Soundkarte als Oszilloskop

Eldorado

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Hallo,
Ich habe ein 12V Netzteil geschenkt bekommen (Noname aus China) und wollte mir mal die Qualität von dem anschauen.
Leider sind Oszilloskope doch recht teuer. Da habe ich letztens in einem qualitativ mießen Youtube Video gesehen das jemand seine Soundkarte bzw den Mikrofoneingang als Oszilloskop benutzt.
Jetzt ist die Frage die sich mir Stellt: Ist das Qualitativ überhaupt sinvoll? Gibt es vllt irgendwo billige Adapter zu kaufen womit ich das bewerkstelligen kann? (Habe kaum Bauteile da um mit Schaltungen selbst zusammen zu löten und müsste sowieso alles dafür kaufen).

VG
 
Und wenn du dir lieber gleich ein gutes Netzteil kaufst?

Im Ernst, kauf dir ein gebrauchtes älteres Oszi von Hama Hameg oder Tektronix bei ebay.
Für um die 100€ bekommst da was das deiner viel zu langsamen Soundkarte überlegen ist.
Aber klar, wenn du nur eine Brummspannung messen willst reicht vielleicht auch die Soundkarte.

Allerdings wird es genauso wenig Sinn machen die Soundkarte des Rechners zu nutzen an dem das 12V Netzteil hängt (wenn es ein PC Netzteil ist) wie es Sinn macht das ich dir hier so einen ausführlichen Post schreibe.
 
Zuletzt bearbeitet:
ups
meinte Hameg:D
Muss ich jetzt ein öffentliches Entschuldigungsschreiben verfassen weil ich auch mal nen Fehler gemacht habe?

edit:
@Troller
Mist, ich hätte wohl warten müssen bis noch 20 andere Leute die keine Ahnung von Elektronik haben gekommen wären um mir meinen Fehler unter die Nase zu reiben
:D
Ich hoffe du genießt das. Scheinst es ja nötig zu haben.:T:D
 
Spaß bei Seite und btt.

Hameg Oszis taugen was, auch wenn sie schon älter sind, und sind jeder Soundkartenlösung überlegen.

@TS
wie viel willst du denn ausgeben?
Warum hast du das mit der Soundkarte aus Spaß nicht einfach mal probiert?
 
Hameg Oszis taugen was, auch wenn sie schon älter sind, und sind jeder Soundkartenlösung überlegen.
Das stimmt so nicht.
Beide Geräte sind extrem unterschiedlich, was besser ist hängt vom Einsatzzweck ab:
Oszilloskope schaffen mehrere 100MS/s und mehr, meist aber nur mit 8 bis 10 bit -> ungenau, aber für hohe Frequenzen geeignet.
Soundkarten samplen in der High-End-Klasse mit knapp 200KS/s, lösen dafür aber mit 24bit auf - will man zB die Qualität eines Audioverstärkers messen, ist die Soundkarte hier bei weitem überlegen.
 
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  • #11
Also folgendes:
Ja ich hab schon überlegt einfach ein altes Gebrauchtes bei ebay zu kaufen. Ich weiß aber persöhnlich nicht wirklich wie oft ich es benutzen werde und wollte deswegen nicht 100€ ausgeben.
Derzeit will ich nur die Brummspannung eines Netzteils prüfen, was nicht an diesen PC verbaut ist (würde dafür meinen Laptop benutzen).
Warum ich mir irgend eine kleine Schaltung kaufen will? Weil ich wirklich 0 Komponenten hier habe und sowieso alles zusammenkaufen müsste, da kann ich ja gleich einfach eine kleine fertig bestückte Platine für <50€ kaufen, und mit die Lötarbeit sparen.

Wie hochfrequent sind denn die Brummspannungen in Netzteilen? Und wie hoch ist akzeptabel? (würde es einfach mit einem anderem Netzteil vergleichen was ich noch besitze). Wie Simuliere ich sprunghafte verbraucher um zu schauen wie schnell das Netzteil regeln kann? Einfach eine alte Festplatte anschließen die noch schön viel Strom frist? Hab da praktisch keine Erfahrung.
 
Das was du vor hast kann ein spaßiges Bastelprojekt werden, aber du kannst dir auch schnell deine Soundkarte bzw. dein Mainboard zerschießen. Der Eingangsspannungsbereich vom LineIn müsste (aus dem Kopf, nicht nachgeschaut) irgendwo bei 1-2V Peak-Peak liegen, deine 12V müssen also noch runtergeteilt werden.
Das eigentliche Problem sehe ich aber darin, dass der LineIn-Port in der Regel über einen Kopplungskondensator an den AD-Wandler der Soundkarte angebunden ist um Gleichanteile und niedrige Frequenzen zu elimieren. Das schränkt für dich natürlich den messbaren Frequenzbereich ein.

Einen Leistungssprung kannst du einfach durch einen passend dimensionierten Lastwiderstand simulieren.
 
Bei dem 12V Netzteil handelt es sich ziemlich sicher um ein Schaltnetzteil, daher wirst du bei diesem Netzteil keine Brummspannung messen können. Das wäre wenn dann Ripple bzw. Noise.

Übliche Soundkarten im PC (onboard) schaffen bis 48kHz Samplingrate, Studiosoundkarten schaffen hier bis zu 192kHz. Aufgrund von Aliasing musst du mit mindestens der doppelten Frequenz abtasten, sprich mit deiner Onboard Soundkarte könntest du maximal 24kHz erfassen. Nachdem auch Oberwellen interessant sind ist die Soundkarte hiermit nahezu vollkommen ungeeignet, denn Schaltnetzteile bewegen sich je nach Bauart im Bereich von mehreren kHz.

