Stromverbrauch über 100% erhöht. Zähler angeblich nicht defekt.

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  • #21
Update:

Besagter Freund hat nun kommenden Montag einen Gerichtstermin. Die Stadtwerke haben, natürlich, Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt und Montag kommt es zur Verhandlung. Ein Richter wird nun, nach Anhörung beider Parteien entscheiden.
 
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  • #22
Update:

Schlecht ausgegangen für meinen Freund :rolleyes:
Der Richter entschied, aufgrund der Tatsache das die Überprüfung des Zählers keinen defekt aufwies, gegen ihn. Der Verbrauch der letzten jahre spielt keine Rolle. Und auch die Halbierung des Verbrauches nach einbau des neuen Zählers könnte ja auf plötzliche (widerkehrende) Sparsamkeit des verbrauchers zurück zu führen sein.
Sprich, er hätte mehr Verbraucht, warum auch immer, und diesen mehrverbrauch nach zählerwechsel wieder an sein voriges verbrauchsverhalten, wohl wissentlich, nach unten korrigiert. Auch wenn das eine reine Mutmaßung des Gerichtes ist, wurde dennoch zu Gunsten der Stadtwerke entschieden. Aufgrund der Zählerprüfung.

Nun zahlt er die Schulden + Zählerprüfung + höhere Abschläge + Gerichts und Anwaltskosten.
Hat sich alles in allem also nicht gelohnt.
 
Das ist sehr ärgerlich und bisschen arg konstruierte Urteilsbegründung vom Gericht, naja - ich mein wer würde sich so eine Mühe machen und so ein Risiko für so einen relativ kleinen Beitrag machen, wenn dabei noch Gefahr besteht, dass dieser noch wesentlich größer wird. Höhere Abschläge sind sogesehen nicht schlimm weil man sie ggf. wieder zurück bekommt, Rest aber sicherlich.
 
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  • #24
Anfänglich waren es wohl ~400€ die nachzuzahlen gewesen wären.

Nun sind es die ca. 400€ Nachzahlung + ca. 200€ Zählerprüfung + ca. 200€ Differenz aus den gezahlten Abschlägen zu den erhöhten angepassten Abschlägen seit Beginn des Jahres + Betrag X Gerichts und Anwaltskosten.

Könnte mittlerweile also 4-stellig sein.


Er kotzt Grad .. so richtig.
 
Au weia, da würde ich auch aufs Kissen schlagen und ein paar Wuttränen da reindrücken.

Nichtsdestotrotz würde ich mich trotzdem auf die Suche nach der Ursache machen, damit das nicht noch mal passiert.
Seien es im Keller/in einer Abstellkammer/auf dem Balkon irgendwelche komische Bohrlöcher zum Nachbarn oder
vielleicht doch ein defektes Gerät wie Heizlüfter im Winter oder so was. Also was nicht durchgehend genutzt wird.
 
Das ist sehr ärgerlich und bisschen arg konstruierte Urteilsbegründung vom Gericht,
Aergerlich ja, aber dieses Urteil war absolut abzusehen.
Ein Gericht kann sich nun mal nicht an Vermutungen, oder alte Durchschnittswerte stuetzen.
Fuer ein Gericht zaehlen nur Fakten und Beweise.
Ein neuer wieder niedriger Stromverbraucht ist nun einmal kein Beweis dafeur das es die Monate davor anders war.
Ein offiziell gepruefter Stromzaehler dagegen gilt vor einem Gericht als Beweis.

Meine Vermutung geht ja auch wie ich schon vorher geschrieben hab in die Richtung dass das ein vorruebergehender Stromklau war oder eben ein Geraet was jetzt nicht mehr verwendet wir.
In diese Richtung haette Dein Freund mal lieber investigieren sollen. Z. Bsp wie die Leitungen hinter dem Zaehler aussehen? fehlt da an Stellen Dreck wo andere Leitungen dreckig sind. Wurden irgendwo Verbindungen geloest und wieder geschlossen? Schrauben und Leitungen die ueber Jahre nicht angeruehrt wurden kann man gut erkennen. Wurde eine Schraube und ein Kabel erst kuerzlich geloest kann man dies an der fehlenden Oxyd Schicht erkennen.
Haette man in dieser Richtung eindeutige Beweise gefunden und diese dem Gericht vorgelegt haette man vielleicht noch eine ganz kleine Chance gehabt. Aber selbst diese duerfte nur minimal sein da auch hier nur ein direkter Beweis zaehlt. Also man muss den Nachbarn direkt beim Stromkauen erwischen.
Wenn man dagegen das oben erwaehnte Bohrloch findet koennte man eventuell noch eine Chance haben. Aber auch hier muesste man das erst anzeigen und die Polizei ermitteln ob denn noch Spuren eines Stromklaus zu erkennen sind. Ohne so eine offizielle Ermittlung zaehlt das auch nicht als Beweis.
Man hatte ja auch selber ein Loch bohren koennen oder ein bisschen an den Verbindungen rumspielen koennen.
 
Ärgerlich, aber da muss er jetzt wohl durch. Ich denke, er sollte daraus mitnehmen, dass er regelmäßig den Zählerstand checkt und sich den notiert. Dann kann er zumindest etwas schneller auf eventuelle Schwankungen reagieren.

Ich hab den Thread hier als Anlass genommen auch mal wieder regelmäßiger zu kontrollieren, denn das haben wir früher auch fast monatlich gemacht. Wir erhöhen auch jedes Jahr den Abschlag wieder auf das alte Maß. Wir liegen nämlich lieber drunter und bekommen was zurück, als nachzahlen zu müssen. Da möchte der Versorger dann jedes Mal den Abschlag senken und wir drehen ihn wieder hoch. Es handelt sich hier auch nur um 3-5 Euro, also keine Unsummen.
 
Klaut einer Strom im Keller kann man auch mal die betreffende Steckdose im Sicherungskasten umklemmen und anstelle des 0-Leiters eine zweite Phase auflegen. Wird lustig. (nur nicht für den anderen)

Theoretisch ja, praktisch bekommt man dafür eher eine Haftstrafe - oder zumindest eine wesentlich höhere als der Stromdieb
 
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