Natürlich vertritt ein Bankangestellter, in erster Linie, die Interessen seiner Bank, sonst braucht er auch gar nicht dort zu arbeiten. Du würdest in 90% alle Fälle auch keinem Kunden raten: "Ja wissen se, gehen sie mal lieber zu einer anderen Firma...." - zumindest nicht wenn dir sicher bist, das deine Firma die Leistungen erbringen kann. Das man andere Anbieter empfiehlt, klar, macht in einigen Fällen auch Sinn... aber das ist doch nicht die Regel...
Es gibt auch Anlageberater - und die Beratung ist eine kostenfreie Leistung deiner Bank weil du eh schon Gebühren et cetera zahlst... außerdem, auch wenn es in Ihrem Interesse liegt das du ein "Produkt" kaufst - so bleibt die Entscheidung ob du dich dazu bereiterklärst bei "Starkstrom für Timbuktu, 5 Jahre, 250% Rückzahlung bei Erfolg, nicht garantierte Mindestrückzahlung" oder "Hedge Fond 5000 Plus Maxi" mitzumachen oder nicht. In der Regel gibt es zu so was auch noch weitere Informationen. Oder wenn es um Aktionfonds oder Aktien generell geht...
Also ich denke schon das Banken "transparent" sein können, man muß sich den ganzen "Quark" auch wirklich zu Gemüte führen und dann entscheiden ob man sich darauf einlässt oder nicht.
Aber auch nicht davor zurückscheuen sich fragen zu stellen und ob man das Risiko, und das gibt es überall, wirklich eingehen kann/will.
Deswegen ja: Honorarberater. Der kostet Geld. Und das ist gut, weil transparent. Lasse mich da gerne aufklären, da bisher keine eigenen Erfahrungen.
Das leuchtet mir auch ein: Der berät mich 1 Stunde + 1 Stunde Umsetzung oder so und kriegt dafür 300-400 Euro. Oder er kriegt 0,5% von dem Vermögen, das investiert werden soll.
Natürlich, weil er Honorar haben will, ist es auch gleich viel transparenter - dann muß die Beratung ja stimmen!

In einer Session in der ich 300-400 € zahle, kann der mir eine Stunde auch irgend einen Blödsinn erzählen, der dem Menschen hilft seinen Geldbeutel auszufüllen - oder der Mensch ist als Einzelunternehmung so auf den Tech-Dax eingeschossen, das er nichts anderes mehr empfehlen würde als Anlage.
Also ich wäre in diesem Fall skeptisch und würde mich, bevor ich überhaupt etwas in die Hand nehme, mir ein Bild über diesen "freien" Berater machen, wenn überhaupt. Und dann entscheiden ob es mir Wert ist für seine Dienste zu bezahlen bzw. ob die Beratung überhaupt sein Geld wert ist.
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In jedem Fall sollte man sich einfach mal viele Meinungen anhören... zum Unterschreiben kann man sich nicht zwingen lassen - und gegen eine halbwegs seriöse (Erst)beratung steht auch nichts im Wege. Aber da muß man dann auch wirklich abwegen ob und wie man diese Beratung annimmt. Und man sollte natürlich nicht zu allem nur "ja und Amen" sagen und sich
nicht nur "irgendwas"
aufschwatzen lassen. Und auch mehrere Banken "abklappern" und vergleichen, nicht nur die "Hausbank".
1) Und klar, wenn es Informationen zu etwas gibt - Mitnehmen und eventuell auch vorher lesen. Wie bei allen Verträgen oder Abmachungen...
2) Fragen klären, Risiko und Risikobereitschaft klären/entdecken
3) Grenzen setzen
Nur so meine "Tips".