Telefondose am falschen Ort – mit Router, VLAN und Co. kompensieren?

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gelöschter Benutzer

Guest
Hallo Leute,

Wir haben mehrere Räumlichkeiten. In einer ist ein Kabelanschluss, in einer anderen ca. 10m Kabelweg entfernt ein Telekom-ADSL-Anschluss. Jetzt würde ich die Leitungen gerne via load balancing kombinieren, allerdings müssen dazu ja beide Internetleitungen zum selben Router. Der steht in der Nähe des Kabelanschlusses und zwischendrin ist kein Leerrohr, dafür aber ein Ethernet-Kabel, an beiden Seiten hängen Switches. Dummerweise kann ich ja nicht einfach das Modem an den einen Switch anschließen und das dann durchrouten ;)

Soll ich also einen zweiten Router als Gateway für den Telekom-Anschluss nutzen und ein VLAN aufbauen, über das der erste Router dann die Verbindung ins Telekom-Netz aufbaut oder gibt es eine elegantere Lösung? Schwierig wird's auch, wenn man die Telefondose verlegen wollte, dafür müsste jemand Schlitze klopfen wie ein blöder. Ist ein "Altbau" von ca. 1960 und natürlich ist das die tragende Betonwand, die da in der Mitte ist...
 
Möglichkeit 1: 1. TAE verlegen
Dazu musst Du nicht unbedingt ein neues Kabel verlegen. Für DSL reicht billiger Klingeldraht/Schaltdraht ( ) aus, um das Signal zu übertragen. Der lässt sich auch wunderbar z. B. hinter Randleisten verlegen. In der 1. TAE der Telekom auf Stift 5+6 einklemmen, auf der anderen Seite eine neue TAE (Stift 1+2) oder Netzwerkdose (Stift 4+5).

Möglichkeit 2: Doppelbelegung des Netzwerkkabels
Für Gigabit-Ethernet brauchst Du zwingend alle Adern im Kabel. Für 100MBit/s reichen aber zwei Adernpaare von vier, folglich wären dann zwei Adernpaare frei über die Du DSL übertragen könntest. Allerdings musst Du dann eben auf Gigabit verzichten.
 
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  • #3
Leider brauche ich GbE.

Ich frage jetzt mal den Vermieter, was der da machen kann. Ansonsten wird ein Leerrohr gelegt werden müssen, weil das jetzt schon das zweite Mal wäre, dass ich einen Workaround installieren müsste.
 
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  • #5
wie soll denn dann die PPPoE-Verbindung aufgebaut werden? Nutzt man da dann die MAC? IP bekommt das Modem ja nicht.

Das Modem ist btw dieses:

Kann ich da einfach ein VLAN von Modem → Switch1-Port → Switch2-Port → Router aufbauen?
 
Eventuell hast du Glück und das WAN wird durch den Schwitch geschleift :unknown:

Vergiss es, hab vergessen dass die WAN Stecker anders sind :D
 
Das Modem ist ja dazu da normalen Ethernet verkehr nach PPPoE umzuwandeln, bekommt deshalb logischer Weise keine IP da nur Layer 2.
Mit einem VLAN sollte das eigentlich schon funktionieren.
 
Mal etwas am Thema vorbei, aber:

Hast du ein solches Load-Balancing schonmal getestet? Das ist nämlich nicht unbedingt benutzerfreundlich. Die hauptsächlichen Probleme bestehen hier nämlich in Timeouts und Verbindungsabbrüchen, da es 2 verschiedene Leitungen und auch IP Adressen gibt. Selbst beim Surfen wird man oft nicht mehr wieder erkannt, wenn beim shoppen auf einmal die IP wechselt.

Du schreibst zudem du hast Kabel. Dort sind mittlerweile schon teilweise 200 Mbit möglich. Das ist nicht ausreichend? Und wenn du unbedingt am gleichen Platz sein musst für deine Lösung, wieso nicht einfach ein 2. Kabelmodem? Wenn du den DSL-Vertrag kündigst, gibt es sogar ein Restlaufzeitprogramm, das dich von der Grundgebühr befreit.

Ich halte ein solches Vorhaben in der Praxis für zuhause als nicht komfortabel und nur schwer bis gar nicht nutzbar.
 
Quatsch nicht, wenn du keine Ahnung hast. Natürlich geht es um 2 Verträge mit jeweils der vollen Kapazität. Deshalb erwähnte ich ja das Restlaufzeitprogramm.
 
Ja und was ist mit der Ausfallsicherheit?

Load Balancing dient nicht allein zur Beschleunigung, sondern auch, falls ein System ausfällt. Da wäre bei zwei mal beim selben Anbieter nicht so das beste ...

