Netzteil oder MoBo?

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NGBler
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Moin liebe Leser und Helfer,

folgendes Phänomen: Nachdem den Einschaltknopf drücke, läuft der Rechner kurz an und schaltet sich dann wieder nach weniger als 1 Sekunde .. ca. 3-5 Sekunden aus. Das geht mehrmals hintereinander so, irgendwann läuft dann alles wie erhofft.

Dieses Thema ist ja mehrfach im Netz diskutiert worden. Die einen sagen, es sei das Netzteil, die anderen denken ans Motherboard. Bis dahin war ich auch nicht viel schlauer :(. Inzwischen kann ich das Ganze konkretisieren, denn ich habe einen (suboptimalen) Weg gefunden, wie der Rechner ohne Mucken gleich durchstartet: Ich schalte die Steckerleiste nicht mehr aus.

Mit anderen Worten: Wenn ich dem Rechner nach dem Ausschalten immer noch Strom zuführe, das Netzteil also am Netz ist und auf dem MoBo das grüne Lämpchen brennt, dann läuft alles wie geschmiert. Hat einer von euch Erfahrung, woran es dann definitiv liegen könnte? Ich möchte mir (noch nicht) auf Verdacht ein neues Netzteil kaufen, mein BeQuiet E6-650 Watt tut es ja ganz gut, wenn der Rechner dann erst einmal läuft. Gleiches gilt für das ASUS-Board (weiß jetzt gerade nicht, welches). Und die Zeit wird immer automatisch über das Internet gestellt, da bin ich mir nicht so sicher, ob die CMOS-Batterie noch ihren Dienst tut.

Ich freue mich auf eure Antworten oder auch weitere Nachfragen.
 
Wie lange wartest du normalerweise zwischen Steckerleiste einschalten und PC einschalten?

Schon mal versucht, die Steckerleiste einzuschalten und x Minuten zu warten?

Das Problem könnte sein dass du den PC schon einschaltest bevor das NT hochgefahren ist.


Warum eigentlich dieser Blödsinn mit dem Steckerleiste ausschalten?
Bei jedem mal einschalten durchlaufen alle angeschlossenen Schaltnetzteile die Inrush-Situation, die eine große Belastung für die Bauteile darstellt.

Abgesehen davon haben fast alle im Schalter eine Glühbirne eingebaut, die wesentlich mehr Strom braucht als die angeschlossenen Geräte im Standbymodus - einzige Ausnahme hierbei sind Geräte die ständig aktiv sind (also keinen echten Standby-Modus haben) und selbst da noch mehrere 10W ziehen (zB einige Sat-Receiver)
Bei guten Schaltnetzteilen ist die Stromaufnahme im Standby nichtmal messbar, und das schon seit Anfang 2000.
 
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  • #3
Moin,

Erst einmal danke für die sehr schnelle Antwort.
Abwarten nach dem Einschalten der Steckerleiste habe ich noch nicht versucht. Warum nicht? Früher ging das ja auchso, ebenfalls bei einer Master/Slave Leiste. Aber ich werde es einmal ausprobieren.

Warum eigentlich dieser Blödsinn mit dem Steckerleiste ausschalten?
Schade, ohne diesen Satz, insbesondere "Blödsinn" hätte ich den folgenden Ausführungen viel mehr Gewicht beigemessen. Ich bin wahrhaftig kein Öko-Freak aber bei einer Rente, die weit unter dem Hartz-IV - Niveau liegt, musst du sparen, wo du kannst. Und dass ich bei unserem Staat Befürchtungen habe, er würde sich das Geld (Grundsicherung) von den Kindern und Großkindern zurück holen, das ist leider berechtigt.

Aber ich werde mich trotzdem noch einmal schlau machen und vor allen Dingen mal 1 Nacht einen Verbrauchzähler im Standby-Modus dazwischen hängen.
 
Du solltest dich bei dem Satz eigentlich nicht angesprochen fühlen, ich vermute mal du warst es nicht der diese geschalteten Steckerleisten erfunden hat...

jedenfalls verkürzt du damit bei minderwertigen gewinnmaximierten Schaltnetzteilen die Lebensdauer mit dem ständigen ein/ausschalten.
 
Die Problembeschreibung kommt mir bekannt vor, dass könnten auch defekte Kondensatoren auf dem Mainboard oder im Netzteil sein.

Das Fehlerbild kenne ich auch von einigen TFTs. Mit der Zeit verschlimmert sich das wahrscheinlich, sodass immer mehr Startversuche nötig werden - bis dann gar nichts mehr geht.

Erkennen kannst du dies meist daran dass diese Kondensatoren oben aufgebläht, oder sogar schon aufgeplatzt sind. Das Netzteil sollte aber nicht aufgeschraubt werden, da liegen auch noch hohe Spannungen vor nachdem es vom Strom getrennt wurde.

An meinem Laptop hatte ich genau das gleiche Fehlerbild wie bei dir, Netzteil hatte ich dort bereits getauscht, das war es aber nicht, Accu auch nicht. Den Fehler konnte ich dort auch noch nicht finden und jetzt geht er gar nicht mehr an. Die Problemsuche ist am Laptop für mich, auch dank SMD-Technik nochmals schwieriger.
 
