Raspberry Pi als WLAN to Ethernet Adapter (WLAN Bridge)

Skipjack

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Hallo Zusammen,
nachdem ich durch eine Thread von Godlike auf den Geschmack gekommen bin (meine Frau überlegt noch, wie sie es Dir danken kann ;)), habe ich mir auch einen Raspberry Pi zu Experimentieren zugelegt ... und bin direkt beim ersten Projekt an meine netzwerk-technischen Grenzen gelangt. :mad:

Ich habe
- Raspberry Pi B+
- USB WLAN Stick von CSL
- Aktuelles Raspbian Wheezy von 09/2014

Damit hängt der RPi jetzt an meinem WLAN Access Point/DSL Router (Speedport W700 V) als ganz normaler WLAN Client.
IP per DHCP vom WLAN Router, Internet Connectivity ok.

Nun habe ich die Medienecke im Wohnzimmer mit TV, WII, BlueRay-Player, die ich auch gerne mit Internet versorgen würde.
Gedacht, angefangen, die Teile über einen Switch mit dem Ethernetport des RPi verbunden und dann angefangen, nach geeigneten Tutorials zu suchen ... und in der Phase bin ich immer noch.

Es sieht also so aus:
(TV, WII ...) -> Ethernet -> RPi -> WLAN -> Speedport -> Internet

Was ich gefunden (und verstanden) habe, sind Konfigurationen, wo auf der Ethernet-Seite (nennen wir es das TV-Netz) des RPi ein eigenes Subnetz (RPi als DHCP-Server und Gateway) aufgemacht wird. Das will ich aber nicht. Ich möchte, dass ich (quasi hausweit) nur ein Subnetz habe, welches der Speedport "verwaltet". Am besten holen sich auch alle Geräte aus dem TV-Netz und der RPi für Ethernet ihre Adressen vom DHCP-Server des Speedport.

Ja, Google liefert das eine Menge Treffer, aber richtig klug bin ich daraus noch nicht geworden.
Hat jemand das so schon mal gemacht? Und woran habt Ihr Euch dann orientiert?
Ich habe das Gefühl, momentan den Wald vor Bäumen nicht zu sehen. :unknown:

Merci schomal für Eure Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet:
nachdem ich durch eine Thread von Godlike auf den Geschmack gekommen bin (meine Frau überlegt noch, wie sie es Dir danken kann ;))
Gern geschehen :D

Was ich jetzt noch nicht ganz verstanden habe ist die Aufgabe des Raspberry's. Soll der nur als Bridge dienen? Da kannst du im Prinzip ja auch jeden alten Router nehmen. Wie weit ist der TV vom Router weg? Kabel zum legen geht nicht? Für was soll der Pi denn alles her halten?
 
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  • #3
Was ich jetzt noch nicht ganz verstanden habe ist die Aufgabe des Raspberry's.
Oh, da habe ich noch viele für ihn - vielleicht mache ich ja ein RPi Blade. :)

Soll der nur als Bridge dienen? Da kannst du im Prinzip ja auch jeden alten Router nehmen. Wie weit ist der TV vom Router weg? Kabel zum legen geht nicht?
Jetzt erstmal als Bridge - wobei heisst Bridge nicht eigentlich zwei Subnetze zu verbinden? Er soll mir ersparen, allen Geräten des TV-Netzes einen WLAN-Dongle zu verpassen.

Ich habe keinen alten Router, vor allem keinen, der 3W verbraucht. Und wenn ich einfach ein Kabel legen könnte hätte ich das schon längst getan, aber da sind 2 Wände dazwischen und ich will auch keine 20m Kabel hinter Teppichleisten, Türrahmen etc verstecken müssen (und Leerrohre in der Wand gibt es nicht).
Der RPi steht jetzt schon beim TV, er ist im WLAN, da muss man ihm doch auch beibringen können, dieses dem TV (und anderen Geräten) zur Verfügung stellen zu können. Wie gesagt mit zwei getrennten Subnetzen, zwischen denen der RPi routet finde ich Tutorials, aber ich möchte ein Subnetz, so dass andere Geräte, die am Speedport hängen auch ohne grosse Routing-Einträge mit dem TV-Netz kommunizieren können.

Ich möchte also im Bild
(TV, WII ...) -> Kabel -> Speedport -> Internet
das Kabel durch die Kombi
.. Kabel -> RPi -> WLAN ...
ersetzen.
 
Eine Netzwerk Brücke ist historische quasi ein 2 Port Switch, das kommt noch aus der zeit wo Hubs verbreitet waren.

Schau mal rein :)
 
Auch mein erster Gedanke war: Muss es wirklich W-LAN sein?

