ordnung.