Gute Logistik siehst du nur, wenn du dir ne Pizza bestellst.
Und das ist nicht Mal deren Hauptgeschäft. Das wird einfach so nebenher mit erledigt und die Pizza ist sogar noch warm.
Das einzig innovative, was die Post zustande gebracht hat, waren die Packstationen und selbst die gab es in ähnlicher Form schon zu DDR Zeiten. Wann funktioniert Post? Wenn man in einem 50er Jahre Gesellschaftsmodell lebt: Mutti (Hausfrau) oder Großeltern tagsüber Zuhause, Auto ist vorhanden, wenn man doch Mal was vom Ende der Welt aus der Filiale holen muss (das macht dann aber auch Mutti, weil die Öffnungszeiten der Filialen in Konflikt mit den üblichen Werks-Arbeitszeiten steht).
Und dann lagern sie es höchstens 1 Woche und die Mitteilung, wo man es abholen kann, versenden sie zuweilen auch erst Tage später. Mit andern Worten: in der Regel vermeidet man den Kontakt zu diesen Firmen. Es ist fast immer ein Ärgernis. Außer bei Kleinkram der auch in Briefkasten oder Packstation geht (die sind auch gerne Mal voll, so dass die Sendung auch wieder in Filiale ans Ende der Welt zurück geht und wenn man Pech hast, ganz zum Versender retourniert).
Wahrscheinlich ist es politisch gewollt. Soll jeder halt sein teuer Auto kaufen und damit zu den Läden fahren. Und die guten Fachläden wiederum verchecken den gleichen Kram (oder eher schlechter) wie Amazon, nur dass beim Preis nochmal fett drauf geschlagen wird. Geh doch Mal in SchuhGeschäft und lass dich Mal beraten, da wünscht du dir lieber durch Rezensionen stöbern zu können, selbst wenn 90 % davon Humbug sind, hast du wenigstens die Chance, Infos zu bekommen. Allerdings ist das mit dem anprobieren immer noch klarer Heimvorteil.
Zurück zu den Versanddienstleistern. Die haben eigentlich einen Job, Dinge von A nach B zu bringen. Inzwischen sind wir soweit, dass sie Dinge von A nach "irgendwohin, wo es ihnen (den Versanddienstleistern) passt" bringen. Die nächste Stufe ist, die Dinge gleich bei A zu lassen.
Was wären die Alternativen? Packstationen ausbauen. Versandzeiten, die nicht in Konflikt zu den Arbeitszeiten der Kunden liegen (auch Mutti arbeitet heute). Lagenöffnungszeiten der Filialen ausbauen. Flexible Lieferdienste: analog zur Pizza sagt man, wann man da ist und in einer halben Stunde kommt dann das Paket (Zeitfenster der Wunschtage verkürzen).
Aber sie werden es verkacken, wie sie alles verkackt haben.
Der Handel muss es selbst lösen, wie die Pizza Lieferanten.
Amazon wird eigenen Dienst anbieten, was aber vermutlich in D lange dauern wird, da die Macht und die Klüngel der hiesigen Unternehmen das zu verhindern suchen.
Preiserhöhung wären ja okay, wenn auf der anderen Seite die Ärgernisse abnehmen würden. Mich nervt, dass die die Leistung einschränken.