[Technik] SSD Speicher geht in die nächste Stufe - 8 TB bei 2,5 GByte/s

13487.jpg Liebe Speicherfreunde, PMC-Sierra hat in Zusammenarbeit mit Memblaze eine neue SSD vorgestellt, die Pblaze 4. Mit einer Gesamtkapazität von 8 TB gehört sie zweifelsfrei zu den größeren Massenspeichern. Die Anbindung an das System erfolgt dabei über PCI-E x8 und erreicht Transferraten von bis zu 3,2 GByte/s beim Lesen und 2,5 GByte/s beim schreiben. Besteller können sich dann in Zukunft über mehrere Varianten entscheiden, nämlich der vollen Höhe des PCI Formats, oder der halben Höhe. Außerdem soll sich dann der Kunde zwischen Single-Level- und Multi-Level-Zellen entscheiden können, die zur Veränderung der Performance und Ausdauer führen. Ein Veröffentlichungsdatum und Listenpreis ist aktuell noch nicht bekannt.

Quelle:
Bild: Memblaze
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, die SSD gehört halt für Server bzw. Datastorages. Das in dem Sektor immer wieder weiter entwickelt wird wundert mich nicht. Für den Heimverbrauch ist das Teil dann doch eher Überkonzipiert bzw. fraglich, ob man die SSD überhaupt gescheit einbauen kann.
 
Heimanwender brauchen das auch nicht. da reicht eine 125 oder 250 gb platte fürs system. Der Rest kommt auf normale HDDs.
 
Der "Normale" Heimandwender gibt sich auch mit einer 500gb HDD zufrieden. Solange sich Office, Facebook & ggf. der Mailclient öffnen ist die Welt pink.
 
Bill Gates sagte 1981:
«640 Kilobyte sind genug für jeden.»

Also, sag niemals nie.
 
Die eine Entwicklung sowie deren Marktreife ist vielleicht auch die Grundlage für die Nächste. Also ich bin gespannt :)
 
Der "Normale" Heimandwender gibt sich auch mit einer 500gb HDD zufrieden. Solange sich Office, Facebook & ggf. der Mailclient öffnen ist die Welt pink.

Cybercat war schneller:

Bill Gates sagte 1981:
«640 Kilobyte sind genug für jeden.»

Also, sag niemals nie.


8TB finde ich jetzt nicht unattraktiv. Das sind ein paar FHD Filme/ Serien und die Platte ist voll.
Klar, für Office, Facebook und Email ist das übertrieben, aber wer sich das einbaut, der hat auch andere Anforderungen.
Dass 8TB "zu viel" sind, sollte man so nicht sagen. Die letzte Lan, die ich mitbekommen hatte, hatte Clients im Netzwerk, die mal eben ihre ~30TB im Netzwerk freigegeben hatten. Auf meinem Desktop idle ich auch mit 1TB rum und bin weit davon entfernt "mehr" zu brauchen. Der Laptop hat, wenn ich das richtig im Kopf habe, 500GB und auch da stoße ich noch lange nicht an die Grenzen. Klar, das hängt davon ab, was ich auf dem Gerät machen will, aber das NAS und Filmarchiv sind 8TB keine Besonderheit mehr. - Ob das für die Massenproduktion reicht, sei dahin gestellt.
 
Bei SSDs gehts vorrangig nicht um den Platz sondern um Geschwindigkeit. Das sollte doch jeder hier wissen oder? Dort speichert/installiert man Programme drauf damit sie schneller starten/arbeiten/kommunizieren. Und aus dem Homebereich ist mir jetzt kein Programm bekannt das soviel Speicher verbrauchen würde. Filme/Serien/Games auf die Systemplatte zu speichern ist nicht sehr empfehlenswert und dafür SSDs zu verwenden bringt jetzt auch keine nennenswerten Vorteile. Klar, bis auf dem Preis gibt es auch keine nennenswerten Nachteile. Deswegen wird es wohl iwann HDD ersetzen... aber das dauert noch weil von >Brauchen< einfach keine Rede sein kann.

