Soll es künftig strafbar sein, wissentlich Falschnachrichten zu verbreiten.

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  • #44
@Trolling Stone:
Ist schon in Ordnung, die Argumentation von mir hier ist keine Bestleistung.


Zurück zum Thema:
Ich bin den Thread von Jun noch mal durchgegangen um zu gucken wie genau er sich das vorstellt:

Grundlage wäre nach ihm wohl
§187 schrieb:
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Da geht es auch per "wider besseren Wissens" und der Paragraph funktioniert.
In etwa so:
"Wer wider besseres Wissen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche geeignet ist,
eine große Zahl von Menschen zu täuschen u. zu Handlungen zu veranlassen, mit denen sie sich selbst, anderen oder der Gesellschaft schweren Schaden zufügen, ..."

Wichtig ist hier eben die Eignung zum Schaden:
Die Mondlandung ist Fake, die Erde ist Flach... das nervt nur, tut aber niemanden weh.
Impfen verursacht Autismus... tötet und schädigt Menschen.
 
Eben. Homöopathie würde dann wohl darunter fallen und Kollision mit der Religionsfreiheit gäbe es auch noch.
 
Verstehst Du mich vielleicht gerade falsch?

Ja, das ist Hohn. Kein Widerspruch

Was ich meinte, daß ein derartiges Gesetz, wie anfangs beschrieben, Homöopathie imo strafbar machen würde und wohl viele Aussagen, die unter die Religionsfreiheit fallen.
 
Alle Aussagen, die vom wissenschaftlichen Standpunkt aus falsch oder nicht haltbar sind und geeignet den sozialen Frieden zu stören, also von anderen Religionen abgelehnt werden.
 
@KaPiTN:

Du bist derjenige, der sagt, dass es eine Kollision mit der Religionsfreiheit gäbe.

Ja, eventuell würde es dann auch nicht mehr in Ordnung sein zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Aber das behauptet aktuell auch keine Religion mehr.
 
Ich passe an dieser Stelle.

Zwar fallen mir da spontan ein paar Dinge ein, aber ich bin nicht bereit jetzt hier den Fokus darauf zu legen, wie gut diese geeignet sind, das von mir Geäußerte zu untermauern.

Es macht keinen Sinn, daß man sich hier verzettelt, zwischen den ausreichend vorhandenen Gründen, warum das Anliegen Blödsinn ist, während von Seiten derer, die das Anliegen vertreten/unterstützen, bislang immer noch nicht definiert wurde, was sie genau bestrafen wollen.

Derzeit hat der Thread überhaupt keine Substanz und alsbald geht es nur noch darum Haltungsnoten für Schattenboxen zu vergeben.
 
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  • #55
Zum Glück unterliegen Gesetze Hierarchien,
wenn die Religionsfreiheit drüber steht, dann steht sie drüber.

Problem gelöst.

Wobei ich nix dagegen hätte, wenn die verrückten Wicher auch die Klappe halten müssten.
Die richten mit ihrem Psychobullshit auch genug Schaden an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alle Aussagen, die vom wissenschaftlichen Standpunkt aus falsch oder nicht haltbar sind und geeignet den sozialen Frieden zu stören, also von anderen Religionen abgelehnt werden.
Das Grundproblem ist, dass Wissenschaft sich seltenst von Standpunkt zu Standpunkt arbeitet, sondern von einer Bandbreite voller Unsicherheit zur nächsten und gerne auch mal hin und her springt. Wissenschaft ist im wesentlichen ein Prozess der unter anderem daraus besteht, sich gegenseitig zu widersprechen. Insbesondere das 'sich gegenseitig widersprechen' ist aktuell aber ein großes Problem (siehe ). Auch 'wissenschaftlichkeit' lässt sich vielleicht theoretisch, aber praktisch eher schwerlich festlegen. Jedenfalls sollten wir nicht in die Richtung gehen, Wissenschaftler für 'Falschaussagen' strafrechtlich zu belangen. Und dann hast du direkt ein Problem, denn Multiplikatoren unter den Covidioten sind ja unter anderem Wissenschaftler.

Der Philosophie Überbau den man benötigt um aber so einen Paragrafen im Strafrecht zu begrüßen lautet " (wissenschaftlicher) Realismus". Dieser beinhaltet öfters mal, dass Wissenschaft sich an die physikalische Wahrheit ran iteriert. Jede Variante des wissenschaftlichen Realismus ist meines Wissens nach aber ziemlich umstritten und wird glaube ich nicht weitläufig vertreten. Das kommt soweit ich mich entsinne daher, dass schon Postulate über physikalische Entitäten immer wieder über den Haufen geworfen worden sind, siehe z.B. Gravitation, welche eben keine Naturkraft ist. Ebenso werden Entitäten auch mal gerne eingeführt. Ich erkenne aber an, dass das vielleicht zu abgehobene Assoziationen sind, die womöglich nicht unbedingt Einfluss auf praktische Überlegungen haben müssen wie wir sie hier besprechen.
Nur halt so als Exkurs, dass Wissenschaft eben etwas mehr 'fuzzy' ist als man intuitiv vielleicht denken mag.
 
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  • #57
Du gehst da in die völlig falsche Richtung.
Ein Wissenschaftler, zumindest kein Guter, wird nicht wissentlich falsches verbreiten.
Ein Wissenschaftler, zumindest kein Guter, wird Sachen in den Raum werfen ohne irgendeine Form von Grundlage.

Hier geht es um "Wider besseren Wissens" und auch nur dann, wenn es größeren Schaden anrichten kann.
 
Hier geht es um "Wider besseren Wissens" und auch nur dann, wenn es größeren Schaden anrichten kann.
Zum gefühlt 100. Male: Wie beweist Du das?

Ich hab gehört, dass wir von Echsenmenschen regiert werden. Und das klang alles ganz plausibel.
Wie zur Hölle bringst Du mich jetzt in den Knast oder in die Klapper?
 
Wenn man ein solches Gesetz für erforderlich hält, muß man ja Fälle, mindestens einen kennen, wo man sich dieses Gesetz gewünscht hätte.

Sollte hier jemand dieses Gesetz für erforderlich halten, kann er ja von den Fällen (oder wenigstens einen), berichten, die ihn bewogen haben, für ein solches Gesetz zu sein.

Ich gehe davon aus, daß sich ein solcher Fall als für dieses Gesetz ungeeignet erweisen würde, sollte er hier erwähnt werden. Wobei ich noch viel mehr davon ausgehe, daß nicht mal einem Befürworter ein Fall einfallen wird, nicht mal ein theoretischer, erdachter Fall.
 
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