"Sexualisierung" der Jugend/Kindheit

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@Munro und @virtus: Danke für die ausführlichen Beiträge :) Stimme zu! Auch wenn ich bei virtus noch hinzufügen möchte: Du sprichst mich oder eben den Leser in der zweiten Person an. Fühlte mich dabei direkt angesprochen, da ich tatsächlich eine Tochter habe. In dem Sinne will ich nochmal unterstreichen dass ich mit meinem Kollegen eben nicht konsent gehe und nicht "fürchte" was meine Tochter später mal "treiben" wird. Es ist eben genau der Knackpunkt, dass es vor allem an den Eltern liegt da möglichst ordentliche Aufklärung zu betreiben. Ich und meine Frau haben selbige in unserer Kindheit/Jugend nicht besonders prickelnd erfahren und wollen es natürlich besser machen. Denke das ist machbar, wenn es auch eine Herausforderung sein mag.

Anal-Sex sehe ich so auch nicht als verwerflich an, wichtig ist doch das es beiden Parteien Spaß macht und sie es genießen können. Aufklärung das es so etwas gibt und damit die Möglichkeit für sich abzuwegen ob man es selbst probiert oder mögen könnte - finde ich spontan besser als plötzlich überrascht zu werden und sich Blind auf etwas einzulassen. Das wäre letztendlich für beide kein schönes Erlebnis.

This. Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht über die Einstellung meines Kollegen. Unlust, Analverkehr zu probieren kann ich noch verstehen, dass manche es als generell ekelig und abnormal bezeichnen finde ich schon etwas seltsam.

Ansonsten: Guido bezieht sich wohl auf den "Werteverfall"-Aspekt. Den hab ich eigentlich nur am Rande anschneiden wollen, da das Wort in der geschilderten Situation tatsächlich fiel.
 
Unlust, Analverkehr zu probieren kann ich noch verstehen, dass manche es als generell ekelig und abnormal bezeichnen finde ich schon etwas seltsam.

Es gibt ja, glaube ich mal gehört zu haben, auch Rektale-Orgasmen, warum sollte eine Frau es dann zum Beispiel als schlimm empfinden wenn sie dafür "empfänglich" ist?
Wenn man sich selbst gut pflegt steht dem ganzen doch auch nicht viel im Wege. Und ist dann auch nicht die dreckige Angelegenheit die man sich so vorstellen mag im ersten Moment wenn man darüber nachdenkt.

Aber ich will auch gar nicht mehr ins Detail gehen wollen. Etwas diskret darf man ja auch sein.
 
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Ich "vermute mal" du hast recht. Dann mag man mir den faux pa verzeihen. :D
 
Es gibt ja, glaube ich mal gehört zu haben, auch Rektale-Orgasmen, warum sollte eine Frau es dann zum Beispiel als schlimm empfinden wenn sie dafür "empfänglich" ist?
Frauen haben, mit Müh und Not, vaginale Orgasmen. Und schon das ist sehr umstritten. Aber rectale? Das sind vielleicht keine sondern BDSM-Fantasien.
 
Wir nehmen natürlich gleich an, dass die Frau diejenige ist, die beim Analverkehr die passive Rolle übernimmt. Interessant. Da ist wohl eine kurze für Zwischendurch angebracht ;-)

Die alten Griechen hatten übrigens ihre ganz besonderen Probleme mit dem Analverkehr. Wer angesehener Bürger sein wollte, konnte nicht gleichzeitig die passive Rolle im Sex einnehmen. Was für einige nicht ganz einfach war, wenn ihre Neigung dafür zu groß war. Es wurde allgemein erwartet, solches Verhalten nach der Jugend abzustellen (oder Opfer von Spott und Tadel zu werden).
 
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Das stimmt wohl.

Ich will den Gesichtsausdruck des 17-jährigen Möchtegern-Machos sehen, der seine Freundin zu Analverkehr drängt, während diese das etwas anders versteht.

"Aber Schatzi, du wolltest doch so gerne! :( Jetzt halte aber auch dein Wort, ich habe mich sooooo darauf gefreut."

Da hätte geeignete Aufklärung sicher geholfen. Punkt 1: Klären, wer wen ...
 
Theoretisch sind Mädchen ab der ersten Periode und Jungs ab dem ersten Samenerguss geschlechtsreif.
Die von uns gesetzten Grenzen (Die übrigens überall auf der Welt anders sind), haben weniger mit Geschlechtsreife, als mit rechtlicher Mündigkeit zu tun.
Geschlechtsreife und geistige Reife gehen nicht einher.
Geschlechtsreife ist eine Idee natürlicher Entwicklung. Fressen, Trinken, Nachkommen in die Welt setzen, Nachkommen zum selbstständigen Überleben heran ziehen, verrecken. Mehr braucht es nicht, um der Natur genüge zu tun. Geistige Reife braucht es dafür nicht, da hätten wir auch Affen bleiben können. Die menschliche Gesellschaft und viele Tierarten sind über den Punkt ihrer Existenz hinaus. Da gehört es nun mal auch dazu Gesellschaft und Kultur zu pflegen und vor allem eine gewisse geistige Reife zu erlangen. Die hast du nicht mit 6, nicht mit 12 und nicht mit 16. Ob du sie mit 18 hast, könnte man natürlich ebenfalls in Frage stellen. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass zumindest im Schnitt eine grundsätzliche Reife in diesem Alter anzutreffen ist, beispielsweise dass du in dem Alter über einen gefestigten Charakter verfügst und deine Meinung gegenüber Dritten vertreten kannst. Was letztlich in einer sexuellen Beziehung eklatant wichtig ist. Bei "rein, raus, fertig", wie großteils im Tierreich und für den Akt der Fortpflanzung notwendig, bleibt es beim Menschen schließlich nicht, der Mensch hat für sich entschieden, dass es eine Befriedigung für jeden Beteiligten sein soll. Insbesondere heißt das, dass jeder der Partner seine Wünsche und Abneigungen Kund tun sollte.