Außerdem kann man beim Load Balancing gut regeln definieren, welche Ports etc. auf welcher Leitung laufen. So kann man das Problem beim surfen etc. einfach umgehen ;)
 
Wenn es um Ausfallsicherheit geht, kommt es halt auf die Ansprüche an. Ich habe dafür zb einfach einen Surfstick in der Fritzbox. Damit geht es dann direkt weiter für die Dauer der überschaubaren Ausfälle. Ansonsten hast du natürlich recht, was den gleichen Anbieter angeht zu diesem Thema.

Was das "regeln" ansich angeht, sehe ich das etwas anders. Klar ist es prima, wenn die Leitung zum spielen frei von Down- sowie Upload ist, aber lohnend vom Geld und Aufwand? Da müsste man schon sehr nerdig unterwegs sein. ;) Und da die meisten Downloads vmtl. über http und damit Port 80 ankommen, weiss ich nicht inwieweit das überhaupt funktioniert. :)
 
Quatsch nicht, wenn du keine Ahnung hast. Natürlich geht es um 2 Verträge mit jeweils der vollen Kapazität.

Und wie stellst du dir das vor? Die Kabelbetreiber stellen die Kapazität des Kabels entsprechend ein das 200Mbit rauskommen, da kannst du auch 10 Verträge haben. Schneller wird da nichts.
 
Du liegst vollkommen falsch. Wie in einem Netzwerk wird sich die verfügbare Bandbreite der Kopfstation unter allen gebuchten Tarifen geteilt über das komplett angeschlossene Gebiet. Das Modem wählt sich mit dem gebuchten Tarif ein und das wäre dann auch die mögliche Geschwindigkeit. Und wenn da keine Segmentierungsarbeiten anstehen, kannst du auch im selben Haushalt 10 Modems mit jeweils 100 Mbit betreiben, welche - jedes für sich - den vollen Down- und Upload zur Verfügung stellen. Vorraussetzung dafür sind - wie nun bereits 2x erwähnt - verschiedene Verträge.
 
Momente mal, gerade bei DOCSIS spielen da noch mehrere Faktoren mit! Wie du bereits sagtest, müssen entsprechende Frequenzen frei sein, dann muss im Haushalt auch die entsprechende Leistung liegen und der Anbieter muss sich auf sowas einlassen!

Ja, bei der Fernsehdose wird auf mehreren Frequenzen gearbeitet und man bekommt bei Unitymedia gerade neuerdings Dosen mit 2x DATA Leitung, jedoch kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, dass man darauf auch 2 Modems anschließen kann. Und selbst wenn --> Die Problematik mit den Verbindungsabbrüchen hat man damit auch nicht gelöst :D
 
Ach Kinners.. langsam nervt es. Dann recherchiert doch selbst, wenn ihr mir nicht glaubt. Oder denkt einfach mal nach. Und auf was soll sich der Anbieter einlassen?! Mehrere Verträge zu verkaufen?!

Ein Hochhaus mit ~200 Parteien hat im Keller genau einen HÜP. Dieser wird verteilt in die Wohnungen. Wie auch in allen anderen Mehrparteienhäusern oder in einem Einfamilienhaus. Klingelt es langsam?

Zur Kabeltechnik selbst, hatte ich hier schonmal einiges geschrieben. Keinen Bock das nun nochmal alles zu wiederholen. Könnt ihr euch ja nun selbst raussuchen. Bin erstmal raus hier.
 


Das ein Hochhaus nur einen HüP hat weis ich, ich wohne doch selber in einem! Ich stell mir nur gerade etwas schwierig vor, wie in die SELBE Wohnung 2x die selbe Leistung erfolgen soll?
 
Entweder Dosen mit entsprechenden Widerständen setzen, oder eine 2. MMD setzen lassen. Wird beides bezahlt vom Kabelanbieter.
 
Das Problem ist ja genau das ein Hochhaus nur einen HüP hat. Somit nur ein Kabel mit entsprechenden Kanälen für Down und Upstream. Pro Kanal sinds ca. 50Mbit/s. Vier Gebündelte Kanäle sind entsprechend 200. Jeder Kanal Braucht 8 MHZ.

Das Kabel hat einen theoretischen Frequenzbereich von derzeit 5 bis 862 MHz, wobei ein Grossteil für erstmal nicht genutzt wird oder für TV und Radio belegt ist. Schlussendlich bleiben etwas um die 200 MHZ für den Downstrem übrig. Das währen dann etwa 1.2GBit/s.

So nun haben wir in einem Haus 10 Verträge alle 200 MBit/s, alle gehen nun ins Internet. Nach deiner Theorie alle mit Vollergeschwindigkeit, da sie den Vertrag haben. Die Kabelkapazität spielt ja keine Rolle ;)

In der Praxis hat aber jeder noch eine Bandbreite von 120MBit/s, weil das KAbel einfach nciht mehr hergibt. Mehr BAndbreite gibts erst mit DOCSIS3.1
 
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