[Sonstiges] Paketlieferung an der Haustür könnte bald teuer werden

Die "Letzte Meile", also die Zustellung an der Haustür von Privatleuten, ist oftmals ein teurer und zeitintensiver Punkt bei der Paketzustellung. Aufgrund der immer höheren Nachfrage beim Onlineshopping und gestiegenen Personalkosten überlegt nun DPD als auch Hermes die Haustür-Lieferung als höherpreisigen Premiumservice zu etablieren. In Schweden ist dies z. B. schon Praxis. Der Paketzusteller GLS ging dabei schon einen Schritt weiter und hat zum Weihnachtsgeschäft bei einigen Firmenkunden (als Absender) solche Zuschläge verlangt. "Die Zustellung an Privatleute ist zeitintensiver als eine Zustellung bei Firmen." Ob und wann genau solche Zuschläge kommen sollen konnte aber weder Hermes oder DPD sagen. DHL hingegen plant keine Erhöhung.

Quelle:
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #2
Ich persönlich hätte damit kein Problem WENN es aber dann auch am Ende zur Entlastung der Subsubsubsub-Unternehmer führen würde. Die Arbeitsverhältnisse sind alles andere als human. Und da ich persönlich selten etwas nach Hause liefern lasse sondern direkt in eine Packstation hätte ich es eh nicht bemerkt :unknown:
 
Seit es Packstation etc. gibt und die Zahl der Kioske gestiegen ist (die als Paketshop laufen), lasse ich mir fast ausschließlich Sachen dorthin liefern. Einzig die Abendzustellung nutze ich hin und wieder, denn da weiß ich, dass ich auf jeden Fall zu Hause bin.

Egal wo ich gewohnt habe, da kamen die Pakete fast immer während der Arbeitszeit und dann gingen die eben an Nachbarn, oder aber an die Filiale und da hatte ich dann Rennerei und der Postbote hat umsonst Zeit verplempert. Ich kann mich demnach mit einer solchen Extra-Gebühr für Hauszustellungen durchaus anfreunden. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich die Arbeitsbedingungen dadurch nicht sonderlich verbessern.
 
Hermes und DPD sind nach meiner Erfahrung jetzt schon weit unter dem Niveau von DHL. Da werden sie durch Extragebühren nicht atraktiver.
 
Amazon nässt sich vermutlich grad ein vor lachen. Haben gerade erst einen eigenen Lieferservice aus dem Boden gestampft und die Konkurrenz will denen jetzt spontan den gesamten Privatkunden-Bereich überlassen? U fkn kddng me.

Schweden. Die haben gerade mal ein Zehntel der Bevölkerungsdichte, da muss man teilweise Kilometerweit fahren um zu einer einzelnen Hütte zu kommen. Das ist schwerlich mit Deutschland vergleichbar.
 
Gute Logistik siehst du nur, wenn du dir ne Pizza bestellst.
Und das ist nicht Mal deren Hauptgeschäft. Das wird einfach so nebenher mit erledigt und die Pizza ist sogar noch warm.

Das einzig innovative, was die Post zustande gebracht hat, waren die Packstationen und selbst die gab es in ähnlicher Form schon zu DDR Zeiten. Wann funktioniert Post? Wenn man in einem 50er Jahre Gesellschaftsmodell lebt: Mutti (Hausfrau) oder Großeltern tagsüber Zuhause, Auto ist vorhanden, wenn man doch Mal was vom Ende der Welt aus der Filiale holen muss (das macht dann aber auch Mutti, weil die Öffnungszeiten der Filialen in Konflikt mit den üblichen Werks-Arbeitszeiten steht).
Und dann lagern sie es höchstens 1 Woche und die Mitteilung, wo man es abholen kann, versenden sie zuweilen auch erst Tage später. Mit andern Worten: in der Regel vermeidet man den Kontakt zu diesen Firmen. Es ist fast immer ein Ärgernis. Außer bei Kleinkram der auch in Briefkasten oder Packstation geht (die sind auch gerne Mal voll, so dass die Sendung auch wieder in Filiale ans Ende der Welt zurück geht und wenn man Pech hast, ganz zum Versender retourniert).