5000 Jahre Kritik an Jugendlichen
tl;dr, formuliere einen Fließtext. Seitenweise Zitate sind nun wirklich als Diskussion ungeeignet.

@Munro und @virtus: Danke für die ausführlichen Beiträge :) Stimme zu! Auch wenn ich bei virtus noch hinzufügen möchte: Du sprichst mich oder eben den Leser in der zweiten Person an. Fühlte mich dabei direkt angesprochen, da ich tatsächlich eine Tochter habe. In dem Sinne will ich nochmal unterstreichen dass ich mit meinem Kollegen eben nicht konsent gehe und nicht "fürchte" was meine Tochter später mal "treiben" wird.
Dass du ein Kind hast, hast du in einem anderen Thread mal erwähnt, deshalb habe ich auch "dich" angesprochen. Ich wollte dich mit "dich" und "du" nicht als denjenigen darstellen, der verklemmt ist. Viel mehr dachte ich dich damit anzusprechen, da du ja sicherlich auch aus eigenem Interesse für deine Kindererziehung die Meinung Dritter hören möchtest.

This. Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht über die Einstellung meines Kollegen. Unlust, Analverkehr zu probieren kann ich noch verstehen, dass manche es als generell ekelig und abnormal bezeichnen finde ich schon etwas seltsam.
Da ich gerade "ekelig" und Analverkehr lese. Solche sexuelle und "eklige" Aspekte miteinander zu verbinden, dahinter steckt übrigens auch eine psychologische Sache.
Leider ist es doch ein wenig zu lange her, jedenfalls um es grob zusammen zu fassen, es ist ähnlich dem Bedürfnis von Kindern verbotene Dinge zu tun. Man könnte quasi sagen, dass es absolut nicht unnatürlich ist, viel mehr wäre es unnatürlich hätte die Sache nicht einen gewissen Reiz. Danach zeigt natürlich die Erfahrung, ob es etwas für auf Dauer ist oder eher eine Einmal-und-Niewieder-Sache. Wobei das nicht heißen muss, dass jeder mal Analverkehr ausprobiert haben muss.
 
Ich finde es gut das Aufgeklärt wird. Gerade beim Analsex kann es für die passive Person schmerzhaft werden wenn die aktive Person unvorsichtig ist. Da kann man den Lümmel nicht einfach reinprügeln bzw hoffen das das Gleitgel den Rest tut. Wenn die Kiddies schon am rumprobieren sind, dann sollen die es doch Richtig machen anstatt sich den Spass daran zu zerstören.
 
Man muss Analverkehr nicht "richtig machen", man kann das auch einfach lassen. Man muss es nicht mal ausprobieren, es besteht keine Verpflichtung, eklige Sachen zu machen, weil es der Partner will. Selbstbewußtsein beim Sex fehlt allzuoft. Statt den anderen zu was zu drängen sollte eine gemeinsame Lösung gefunden werden.
 
Es besteht überhaupt keine Verpflichtung, "etwas" zu machen, weil der Partner das so will.
Und was für dich ekelig ist, ist für manche vielleicht völlig normal...
Du solltest also vielleicht deine persönliche Abneigung nicht als Maßstab nehmen.
 
Das schweift imho zu sehr in den Femnazi-Bereich (von der Wizorek - Stichwort #aufschrei) ab und lenkt zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Ist nur meine Meinung. Dafür gibts aber bereits einen Thread.
 
Es ist doch eigentlich ganz simpel.

Frauen sind Sexobjekte für bestimmte Männer. Wenn die Frauen sich dann noch aufreizend kleiden, könnte dies zu einer Vergewaltigung durch diese spezielle Spezies Mann führen.
Warum also nicht Präventivmaßnahmen ergreifen?

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Hat irgend so nen neukirchlicher Elternsprecher bei uns früher in der Schule auch mal durchgesetzt.
Gab da nen bisschen Widerstand, am Ende passierte nix.
Hatten einen schwammigen Paragraphen in der Schulordnung, denn niemand durchgesetzt hat.

Find sowas immer lächerlich, was sowas angeht sind Menschen irgendwie kaputt, als ob die von heute auf Morgen plötzlich neue Körper und Sexualität bekommen hätten und damit umgehen lernen müssten.... ist ja nicht so, dass wir Menschen seit zichtausend Jahren so rumlaufen wie jetzt.

Sowas kommt immer von Menschen, die der gesellschaftlichen Entwicklung hinterher laufen.
Mal ist die Kleidung kürzer, mal länger, mal bunter mal schwarz. Das nennt man gemeinhin Mode.

Das Sex früher mal nen Thema war, weil man nach einer Party-Nacht plötzlich Mutter war, kann ich verstehen.
Das ist doch nun aber auch 40 Jahre her. Wofür wurde das ganze Zeug wie Pillen eigentlich erfunden?
 

Und der Unterschied zu früher? Jungerfernhäuser, Illegale Abtreibungen?, geburten auf der Schultoilette, Mädchen die "plötzlich" zu ihrer Tante gezogen sind?

Der unterschied ist eigentlich nur die Beleuchtung, es ist weniger verpönt, daher öffentlicher
Sexualisierung beschreibt ja einen Fortschreitenden Prozess, soll heißen "Früher nicht so stark wie heute".
Der ist in meinen Augen so nicht gegeben.

oder siehst du das anders?
 
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