Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Bäcker lassen immer einen Rest Teig übrig und geben da dann neue Hefe und Mehl + Wasser für einen neuen Teig dazu. Es ist also nur theoretisch 100 Jahre alte Hefe drin. Wird langsam aber sicher ja ausgetauscht. In Japan macht man das so ähnlich mit eingelegtem Gemüse. Da verwendet man die Lage auch über Generationen.
Die Hefe ist ein einzelliger Organismus. Sie ist weltweit für die meisten Bäcker und Brauer unersetzlich, weil sie in der Lage ist, Zucker in Kohlendioxid und Alkohol zu verwandeln. Du kannst deinen eigenen Brotstarter mit Hefe herstellen, oder einen Sauerteigstarter mit nichts weiter als Mehl, Wasser und etwas Pflege ansetzen. Das Kultivieren der Brauhefe ist aufgrund der sterilen Umgebung etwas komplizierter, aber eine Anleitung für diesen Prozess ist für erfahrene und ehrgeizige Heimbrauer ebenfalls in diesem Artikel enthalten. Jeder Typ der Hefekulturen kann monatelang im Kühlschrank lebendig bleiben und er erlaubt dir viele Male, das perfekte Brot oder Bier zu brauen.
Wenn du wissen möchtest, wie du die Hefe vor dem Backen vorbereiten musst, solltest du anstatt dessen den Artikel "Hefe aktivieren" lesen.
Jo, wenn man einen Gärstarter macht, ähnlich wie ich am Anfang, und dann diesen in einer Art konserviert, würde es wohl gehen.
Aber da hätte man ja nichts davon, da sich die Hefe ja in dieser Zeit nicht verändert, nur älter wird (?). Aber wenn es jemand besser weiss, lasse ich mich gerne aufklären ...
Gut! Im Keller hat sich nach dem ersten Abziehen bereits wieder eine dicke (aber feine) Hefeschicht gebildet. Da hatte der Met bereits etwas Zeit zum Reifen.
In den nächsten zwei Wochen steht auf meiner To-Do-Liste, den Met zu filtern und anschliessend in Flaschen abzufüllen. Werde dies natürlich fotografisch festhalten, poste ich anschliessend hier .
Beim filtern kann ich sicher etwas abziehen und anschliessend verkosten, man sagt aber dass es dann mindestens zwei Wochen geht, bis der "Filterschock" vorbei ist und die erste Flasche entkorkt werden kann.
Eigentlich ist die Herstellung schon fertig.
Die letzten 4 Monate waren ja schon die erste Reifung des Weines (auf der Feinhefe). Theoretisch hätte ich auch nach dem ersten Abziehen den Met filtern und abfüllen können...
So, die letzten Tage war ich wieder etwas beschäftigt mit dem "Patient".
Hier erstmals ein Teil des Resultats:
Nun ist alles erledigt, nur noch die Ettiketten fehlen. Es hat für 36 Flaschen gereicht, bei 6 davon habe ich eine ganze Vanilleschote hinzugefügt. Könnte gut mit dem Honig harmonieren, werde ich nach der Reifezeit erfahren...
Aber ich fange von vorne an:
Zuerst musste ich die 40 Flaschen reinigen. Dafür habe ich 1l Wasser mit 5g Schwefel versetzt. Dies ist eine starke Mischung, die alle Bakterien abtötet. Dann habe ich die Mischung in alle Flaschen abgefüllt und sie anschliessend gut ausgespült, getrocknet und später mit Alufolie verschlossen, damit keine Fremdkörper reingelangen konnten.
Anschliessend musste ich, wie auch schon hier, den Met vom Bodensatz abziehen. Dieser war nicht so intensiv wie das letzte mal, nur noch etwas Feinhefe verblieb im Ballon.
Nun kam das eigentliche Filtern. Ich konnte einen elektrischen Filter ausleihen.
Damit habe ich zwei Filterdurchgänge gemacht, einmal mittel (3 µm) und einmal EK (0,9 µm). Die Filterschichten (wie Karton) wurden erst nass gemacht und anschliessend in den Filter eingelegt. Dies sieht man auf dem Bild. Anschliessend habe ich die Flügelschrauben angezogen, bis nichts mehr ging.
Zuerst gab es einen Durchgang mit Wasser, um den Filter gut durchzuspülen. Anschliessend begann das eigentliche Filtern des Mets.