Zudem ist eine Analyse eines Netzteils ohne Last relativ sinnlos, sprich hier bräuchtest du auch noch eine steuerbare, elektronische Last. Die Qualität eines Netzteils an einer ohmschen Last beurteilen zu wollen ist schon fast wahnwitzig.

-> Es gibt nicht grundlos Analysegeräte für Netzteile/Stromversorgungen (Power Analyzer), das Thema ist relativ komplex und wenn schon die Grundlagen der Messtechnik fehlen in meinen Augen nicht umsetzbar. Kurz: Nutze das Netzteil oder nicht. Im Zweifel ein CN Netzteil aus CN immer in die Tonne werfen.

PS: Mit einem Analogoszi ist diese Messung kaum möglich, hier bietet sich eher ein DSO mit FFT und eine elektronische Last an. Das am besten über Labview/Matlab/etc. gesteuert.

Falls du umbedingt Geld ausgeben möchtest, hier ein Link zu einem anständigen Oszi.

 
...will man zB die Qualität eines Audioverstärkers messen, ist die Soundkarte hier bei weitem überlegen.

ja richtig.
Und will man die Temperatur im Spülkasten messen ist ein Thermometer überlegen...
:rolleyes:
Das was der TS will misst man mit einem Oszi.

entweder ganz billiges gebrauchtes kaufen wie sowas hier:


oder ein besseres gebrauchtes kaufen und nach Gebrauch wieder bei ebay mit sicherlich kaum Verlust verkaufen.
oder jemanden finden der einem ein Oszi leiht.
oder nen Makerspace in der Nähe finden und da mal vorbei schauen.

Alles in allem würde ich aber eher dazu raten das Geld einfach in ein neues, gescheites Netzteil zu stecken.
 
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  • #15
Okay ich würde dann einfach mal sagen das das Thema soundkartenoszi sich damit erledigt hat.
So wie ich euch verstehe ist der Einsatzbereich eher maginal.
Werde mal schauen ob ich irgendwo dann noch ein billiges auftreiben kann.

BTW: Was haltet ihr von den USB Oszis? da gibts auch ein paar recht günstige...

Netzteil einfach wegwerfen befriedigt meine neugierde nicht ;)
 
BTW: Was haltet ihr von den USB Oszis? da gibts auch ein paar recht günstige...
Nicht viel - ich hatte auch mal so ein Ding und auf alle die ich kenne trifft folgendes zu:
  • Windoof-Zwang mit allen Nachteilen - für das nächste Windoof gibt's dann einfach keine Software mehr
  • ziemlich unterlegen, verglichen mit selbst billigen DSOs
  • Immer vom PC abhängig

Von UNI-T bekommt man ab ~200€ ein brauchbares Speicher-Oszi, zB das hier bei Reichelt:
Edit: Gleich mal vorweg an die üblichen Verdächtigen, da ich mich gerade an den Lötkolben-Thread erinnere: Nein, es steht außer Frage dass Geräte von Rohde&Schwarz, Hameg,... für 4 oder 5 stellige Beträge besser sind - der TS wird aber nichtmal dran denken so viel auszugeben.
 
...
Edit: Gleich mal vorweg an die üblichen Verdächtigen, da ich mich gerade an den Lötkolben-Thread erinnere: Nein, es steht außer Frage dass Geräte von Rohde&Schwarz, Hameg,... für 4 oder 5 stellige Beträge besser sind - der TS wird aber nichtmal dran denken so viel auszugeben.

oder er kauft sich ein gebrauchtes... :rolleyes:
 
Von UNI-T bekommt man ab ~200€ ein brauchbares Speicher-Oszi, zB das hier bei Reichelt:

USB Geräte sind nahezu immer Müll, aber insbesondere die Oszi von Uni-T zählen auch dazu. Träge, schlechte Software, schlechte Usability, Fake Auflösung des Displays (verkauft als 800x480, wird aber effektiv nur wie ein 400x240/480 angesteuert) da fährt man mit einem Rigol deutlich besser, diese bieten gar Labview Unterstützung und sind zudem auch noch hackbar - damit bekommt man Protokollanalysefunktionen und kann deutlich höhere Frequenzen messen.

Unter 200€ dürfte man inzwischen das alte Rigol bekommen, sprich das Rigol DS1052E. Ich würde da dennoch mehr ausgeben und die neue 4 Kanal Version kaufen.

Nichts desto trotz ist ein Oszi für den TS eh sinnlos da die Grundlagen der Messtechnik fehlen. Ohne die nützt das beste Messgerät nix und nein, für die Aneigung dieser Grundlagen benötigt man kein Messgerätepark.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #19
Also wenn ich das richtig verstehe ist wohl der allgemeine Konsens, das ich praktisch nur an vernünftige Oszis für relativ wenig Geld komme, wenn ich sie mir gebraucht kaufe.
 
wie bist du da jetzt so schnell drauf gekommen?
Im Ernst, es gibt auch für deine Zwecke ausreichende neue Geräte für 200€. Siehe link conrad.

Die Frage ist aber immer noch dein Anwendungsbebiet.
Willst du nur ein Netzteil messen?
Warum?
Aus reiner Neugier, oder um zu sehen ob du das Teil nutzen möchtest oder nicht?

Was willst du sonst noch messen?
Wie ist dein technischer Hintergrund bzw. dein Wissen über Elektronik und was willst du noch lernen?
 
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