Gerade VIACOM ist extrem sprunghaft bei der Programmgestaltung und der personellen Besetzung bei den Entscheidern.
Das sieht man auch schon daran, dass vor einiger Zeit die für GameOne eingeräumte Sendezeit verlängert wurde (was eigentlich wie ein gutes Zeichen erschien)... nur um dann vor Kurzem den Ausstrahlungsrhythmus von wöchentlich auf zweiwöchentlich zu verlängern (was wiederum kein gutes Zeichen ist).
Mich würde übrigens mal interessieren (wenn schon aus verständlichen Gründen nicht die Finanzen offengelegt werden können), wie viele Leute an der Produktion von solchen Formaten wie "Kino+" oder "Almost Daily" beteiligt sind. In dem Video weiter oben konnte ja David Hain auch nur Spekulationen darüber anstellen... die tatsächlich (mit 30 Leuten) ein wenig hochgegriffen erscheinen. Trotzdem wirkt es so, als ob die Anzahl der Leute hinter der Kamera stetig zunahm. Ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass z.B. zu Beginn von "Almost Daily" einfach nur Kameras und Ton einmal (vor Dreh) eingerichtet wurden und die finale Bearbeitung nach der Aufnahme geschah. Jetzt gibt's halt schon beim Dreh Ton-Leute plus Live-Regie... was die früher notwendig gewesene Nachbearbeitungen vermutlich schon minimiert, aber trotzdem die Frage aufwirft, ob die Produktion dadurch tatsächlich kostengünstiger ist, als zu Beginn.
Sprich: letztendlich läuft's halt auf die Frage hinaus, ob der Kosten/Nutzen-Faktor stimmt, oder ob nicht vielleicht für den YouTube-Kanal eine personelle "Entschlackung" notwendig ist, damit sich die Videoproduktionen langfristig finanziell tragen lassen.
Irgendwie zieht der Inhalt vom RocketBeansTV Youtube-Kanal ja einen Großteil seines Charmes aus der Tatsache heraus, dass alle gewissermaßen wie eine Gruppe von Kumpels und Kumpelinen wirken, die zusammen (und mit Hilfe von anderen Kumpels ihrer Kumpel) einen Haufen semi-professioneller Videos drehen, an deren Inhalten und deren Gestaltung alle Beteiligten ihren Spaß haben. In einer idealen Welt würde das ausreichen. In der realen Welt wird man aber fast immer Kompromisse eingehen müssen:
Entweder ist allen klar, dass alleine damit aktuell kaum bis gar kein Geld zu verdienen ist und alle Beteiligten es daher nur als ein Hobby betreiben können, bei dem fast IMMER draufgezahlt wird (wie eben bei jedem Hobby)... oder man lebt halt mit anderen Einschränkungen (z.B.: mit Sponsoren & Unterstützern, die sich in die Gestaltung einmischen und Inhalte beeinflussen, aber dafür für gleichbleibende optische Qualität sorgen... oder: mit einem so niedrigen Produktionsbudget wie möglich, auf Kosten der optischen, aber zumindest nicht inhaltlichen Qualität). Und selbst wenn die Community das Ganze über Bezahlinhalte und Abo-Möglichkeit (mit) finanziert, könnte es trotzdem nach hinten los gehen: denn noch schlimmer als die Wut einer verschmähten Frau, ist die Wut vieler Fans, wenn sie mal ein erwartetes Video nicht rechtzeitig erhalten oder dessen Inhalt nicht mögen

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Ich will nicht ausschließen, dass die Raketen-Bohnen vielleicht doch noch irgendeinen Mittelweg finden, der alle Beteiligten zufrieden stellt und zudem ihre Ansprüche an sich selbst erfüllt. Realistisch betrachtet läuft es aber zwangsweise darauf hinaus, dass die Jungs Kompromisse eingehen und Zugeständnisse machen müssen - und sei es nur, um irgendwo/irgendwie 'nen Fuß in die Tür zu kriegen...