Vor dem EK-Filtergang hatten wir das Vergnügen, den Wein zu verkosten. Hier hätten wir die finale Restsüsse einstellen können, diese war aber soweit ganz gut. Eine angenehme Süsse machte sich beim probieren im Mund bereit, der Abgang war minim "erdig". Honiggeschmack war quasi gleich null, aber dieser entwickelt sich bei der Lagerung erst zum finalen Geschmack.
Nach dem Filtern wurde der Met mit 2g Schwefel und 2g Vitamin C geimpft, damit der Wein bei der Lagerung nicht oxidiert.
Die Abfüllung selber war eine angenehme Fliessbandarbeit. Am Anfang mussten wir etwas ausprobieren, bis die Korken die richtige Tiefe hatten, das kann bei diesem Verkorker am Bolzen, der den Korken in die Flasche presst, eingestellt werden.
Das Prinzip des Verkorkers ist einfach. Man legt den Korken in den Raum oben ein. Wenn man den Hebel nach unten drückt, wird der Korken zusammengepresst. Anschliessend kommt der Bolzen und stösst den Korken in die Flasche. Dies muss mit einem gewissen Schwung passieren, ansonsten kann die Luft in der Flasche nicht entweichen.
Anschliessend kam das grosse Putzen und Aufräumen, alle Gerätschaften und Ballone mussten gereinigt werden...
Heute habe ich noch die Schrumpfkapseln angeschrumpft (kochendes Wasser, den Teil mit der Kapsel kurz eintauchen) und fertig ist das Ganze . Das Resultat habt ihr ja oben schon gesehen.
Das einzige, dass nun noch fehlt, ist ein Ettikett. Da bin ich noch etwas Ideenlos, da es nicht irgend ein schlechtes sein sollte, sondern auch visuell ansprechend. Natürlich sollte der Honigwein auch einen Namen haben. Hat mir da jemand ein paar Ideen oder Anregungen? Wäre euch sehr dankbar .
Wow, was ein brutaler Aufwand hoffe das er am Ende auch was taugt und die Mühe nicht umsonst war
Wegen dem Etikett kannst du evtl im Grafikforum auch eine Anfrage stellen - für Leute die den Thread hier nicht kennen.
Das Ganze hat mir ja sehr Spass gemacht, da ist es auch gut wenn es ein etwas grösserer Aufwand war. Aber wenn das Resultat stimmt, wird es natürlich noch ein grösserer Erfolg .
Das ist genau das, was ich eben NICHT will. Viele Leute, denen ich von meinem Honigwein erzählt habe, haben zuerst einmal komisch geguckt. Viele haben das Gefühl, dass Met nur etwas für Mittelalter-Freaks oder Metalheads ist, dies sehe ich aber anders.
Deswegen möchte ich etwas von diesem Mittelalter-Design wegkommen. Eher etwas elegantes oder abstraktes. Deswegen suche ich auch einen kreativen, ausgefallenen Namen. Aber vielleicht habe ich da auch etwas zu hohe Ansprüche ...
Style gestalten, mit dem Slogan "Drink Mead and be awesome" oder "Keep calm and drink Mead". Bin ich aber nur bedingt zufrieden. Vielleicht findet ihr auch, das ist die schlechteste Idee, die ich überhaupt mal hatte, dann bin ich auch um diese Rückmeldung dankbar .
(weitere Ideen gern gesehen, falls eine durchschlagende Idee kommt, wird diese natürlich auch mit einer Flasche verdankt )
Da ich in der Schweiz wohne, wird das verschicken teuer, da müsste dann die Gegenleistung schon gross sein . Falls du mal bei uns in der Schweiz bist, darfst du (oder ihr) gerne eine Flasche abholen kommen.
Aber im Moment verschenke ich noch keine, da er sowieso noch einige Monate reifen sollte. Wäre auch schade, wenn der Wein zu den Leuten kommt und sein Potential noch nicht entfaltet...
Falls ich es mal auf ein Usertreffen schaffe, werde ich sicher ein paar Flaschen zum Ausprobieren mitbringen, falls bis dahin noch welche Überleben. Sollte das Resultat sehr gut sein, werde ich sicher noch mehr Ansätze starten, dann könnte ich es mir überlegen mit verschicken .