Wahrscheinlich ist es politisch gewollt. Soll jeder halt sein teuer Auto kaufen und damit zu den Läden fahren. Und die guten Fachläden wiederum verchecken den gleichen Kram (oder eher schlechter) wie Amazon, nur dass beim Preis nochmal fett drauf geschlagen wird. Geh doch Mal in SchuhGeschäft und lass dich Mal beraten, da wünscht du dir lieber durch Rezensionen stöbern zu können, selbst wenn 90 % davon Humbug sind, hast du wenigstens die Chance, Infos zu bekommen. Allerdings ist das mit dem anprobieren immer noch klarer Heimvorteil.

Zurück zu den Versanddienstleistern. Die haben eigentlich einen Job, Dinge von A nach B zu bringen. Inzwischen sind wir soweit, dass sie Dinge von A nach "irgendwohin, wo es ihnen (den Versanddienstleistern) passt" bringen. Die nächste Stufe ist, die Dinge gleich bei A zu lassen.

Was wären die Alternativen? Packstationen ausbauen. Versandzeiten, die nicht in Konflikt zu den Arbeitszeiten der Kunden liegen (auch Mutti arbeitet heute). Lagenöffnungszeiten der Filialen ausbauen. Flexible Lieferdienste: analog zur Pizza sagt man, wann man da ist und in einer halben Stunde kommt dann das Paket (Zeitfenster der Wunschtage verkürzen).

Aber sie werden es verkacken, wie sie alles verkackt haben.
Der Handel muss es selbst lösen, wie die Pizza Lieferanten.
Amazon wird eigenen Dienst anbieten, was aber vermutlich in D lange dauern wird, da die Macht und die Klüngel der hiesigen Unternehmen das zu verhindern suchen.

Preiserhöhung wären ja okay, wenn auf der anderen Seite die Ärgernisse abnehmen würden. Mich nervt, dass die die Leistung einschränken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde es sogar sehr begrüßen, wenn DPD, Hermes und alle anderen Paketstationen in der Nähe hätten, an die man liefern lassen könnte.

Gerade DPD ist bei uns sehr kompliziert. Das DPD-Depot ist über 50km enfernt. Und die Zusteller von DPD schaffen es äußerster Zuverlässigkeit, den ungünstigsten Moment des Tages für die Zustellung zu finden. War ja immerhin schon mal ein Fortschritt, dass sie mittlerweile "auch" am Samstag zustellen.
 
Amazon hat bei uns an der Tankstelle (500) Meter eine Station aufgestellt.
Ich finde das extrem gut, weil:
Pakete kommen normalerweise, während ich nicht zuhause bin.
Statt jedes Haus einzeln abklappern kann er der Bote die Dinger einfach gesammelt in die Station schmeißen.
Ich muss nicht wie nen Wachhund auf die Klingel warten, sondern kann einfach abends losgehen und es einsammeln.

Lieferung an die Haustür ist meiner Meinung nach ein Luxus der mehr Probleme verursacht als löst.
 
Es geht ja hier nicht darum, daß die nicht mehr an Privatadressen liefern wollen, sondern daß das etwas teurer wird (oder die Lieferung an eine Station im Vergleich dazu billiger). So habe ich das in anderen Ländern (zB Frankreich und Großbritannien) auch schon erlebt, das ist da zT Praxis gewesen, jedenfalls vor zwei oder drei Jahren als ich da war. Der Preisunterschied machte aber nur unter 1 Euro Differenz oder auch maximal 1,50 zwischen Station oder Lieferung nach Haus aus.

Aber: das ganze kann für die Firmen nur funktionieren, wenn die Preise dennoch wettbewerbsfähig sind. Ansonsten nehmen die Versender oder Käufer einfach die besseren/billigeren oder für sie bequemen Anbieter.
 
Ihr müsst in Deutschland nur dasselbe Verfahren anwenden wie in den Philippinen.

Wenn der Paketbote Euer Paket an Eurer Haustür im 5 Stock ABGIBT drückt ihm 1 EUR in die Hand.
Ich wette er wird Pakete zukünftig IMMER an die Haustür bringen ... !
 
Nicht wenn, sondern falls.
Das Problem besteht ja nicht erst ab dem 2. Mal.

Aber ich würde einen Zusteller nie in den 5.Stock laufen lassen*. Auch wenn ich tiefer wohne, laufe ich ihm entgegen, sofern ich daheim bin.

* Außer das Paket ist zu schwer für mich alleine. Dann lasse ich ihn mir helfen oder ich helfe ihm, wie man das gerade sehen möchte, und dann bekommt er natürlich auch einen Tip.
 
