[Sonstiges] Tödlicher Unfall im Holiday Park in Haßloch

spinningbarrels.png Ein elfjähriges Mädchen ist am Freitag im Holiday Park, einem Freizeitpark im rheinland-pfälzischen Haßloch, ums Leben gekommen. Das Kind fuhr auf einem sogenannten Breakdance-Karussell, "Spinning Barrels" genannt (drehende Fässer). Aus bislang unbekannten Gründen fiel sie auf die Plattform und wurde mitgeschliffen.

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mädchens feststellen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, gehe man derzeit von einem tragischen Unfall aus. Der genaue Hergang muss jedoch noch ermittelt werden.

Das Fahrgeschäft bleibt vorerst gesperrt, der Park ist allerdings weiterhin geöffnet.


Quelle:

Bild: Screenshot, holidaypark.de
 
Sicher kann man dem Opfer eine gewisse eigene Schuld vorwerfen, aber herrjemine, sie war erst 11 Jahre alt und der Bereich gehört gefälligst besser abgesichert.

Die Anklage wegen fahrlässiger Tötung geht imho so vollkommen in Ordnung.
 
Bei solch großen und somit gefährlichen Maschinen ist imho der Betreiber in der Pflicht.

Wieso lässt sich die Maschine überhaupt starten wenn die Tür offen ist? Das ist Elektrik im Wert von 100 €! Das baut einem jeder 0815 Elektriker ein.
Solche Sicherungen sind in jedem Industriebetrieb wo nur geschulte Fachkräfte arbeiten Gang und Gäbe, wieso nicht in einem Freizeitpark dessen Zielgruppe unter anderem Kinder sind?
 
Sicher kann man dem Opfer eine gewisse eigene Schuld vorwerfen [...]
Selbst darüber könnte man streiten, kommt ganz auf die Tür an, durch die sie gelangt ist. Muss nicht zwangsläufig klar gewesen sein, dass das kein "offizieller" Durchgang ist.

Ich denke auch, dass die Anklage durchaus gerechtfertigt ist.
 
Mit dem "vorwerfen können" meine ich die anfangs undurchsichtige Faktenlage. Aber da hast du ja schon auf Seite 1 gesagt, erstmal die Untersuchung abzuwarten, was dann ja auch zu einem ganz anderen Ergebnis und einer anderen Erkenntnis führt.
 
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Wieso lässt sich die Maschine überhaupt starten wenn die Tür offen ist? Das ist Elektrik im Wert von 100 €! Das baut einem jeder 0815 Elektriker ein.
Das Geschäft ist relativ alt, da ist es wohl etwas komplizierter das so einzubauen. Sollte aber trotzdem sein. Aber wenn man nicht muss dann verzichtet man da halt aus Kostengründen drauf. Noch viel schlimmer finde ich, dass die Bediener der Fahrgeschäfte oft nur wirklich kurz eingewiesen werden.
 
Update: Ein Mitarbeiter zu Geldstrafe verurteilt, zwei Mitangeklagte freigesprochen

Update: Der 22-jährige Mitarbeiter, der das Fahrgeschäft "Spinning Barrels" bedient hat, wurde nun vom Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt. Die beiden Mitangeklagten wurden freigesprochen.
Die Staatsanwaltschaft forderte für alle drei Angeklagten Geldstrafen, die Verteidigung Freisprüche.


Quelle:
 
Was bitte bringt eine Geldstrafe? Kein Mensch macht sowas mit Absicht. Der Gedanke daran, ist Strafe genug für ihn.
 
Ist halt Deutschland. Eines der vielen Dinge, die mich hier so ankotzen. Einer muss immer Schuld sein. Egal, wie absurd es ist.
 
Man könnte auch fragen: Warum gab es überhaupt ein Gerichtsverfahren, der arme Tropf wird sein Leben lang dran denken. Die Antwort dazu ist relativ einfach: Als mahnendes Beispiel um mehr Achtsamkeit zu erzeugen. Vermutlich wird nämlich nach diesem Urteil genauer die Fahrgeschäfte überprüft bzw. die Mitarbeiter werden nochmal vom Betreiber überprüft & ggfs. nachgeschult. Damit es eben nicht zu sowas wieder kommt.
 
... Kein Mensch macht sowas mit Absicht. ...

nein, aber fahrlässig.
Und auch das gehört bestraft, oder findest du nicht?
Wer einen verantwortungsvollen Job hat bei dem es darum geht sicher zu stellen das keine Menschen zu Schaden kommen der hat diesen Job anständig zu erfüllen oder sollte was anderes arbeiten in einem Bereich in dem Fahrlässigkeit nicht zum Verlust von Menschenleben führt.
 
Was ist das bitte? fahrlässige Tötung und eine Geldstrafe?
Entweder er ist schuldig, dann gehört er eingesperrt, oder er ist es nicht, selbst dann wäre er noch genug bestraft mit dem Gedanken an das was wegen ihm mit passiert ist. Lächerliche Rechtsprechung.
 


Gut, daß es in Deutschland Gerichte gibt und nicht der Pöbel Urteile fällt.
 
Das ist so das Problem, da liest man 1-2 Zeitungsartikel und ist größerer Experte was den Fall angeht als das Gericht und wenn einer verurteilt wird heißt es "typisch, hauptsache einen schuldigen gefunden", wäre er nicht verurteilt dann eben "typisch, keiner solls jetzt gewesen sein".
 
Was ist das bitte? fahrlässige Tötung und eine Geldstrafe?
Entweder er ist schuldig, dann gehört er eingesperrt,...

in deiner Auffassung.
Das Gesetz sieht es ja wie erwähnt anders vor.

Ich denke auch es gibt genug Fälle in denen der Beschuldigte am meisten gestraft ist sein ganzes Leben zu verbringen mit dem Gedanken ein Menschenleben auf dem Gewissen zu haben.
Was ändert es da wenn einer ein bis 2 Jahre in den Knast müsste?
 
Regt euch nicht auf, denn die Staatsanwaltschaft und die Eltern gehen in Berufung.



und



Gruß
Baer
 
Aber nur gegen die 2 Freisprüche, nicht gegen die Geldstrafe.
 
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