Während es zum Surfen ja genial ist, würde ich bei Daten-intensiven Tätigkeiten W-LAN vermeiden, und dazu zählt auch Mediatheken. Selbst wenn du im eigenen Netz streamen willst, hast du bei 720p und 1080p Filme immer ein Ruckeln! Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die CPU Leistung des RPi nicht ausreicht. Mein Tipp: Leg ein Kabel dahin und du hast Ruhe. Wenn du es in einen eigenem Subnetz haben willst, klemm noch einen Router dazwischen.

Nachtrag: Schonmal an gedacht?
 
Nun gut, mit sollte das Ganze doch kein Problem sein. Wie ich das sehe auch in der selben Subnet-Mask.

Für Spätere Anwendungen würde ich aber dringen raten den Pi mit Kabeln direkt an den TV und Co zu hängen da es sonst keinen Spaß machen wird. Übertragungsraten von 800 KB/s bis 1,4 MB/s waren bei mir gang und gebe. Bei einem 50mbit Anschluss war das doch sehr ernüchternd. Streaming kannst du da getrost vergessen... Jetzt da mein Pi per Kabel direkt am Router hängt, sowie meine NAS, komme ich locker auf 8-10 MB/s Download (aus dem Netz). Das musst du aber selber herausfinden ;)
 
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  • #7
Der Link sieht gut aus, den ziehe ich mir heute abend mal rein.
Vielleicht hätte ich beim Suchen den RPi als Stichwort weglassen sollen - ist ja erstmal einfach nur Debian.

Medienstreaming habe ich dann als nächstes auf der Latte. Am Speedport hängt das NAS mit der MP3-Sammlung. Ich denke da aber nur an Musik (in der TV Ecke steht auch der Receiver). Bei Bildern bin ich eigentlich mit TV/DVD versorgt - soviel schaue ich nicht.
Für Musik reicht WLAN.
Und Flachbandkabel - ja, wenn ich Teppiche hätte. Aber auf dem Grossteil der Strecke habe ich Dielen und gefliest, eine Tür muss überbrückt werden - nee, ob jetzt flach oder rund, ich bekomme es nicht überall versteckt - da hab ich keine Lust zu.

Den Link hatte ich auch schon - aber da sind es eben zwei Subnetze - siehst Du ja schon im Bild an den Adressen PPi.wlan0 und eth0.
Ist ja jetzt auch ein bischen experimentieren, spielen und lernen. Sollte mal jemand TV aus dem Netz streamen, dann werden ich am Kabel nicht vorbeikommen. Aber dann macht die Arbeit auch der die (!) es haben will, oder zumindest muss sie dann die Kabeloptik (s.o.) akzeptieren.
Momentan ist es ja mein Projekt und das soll doch nicht am WAF (Woman Acceptance Factor) scheitern. ;)


Auf alle bin ich überrascht, wie schnell ihr antwortet.
Jetzt muss ich erstmal wieder arbeiten, ich werde morgen abend erst das Ganz weiterverfolgen können.
Aber wenn einem bis dahin nochwas einfällt ...
Merci schonmal.
 
aber da sind es eben zwei Subnetze - siehst Du ja schon im Bild an den Adressen PPi.wlan0 und eth0.
Jetzt wo du es sagst sehe ich es auch. My fault. Wobei das eigentlich ja egal sein sollte wenn du z.B. deine NAS auch hinter den Pi klemmst. So hätten deine Geräte alle 192.168.2.X. Wo genau ist denn da überhaupt der Nachteil?
 
Na, wenn ein Rechner aufs NAS zugreifen will kann es Probleme geben. Vom TV --> Pi --> Netzwerk ist es kein Problem. Aber PC --> Pi --> NAS macht es, da müsste theoretisch in Debian eine Portweiterleitung aktiviert werden!
 
Darum sagte ich ja - einfach das NAS hinter den Pi ins Netz hängen. Sollte doch reichen oder?

also Internet -> Router -> WLAN -> PI -> TV, NAS usw.

Oder hab ich da einen Denkfehler?
 
Leider ja godlike. (Zumindest glaube ich das :m)

Wenn jetzt ein Rechner, der im W-Lan oder Router Position ist auf das NAS zugreifen will, muss eine Weiterleitung vom Pi an das NAS geschehen, wie beim Router mit den Ports.

Die Geräte hinterm Pi (192.168.2.0/24) können ja ohne Probleme auf die Netzwerkebene des Routers (192.168.1.0/24) zugreifen. Ist ja ungefähr so wie bei den Firewalldistributionen IPFire --> Dabei wäre TV, NAS usw. Grün, wärend das W-LAN Netz im roten ist. Dazu müsste also Debian so eingestellt werden, dass es jegliche Anfragen doch weiterleitet.