Edit: Vllt hiflt es dem Kontext wenn ich erwähne das mein erster Post eigentlich eine Ergänzung zu meinem Vorpost gewesen sein soll.


Zitat Cat: "Also, sag niemals nie."

hab ich ja glücklicherweise nicht. ;)
 
Hab mich schon bei den ersten PCIe SSDs gefragt wer da eigentlich die Zielgruppe sein soll.
 
Noch. Wenn die SSD-Preise noch etwas weiter rutschen hat sich das Thema HDD erledigt.
Glaube ich nicht. Die HDDs werden entsprechend billiger werden. Als Datengrab für TBs an Filmen, Iso-Files und Musik bringt eine SSD absolut keine Vorteile - außer Lebensdauer, Ausfallsicherheit und Energiebedarf, was aber keinen vielfachen Preis pro TB rechtfertigt.

Als ~November 2011 die halbe HDD-Industrie absoff sind da die Preise massiv gestiegen und es wird Zeit dass es da nach unten geht.
Die SSD wird sicher druck machen denn spätestens wenn sie nur noch wenig mehr kostet (Preis/TB), wird sie als Datengrab äußerst interessant.

Edit: Und da SSDs völlig andere Technologie sind und somit von ganz anderen Unternehmen kommen, kann die HDD-Industrie auch keine "hauseigene Konkurrenz vermeiden"
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe eine 256GB SSD für das System.
Eine 128GB SSD, da sind speicherintensive Spiele drauf die ständig nachladen (bereitgestellt in einem Ordner, ohne Laufwerksbuchstabe)
eine 1GB-RAM Disk angelegt mit dem ganzen TEMP-Gruscht um die SSD nicht voll zu müllen. (Sehe ich als Pflicht an bei SSD-betrieb)
Dazu noch HDDs, intern und extern für Daten und Backups. In Größen zwischen 512GB und 4TB
 
Filme/Serien/Games ... und dafür SSDs zu verwenden bringt jetzt auch keine nennenswerten Vorteile.

Stichwort Ladezeiten.
Gerade bei aktuellen Titeln fällt das extrem auf.

Hab 6 TB auf 4 Platten verteilt, also 8TB sind gar nicht mehr so utopisch.
Als Datengrab reichen mir aber (noch) die normalen HDDs.
 
fettes teil, der durchsatz ist ja fast auf dem niveau von RAM-drives von vor ein paar jahren :eek:.. wird sicher ein paar tausis kosten aber zusammen mit 2-4 schnellen GPUs dürfte das einen ganzen haufen an FEM-simulationen vom großrechner auf die workstation verlagern.. bei TBytes an datenmengen, die bei mittelkomplexen simulationen anfallen, kommt man mit RAM-drives & co. einfach nicht hinterher - da wäre so eine hardcore-SSD genau das richtige..

für den privatbereich ist das natürlich noch ein paar jahre zu früh, es gibt wirklich keine anwendung, die sowohl die geschwindigkeit, als auch das volumen benötigt und entsprechend große HDDs (sind ja nur 1.5-2, die man für 8TB braucht) sind eben um den faktor 10+ billiger.. auf lange sicht ist die machbare magnetische datendichte bald erschöpft, da ist flash haushoch überlegen (die chips lassen sich ja auch wesentlich effizienter stapeln als magnet-platter), aber es wird noch 5-10 jahre dauern, bis magnetplatten auch preislich obsolet werden.. wollen wir hoffen, dass die datensicherheit von flash-speichern irgendwann mal die qualität von HDDs erreicht.. was datenrettung angeht, ist flash ein alptraum..
 
auf lange sicht ist die machbare magnetische datendichte bald erschöpft,

Quantum hat vor etwas mehr als 20 Jahren versucht wieder eine 5.25" Platte unters Volk zu bringen. "Quantum-Bigfoot" War aber damals aus Kostengründen.
Wäre es heute denkbar, dass wenn 3.5" Platten an ihre Grenze gestoßen sind, doch wieder 5.25" erneut das Licht der Welt erblicken?
Ich glaube nicht das so ein Flash-Speichermonster in naher Zukunft für Normalsterbliche bezahlbar wird.

