Rufbereitschaft unterschreiben - oder nicht?

Ich kenne FiSi's die für 1600€/brutto arbeiten gehen (Großraum Köln).
Watt? Da kriege ich als AWEler ja netto mehr. :D
Gut...mache inzwischen auch eher Projektmanagement hier...aber trotzdem...

Egal...
Ich finde, es ist legitim zu dem Vorschlag vom Chef auch mal "nein" zu sagen. Das hat ja nix mit hohem Ross zu tun. Wenn mir jemand etwas anbietet, dann steht es mir frei das zu machen, oder es zu lassen. Ist doch völlig normal. :unknown:
Tendenziell erscheint mir das angebotene Geld für das Verlangte ebenfalls zu wenig zu sein. Vielleicht geht da noch was. Fragen kostet nix und Duckmäuschen und Ja-Sager würde ich als Chef nicht haben wollen - lieber Leute, die das Maul aufmachen und klar sagen was sie wollen und denken.
 
Ich würde es machen. Alleine schon, um Einsatzbereitschaft zu zeigen. Wenn mal ne "höhere" Stelle frei wird und du als Nein-Sager in Erinnerung geblieben bist, und es eine "kooperativere" Alternative gibt.. Jo. Gibt überall sowas wie 'ne inoffizielle "Querulantenliste", auf der man tunlichst nicht stehen sollte. Manchmal genügen dafür schon solche "kleinen" Dinge.
 
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  • #23
Genau solche Antworten sind mir zuwider...

Man muss nicht immer ja und Amen sagen - ich hab mittlerweile unterschrieben, aber zu völlig anderen - weit besseren - Konditionen und einer Stillschweigevereinbarung gegenüber den beiden anderen, die nicht verhandelt haben.

Nein sagen lohnt sich also doch.
 
Und die unbequeme Wahrheit der ebenfalls existiertenden Bückstückliste die letztendlich jeder führt wird von solchen Leuten gerne verdrängt.

Denn die ist leider der Grund für all die unbequemen "Zufälle" warum man immer das Ventil für den Ärger anderer ist...
Die Chancen das man dafür auf eine hohe Position kommt dürften recht gering sein, man braucht nicht viele solcher Trottel, die sind ersetzbar und man kann sie sich auch privat halten ohne sie zu bezahlen.

Durch ducken und schlucken weiterkommen ist ein Mythos.
 
Kein Grund ausfallend zu werden. Gibt genug Trottel die sich hier und da für zu fein sind und nach mehr plärren, obwohl sie keinen Deut besser sind als die anderen. DIE sind ersetzbar und kriegen einen Einlauf nach dem Anderen - nach meiner Beobachtung häufen sich bei denen deine so genannten "Zufälle". Kommt wohl aber auch auf die Unternehmensgröße an - in kleinen Unternehmen ist ein Chef von der "Hand voll Leuten" vielleicht abhängig, die er hat, sodass es dort eher geht. Von Ducken und Schlucken weiterkommen ist tatsächlich ein Mythos, das habe ich auch nicht gesagt, sondern, dass man sich durch Leistung beweisen soll ohne zu murren. Da wo ich herkomme, wird das respektiert und anerkannt, und zahlt sich auf lange Sicht für die Karriere stärker aus.
 
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ich hab mittlerweile unterschrieben, aber zu völlig anderen - weit besseren - Konditionen und einer Stillschweigevereinbarung gegenüber den beiden anderen, die nicht verhandelt haben.

Nein sagen lohnt sich also doch.

Womit hast du dein "Nein" begründet?
 
Woher weisst du das keiner der beiden anderen bessere Konditionen hat?

Ich meine warum solltest du der einzige sein der stillschwiegen bewahren muss?;)
 
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  • #29
Woher weisst du das keiner der beiden anderen bessere Konditionen hat?

Ich meine warum solltest du der einzige sein der stillschwiegen bewahren muss?;)

Weil die Beiden mir die unterzeichneten Verträge gezeigt haben - obwohl mir das eigentlich auch recht egal ist... :D
 
Nein sagen lohnt sich also doch.
Richtig.
Man muss halt ein bisschen ein Gespür dafür haben (oder entwickeln) was man in welcher Situation wie am besten macht.
Man muss einschätzen und abwägen können, wie wertvoll man für das Unternehmen ist, wie die wirtschaftliche Lage ist, was andere Leute so verdienen, wie gut man selbst in solchen Verhandlungssituationen ist, wie gut man ein "Nein" begründen und vertreten kann, wie weit man bereit ist zu gehen...usw...usw...

Solche Sachen sind entscheidende Kompetenzen im Verlauf des Berufslebens.
Ohne das jetzt abwerten zu wollen: Sich reinhängen kann jeder*, aber dadurch auch als Arbeitnehmer zu profitieren, daran scheitern viele.


*Wie gesagt:
Das soll überhaupt keine Abwertung des "Reinhängens" sein, ganz im Gegenteil. Nur zu glauben, dass man nur durch gute Leitungen automatisch mehr Geld, bessere Bedingungen, oder eine bessere Position oder sowas bekommt, das halte ich fürn ziemlich "gewagt" heutzutage. Selbst bloße Anerkennung kriegen idR eher die Leute, die offensiv vorne stehen und sich verkaufen können und nicht diejenigen, die im Hintergrund schuften und die Klappe halten.

Nicht die engagiertesten Leute steigen beruflich auf, sondern diejenigen, die ihre eigenen Leistungen am besten verkaufen können und/oder es offensiv einfordern auch entsprechend anerkannt bzw. entlohnt zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns klappt leider auch das verkaufen von Luftblasen. Aber das lernen unsere Chefs noch. ;)
Ansonsten bin ich bei Burns.
 
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