Vorstandsbeauftragter der Telekom für den Breitbandausbau, Ulrich Adams, erklärt: Das Verfahren über den Zugang der Deutschen Telekom auf Kabelverzweiger zum Breitbandausbau steht "in den letzten Schritten". Auch das umstrittene Thema des Bitstromzugangs wurde bereits diskutiert. Man sei mittlerweile "fast schon bei der Preisfrage angekommen". Er ist zuversichtlich, dass die Deutsche Telekom grünes Licht für die exklusive Vermarktung der VDSL-Vectoring-Technik ca. 8000 dieser Verteiler bekommt. Fast sechs Millionen Anschlüsse könnten so mit 100MBit/s ausgebaut werden.
VDSL-Vectoring und Bitstromzugang - was ist das und warum ist es so problematisch?
Jeder Kunde bekommt innerhalb eines Telefonkabels eine eigene Ader für die DSL-Datenübertragung. Bislang war es jedem (Fremd-)Anbieter möglich, eine eigene Ader innerhalb des Telekom-Kabels zu mieten, um einen DSL-Anschluss über eigene Technik zur Verfügung zu stellen (
Vectoring sorgt hier für Abhilfe. Dabei wird das eingespeiste DSL-Signal so modifiziert (verfälscht eingespeist) um das Nebensprechen am Ende der Leitung auszugleichen. Problem dabei: Der
Die mögliche Lösung: Bitstromzugang
Zukünftig könnten andere Anbieter ihre Produkte weiterhin vermarkten, allerdings nicht mehr mit eigener Technik innerhalb des mit Vectoring ausgebauten Kabelstrangs. Dort soll ein DSLAM der Telekom (oder eines anderen Anbieters) auch die Anschlüsse der Kunden von Fremdanbietern zur Verfügung stellen und die gesendeten Daten über einen Bitstromzugang an den jeweiligen Anbieter weiterleiten.
Andere Anbieter protestieren gegen dieses Vorgehen. So habe die Telekom die Möglichkeit, ausgesuchte Gebiete wieder zu monopolisieren. Der Bundesverband Breitbandkommunikation fordert sogar, das Netz der Telekom abzuspalten und so Netz und Betrieb zu trennen. Ulrich Adams hingegen versichert, dass alle Anbieter von dieser Vorgehensweise profitieren würden und ihre Produkte weiterhin anbieten könnten.
Glasfaser in weiter Ferne, Mobilfunklösungen absehbar
Hermann Rodler (Nokia Networks) setzt vielmehr darauf, dass in Kürze mit 5G auch mittels Mobilfunk ein konkurrenzfähiges Netz vorhanden sein könnte, um die geforderten Bandbreiten liefern zu können. Der CEO von Ericsson Deutschland, Stefan Koetz, merkt an: "Wenn Sie darauf warten, dass der Bedarf da ist, sind sie fünf Jahre zu spät." Mit einer flächendeckenden Infrastruktur sollen Visionen wie beispielsweise das vernetzte Auto in Zukunft möglich sein.
Walther Haas, Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei Technologies Deutschland schwärmte hingegen bereits von "Super Vectoring", dem Nachfolger von Vectoring mit dem 400MBit/s über Kupferkabel möglich sein sollen. Die Ideallösung eines flächendeckenden Glasfasernetzes sei in Deutschland noch in weiter Ferne. Andere Länder sind in diesem Bereich bereits viel weiter fortgeschritten, oft aber nur weil die entsprechenden Glasfaserkabel "fliegend" an Häuserwänden und Kabelmasten verlegt werden.
Quelle:
VDSL-Vectoring und Bitstromzugang - was ist das und warum ist es so problematisch?
Jeder Kunde bekommt innerhalb eines Telefonkabels eine eigene Ader für die DSL-Datenübertragung. Bislang war es jedem (Fremd-)Anbieter möglich, eine eigene Ader innerhalb des Telekom-Kabels zu mieten, um einen DSL-Anschluss über eigene Technik zur Verfügung zu stellen (
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). Da die Kupferadern innerhalb eines Telefonkabels, welches ursprünglich nur zur Bereitstellung von Telefoniediensten ausgelegt war, kaum geschirmt sind, beeinflussen sich alle Anschlüsse innerhalb des Kabels gegenseitig. Durch die so auftretenden Störungen war es bisher nicht möglich, mehr als 50MBit/s über DSL zu übertragen. Vectoring sorgt hier für Abhilfe. Dabei wird das eingespeiste DSL-Signal so modifiziert (verfälscht eingespeist) um das Nebensprechen am Ende der Leitung auszugleichen. Problem dabei: Der
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muss die auftretenden Störungen bereits im Voraus kennen und so berücksichtigen. Daher müssen alle eingespeisten DSL-Signale innerhalb eines Kabelstrangs vom selben DSLAM gesendet werden. Eine Entbündelung der Kupferadern für eigene Technik eines anderen Anbieters, wie bisher, ist so nicht mehr möglich.Die mögliche Lösung: Bitstromzugang
Zukünftig könnten andere Anbieter ihre Produkte weiterhin vermarkten, allerdings nicht mehr mit eigener Technik innerhalb des mit Vectoring ausgebauten Kabelstrangs. Dort soll ein DSLAM der Telekom (oder eines anderen Anbieters) auch die Anschlüsse der Kunden von Fremdanbietern zur Verfügung stellen und die gesendeten Daten über einen Bitstromzugang an den jeweiligen Anbieter weiterleiten.
Andere Anbieter protestieren gegen dieses Vorgehen. So habe die Telekom die Möglichkeit, ausgesuchte Gebiete wieder zu monopolisieren. Der Bundesverband Breitbandkommunikation fordert sogar, das Netz der Telekom abzuspalten und so Netz und Betrieb zu trennen. Ulrich Adams hingegen versichert, dass alle Anbieter von dieser Vorgehensweise profitieren würden und ihre Produkte weiterhin anbieten könnten.
Glasfaser in weiter Ferne, Mobilfunklösungen absehbar
Hermann Rodler (Nokia Networks) setzt vielmehr darauf, dass in Kürze mit 5G auch mittels Mobilfunk ein konkurrenzfähiges Netz vorhanden sein könnte, um die geforderten Bandbreiten liefern zu können. Der CEO von Ericsson Deutschland, Stefan Koetz, merkt an: "Wenn Sie darauf warten, dass der Bedarf da ist, sind sie fünf Jahre zu spät." Mit einer flächendeckenden Infrastruktur sollen Visionen wie beispielsweise das vernetzte Auto in Zukunft möglich sein.
Walther Haas, Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei Technologies Deutschland schwärmte hingegen bereits von "Super Vectoring", dem Nachfolger von Vectoring mit dem 400MBit/s über Kupferkabel möglich sein sollen. Die Ideallösung eines flächendeckenden Glasfasernetzes sei in Deutschland noch in weiter Ferne. Andere Länder sind in diesem Bereich bereits viel weiter fortgeschritten, oft aber nur weil die entsprechenden Glasfaserkabel "fliegend" an Häuserwänden und Kabelmasten verlegt werden.
Quelle:
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