Anders rum, gibt es schon 2.5" Platten mit 2TB. 4 Stück davon haben exakt die gleichen Abmessungen wie eine 3.5" Platte. Lässt die Vermutung nahe das wohl bei 8TB/3.5" ende ist.
Ich hatte einmal ein Festplattenlaufwerk mit 5.25" Abmessungen in der sich 2 einzelne 3.5" Laufwerke befanden (Nur die Mechanik) gesteuert von einer Elektronik. (War aber defekt. Habe ich selber nie am laufen gehabt)
Ich könnte mir daher auch ein 3.5" Laufwerk vorstellen, dass im Inneren 4 einzelne 2.5" Laufwerke hat.
 
5,25"-Laufwerke sind noch träger als normale Platten. Aber das sind alles Dinge die uns bei einem Datengrab nicht interessieren.
Solange nichts fragmentiert ist, ist es völlig egal ob der Lesekopf 10 oder 30ms zum positionieren braucht...
Ich könnte mir solche Laufwerke durchaus vorstellen.
 
Wäre es heute denkbar, dass wenn 3.5" Platten an ihre Grenze gestoßen sind, doch wieder 5.25" erneut das Licht der Welt erblicken?

eher unwahrscheinlich, 3.5" ist industriestandard für alles was mit storage zu tun hat.. auf 5.25" zu gehen wird das problem der datendichte nicht lösen, in erster linie weil datenträger in ihrer physischen größe nicht exponentiell wachsen können (jedenfalls nicht so wie die datendichte in den letzten jahrzehnten exponentiell gewachsen ist) ;).. von 3.5" auf 5.25" bekommt man vielleicht eine steigerung der datenmenge um den faktor 2-3 - das entspricht ein paar jahren wachstum durch höhere datendichte und dann ist wieder schluss (abgesehen davon brauchen XX TB an volumen auf 5.25" laufwerken fast genausoviel physischen platz und strom wie XX TB auf 3.5" laufwerken, also ist es für rechenzentren & co. eher uninteressant, zumal die infrastruktur für 3.5" schon da ist).. es ist viel wirtschaftlicher, einfach mehrere 3.5" laufwerke zu kombinieren, wenn man mehr platz braucht (NAS o.ä.).. der einzig mögliche echte fortschritt ist mehr datendichte und nicht bloß größere gehäuse mit mehr plattern..

ich sage auch nicht, dass bei den heutzutage machbaren 6-8TB pro laufwerk schluss ist - die miniaturisierung der magnetischen bits und schreib-/leseköpfe geht/ging ähnlich schnell exponentiell voran wie bei den transistoren, aber bei letzteren ist langsam eine grenze in sicht (momentan machen auf der skala quanteneffekte probleme; ultimativ ist die grenze die größe eines atoms und da fehlen nicht mehr viele größenordnungen).. beim magnetspeicher ist es ähnlich, aber ich denke ein paar mal kann man die datendichte noch verdoppeln bevor schluss ist (im sinne dass die magnetkörnchen so wenige spins enthalten, dass sie bei raumtemperatur nicht mehr stabil sind; man könnte auch den industriestandard "1 bitfehler alle 10 jahre" durch irgendeine schlaue fehlerkorrektur ersetzen und damit die korngröße weiter drücken)..

aber bis es soweit ist, könnte die magnet-HDD völlig durch flash abgelöst werden und dann ist dieses limit auf einmal irrelevant.. da flash theoretisch eine um etliche größenordnungen höhere datendichte haben kann, ist es nur eine frage der zeit, bis flash-laufwerke in HDD-größe wirtschaftlicher werden und dann gibts sehr schnell einen paradigmenwechsel (wie damals der umstieg von floppy-disk auf CD).. ich wage mal vorherzuglaskugeln, dass es genau mit dem erreichen des physikalischen limits einher geht (ich meine, wir steigen ja auch nicht auf kernfusion um, solange noch genug fossile brennstoffe vorhanden sind ;))..
 
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