@Goetz-Expat:
Bloß nicht:
Wenn wir hier anfangen philippinische Verhältnisse einzuführen spielst du eventuell noch mit dem Gedanken zurück zu kommen.... und das wollen wir doch sicher alle nicht, oder?
 


Dann müßte man aber ausschließen können, daß der Grund für seine Auswanderung in die Philippinen nicht der ist, daß es zwischen diesem Staat und D keinen Auslieferungsverkehr gibt. ;)
 
Und der Bote tauscht den Euro dann in 59 Peso um und kauft sich davon ein Bier. Alles ganz genauso hier.

Blödsinnig sowas. Der Mitarbeiter gehört vernünftig bezahlt, damit er seine Arbeit auch zumindest einigermassen gerne macht. Wie in jedem anderen Beruf auch. Dann bringt er auch freudig die Pakete hoch und bekommt schon aufgrund seiner Laune viel öfter mal was zugesteckt. Die ganze Zustellerei ist doch fast die gleiche Sklaverei wie lange Zeit die Leiharbeit (da tut sich ja zumindest ein klein wenig, wenn man das glauben darf).

Ich bestelle oft Hundefutter in den ersten Stock und das sind meist über 20kg. Warum ich das mache und nicht hier kaufe ist eigentlich ganz einfach. Ich habe nicht den geringsten Bock das selbst die Treppe hochzuschleppen. Mal mit anfassen ist schon oke, wenn der Zusteller aus Zeitgründen (sic!) seine Sackkarre für die Treppe nicht benutzen will.

Mich würde das allerdings auch nicht so wirklich stören. Das Porto wird eh immer teurer und teurer, sollen sie halt was draufschlagen, aber was ich bestelle, schleppe ich nicht hoch. Zumindest nicht, wenn ich daheim bin und es nicht sowieso woanders abhole. Ich würde eher den Zusteller schwarz bezahlen, damit der das trotzdem hochbringt. :D
 
Nur falls ihr es noch nicht wusstet:
Die Zustellungsvereinabhrung geht in der Regel nur bis Haustür, nicht Wohnungstür.
Heißt, eigentlich müsst ihr die 5 Stockwerke runter laufen und euer Zeug an der Haustür abhohlen.
 
Nur falls ihr es noch nicht wusstet:
Die Zustellungsvereinabhrung geht in der Regel nur bis Haustür, nicht Wohnungstür.
Heißt, eigentlich müsst ihr die 5 Stockwerke runter laufen und euer Zeug an der Haustür abhohlen.

Ich glaube, das hängt davon ab, was auf dem Paketl steht. Wenn die Etage drauf steht, dann muss er bis zur entsprechenden Etage laufen.

PS:
 
Ihr müsst in Deutschland nur dasselbe Verfahren anwenden wie in den Philippinen.

Wenn der Paketbote Euer Paket an Eurer Haustür im 5 Stock ABGIBT drückt ihm 1 EUR in die Hand.
Ich wette er wird Pakete zukünftig IMMER an die Haustür bringen ... !

Nur sind wir in Deutschland leider nicht den ganzen Tag zu Hause auf der faulen Haut… wenn ich nicht da bin, kann ich dem Paketboten auch keinen Pedrodollar in die Hand drücken.
 
Das einzig innovative, was die Post zustande gebracht hat, waren die Packstationen und selbst die gab es in ähnlicher Form schon zu DDR Zeiten.
Wenn es dass schon gab, dann ist es keine Innovation.

Aber ja, in der DDR wurden weder die Post noch die Pakete bis an die Haustür zugestellt. Es gab im Umkreis von ein paar Hundert Metern eine Ansammlung von Brief- und Paketkästen. Jede Familie hatte ihren Briefkastenschlüssel. Und wenn jemand ein Paket kam, dann landete der Schlüssel für das Paketfach eben auch im Briefkasten.

Ich glaub, damit würden sich die Post und die ganzen Paketzustelldienste eine Menge an Arbeit sparen. Und wenn die Paketzusteller es dann auch noch auf die Reihe kriegen würden, Packstationen gemeinsam zu nutzen, wären wir noch einen Schritt weiter. Benachrichtigung wäre dann per Nachricht aufs Smartphone oder per E-Mail möglich.

Für den Normalbürger hätte das den entscheidenden Vorteil, dass man das Paket nicht erst beim x-ten Zustellversuch bekommt sondern gleich am selben Tag. Dazu hätte an die Flexibilität, dass Paket dann abzuholen, wenn man es will.
 
Zurück
Oben