Oder verwechsele ich da gerade was wegen NAT :confused: Der Pi dient doch als Router für 192.168.2.0/24 :confused: Folgendes Beispiel:

PC: 192.168.1.5
NAS: 192.168.2.9

Wenn jetzt der NAS den PC anpingt, geht das klar, aber wenn der PC den NAS anpingt, geht es schief weil der PC keine Verbindung zum NAS aufbauen kann :confused:
 
Die von Asseon gepostete Anleitung zum Erstellen einer Layer-2-Bridge müsste deinen Anwendungsfall abdecken. Beachte, dass du (wie in beschrieben) ggf. MAC-Adressen umschreiben musst, wenn dein WLAN-Access-Point keine Pakete von MAC-Adressen annimmt, welche sich dort nicht authentifiziert haben (ähnlich einer NAT, aber mit MAC- statt mit IP-Adressen). Ausserdem musst du ggf. wpa-supplicant entsprechend konfigurieren; siehe dazu .
 
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  • #13
Darum sagte ich ja - einfach das NAS hinter den Pi ins Netz hängen. Sollte doch reichen oder?
Ist aus anderen Gründen ungünstig. Die ganze RPi-Ecke hängt an einer Steckerleiste, die aus ist, wenn niemand TV/Musik/Wii im Wohnzimmer braucht.
Auf das NAS greife ich aber auch zu anderen Zeiten zu. Mediastreaming ist nicht sein Hauptjob.

Ich glaube, das es wahrscheinlich auch Problem gäbe mit einer TV-App vom Smartphone auf den Smart-TV zuzugreifen, wenn sie nicht im selben Subnet sind. Aber das habe ich eh noch nicht ausprobiert - und ob das wirklich Mehrwert hätte.

Ich habe nochmal ein Bildchen gemacht
architektur.png

Ich würde halt gerne das alles rechts vom RPi zum selben Subnet wie links gehört. Ggf. würde es Sinn machen auf dem RPi für die LAN-Seite einen extra DHCP-Server aufzusetzen, wobei man die Adressintervalle natürlich mit dem Speedport abstimmen muss, so dass rechts alles IP Adressen bekommt auch wenn der Speedport gerade nicht da ist. Aber das ist m.E. das geringere Problem.
 
Der Raspi hat ne Switching-Performance, die unter aller Sau ist. Dann doch lieber ein DD-WRT/OpenWRT Router wie den TP-Link TL-WDR3600.

Ich würde in dem Fall sogar mal Powerline ausprobieren, auch wenn das strahlt wie Sau. Läuft ja nicht 24/7.
 
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  • #15
Mist, das die MAC Adressen der Geräte dem AP nicht bekannt sind, hatte ich ja noch gar nicht bedacht.
Wie ich schon schrieb, der Link sieht gut aus. Mal sehen ob wir morgen abend Freunde werden.

Was meinst Du mit Switching?
Ich hatte auch schonmal an sowas wie den Netgear WNCE2001-100PES gedacht. Aber jetzt habe ich eh den RPi und es ist halt auch ein Projekt wo neben dem Ziel auch der Weg zählt. :)


Mensch gut, dass ich mein Problem nicht schon gestern abend, als ich davor sass, gepostet habe. Bei dem Feedback wäre ich gar nicht ins Bett gekommen. :T
 
Mit einem OpenWRT-Router kannst du auch basteln ;)

Mit Switching-Performance meine ich den Datendurchsatz zwischen LAN und WLAN. Der Raspi ist selbst mit einfachen Netzwerkaufgaben überfordert, daher wird noch nicht mal der 100MBit/s-Ethernet-Port ausgenutzt. Die Datenrate dort bewegt sich meistens im 70-80MBit/s-Bereich. Wenn man dann noch die WLAN-Performance mit 56MBit/s brutto (!) einrechnet, werden im Endeffekt nicht mehr als 20-30MBit/s durch kommen. Das reicht gerade noch so für Meida-Streaming oder surfen, aber beides gleichzeitig wird schon ein Problem.
 
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  • #17
Hallo zusammen,
ich wollte doch noch einen kurzen Feedback geben:
Natürlich ist es ganz anders gekommen - wie immer. ;)
Der Durchsatz war wirklich mässig und immer mal wieder ist die WLAN Verbindung abgekackt so dass das Ganze doch nur ein Bastel-Proof-of-Concept war.

Mittlerweile hat die Familie Amazon Instant Video und diverse TV-Mediatheken entdeckt und ich habe mich dann doch für das Ziehen eines Kabels entschieden. Da das Wohnzimmer plötzlich sowieso unbedingt gestrichen werden musste (Frauen!) war ich also eh schon im Handwerkermode.

Und der Raspi? Mein Jüngster hat einen Arduino bekommen und mit einem alten 14" LCD ist der Raspi perfekt um in seiner Bastelecke die Arduino-IDE laufen zu lassen.

So geht's auch. Nochmal Danke für Eure Tipps.
 
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