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Ich hatte exakt diesen Fall einmal durch einen defekten RAM-Riegel. Solltest Du mehrere Riegel im System haben, bitte zuerst auch noch mit jedem Riegel einzeln versuchen. Am besten für die weitergehenden Versuche das Minimalsetup herstellen. Hatte auch z. B. schon defekte Festplatten, die das Netzteil komplett überbrückten (=blockierten), wobei das in dem Fall dann ein Dauerzustand war.
 
, Wenn es wirklich reproduzierbar nur auftritt wenn er das Netzteil dazwischen ausschaltet, macht das aber keinen Sinn mit defektem Ram oder Mainbord-ElKos...
 
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  • #9
Ich werde es auf jeden Fall erst noch einmal einige Tage beobachten, das mit dem nicht ausschalten der Steckerleiste habe ich jetzt erst 2 Tage "erfolgreich" getestet. Auch den Tipp, nach einer Ausschaltphase eine kleine "Aufwärmphase" einzulegen, werde ich dann einmal austesten. Ich melde mich dann noch einmal, um den Stand der Dinge zu berichten

An dieser Stelle mein Dank al alle Helfer!
 
@thom53281: das was du meinst ist wahrscheinlich eine Sicherheitsabschaltung bei Kurzschluss, dann wäre es aber ein Dauerzustand wie Pleitgengeier schon schrieb.
@Pleitgengeier: defekte Elkos im Netzteil oder auf Mainboard könnten das aber durchaus verursachen weil die sich je nachdem wie lange sie dann am Strom hängen, anders verhalten können. Ein Mainboard steht ja auch unter Strom wenn es ausgeschaltet ist.

Defekte Elkos sind aber eh nicht etwas, was ein Leihe dann selbst reparieren kann - im Fall vom Netzteil ist das lebensgefährlich.

Ob es das Netzteil ist, was am naheliegensten ist, lässt sich dann nur durch Austausch herausfinden.
 
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@Pleitgengeier: defekte Elkos im Netzteil oder auf Mainboard könnten das aber durchaus verursachen weil die sich je nachdem wie lange sie dann am Strom hängen, anders verhalten können.
Ein Mainboard steht ja auch unter Strom wenn es ausgeschaltet ist.
Mainboard: Nein, nur in der Zeit bis sie voll sind - das dauert vermutlich wenige ms.
Das Hochfahren des Netzteils kann einige Sekunden dauern, da die großen ElKos auf der Primärseite erst durch einen Widerstand geladen werden müssen (da sich diese im leeren Zustand wie ein Kurzschluss verhalten).

Defekte Elkos sind aber eh nicht etwas, was ein Leihe dann selbst reparieren kann - im Fall vom Netzteil ist das lebensgefährlich.
Defekte ElKos sind am einfachsten zum tauschen, man muss nur löten können. Im Netzteil sind nur die auf der Primärseite gefährlich (die seltener ausfallen), und bei denen muss man auch nur einige Minuten warten damit sie leer sind - kann ja auch mit dem Multimeter nachgemessen werden.


Wenn uns der TS mal verrät ob es was bringt, erst zB 3 Minuten nach dem Einschalten den PC zu starten, dann könnte man daraus vermutlich neue Schlüsse ziehen...
 
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  • #12
Wenn uns der TS mal verrät ob es was bringt, erst zB 3 Minuten nach dem Einschalten den PC zu starten, dann könnte man daraus vermutlich neue Schlüsse ziehen...

Wird er machen. Versprochen :D

--- [2015-02-05 09:13 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Moin,

zu ungewohnt früher Stunde :D:
  • Steckerleiste eingeschaltet
  • Rechner eingeschaltet
  • Nach ca. 1 Sekunde: Ende Gelände, wie zu erwarten war
  • 4 Minuten gewartet
  • Eingeschaltet.
  • Freude! Läuft, und läuft, und läuft ... (ein uralter Werbespruch von VW)
Also, damit kann ich erst einmal leben. Was natürlich nicht heißen soll, dass ich der Ursache gerne auf den Grund gehen würde. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, stehe ich euch natürlich gerne zur Verfühung. Bis dahin werde ich gespannt schauen, wie sich die Diskussion entwickelt.
 
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  • #13
Moin,

Status vom Freitag (6.2.)
Nachdem ich die Steckerleiste eingeschaltet habe, Wartezeiz vielleicht 2-3 Minuten (ohne Uhr).
Rechner eingeschaltet: 1-Sekunden-Lauf, danach Bye ...
Gleich wieder eingeschaltet: Lief einwandfrei.

Es scheint also doch so zu sein, dass irgend ein Teil erst einmal "Kraft tanken muss", was sich nach meinem ca. 50 Jahre alten Wissensstand nach Kondensator anhört. Aber das ist nur so eine Idee ...
 
Die Fehlerbeschreibung (anschalten, ausschalten, beim x-ten Versuch läuft der Rechner an) ist typisch für ein defektes Netzteil, da braucht man auch gar nicht weiter drüber nachdenken sondern einfach tauschen.
 
Aber wenn du das NT am Netz lässt, dann funktioniert es einwandfrei?

2-3 Minuten sind bei solchen Schaltungen ja eine Ewigkeit.
Normalerweise sagt mir mein Gefühl bei solchen Fehlern, dass RAM oder CPU instabil laufen und die Schuld direkt dort oder bei der Versorgung durch das Mainboard liegt.
Dem widerspricht aber, dass es funktioniert wenn du den Strom angeschaltet lässt.
 
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  • #16
Moin Leute,

nochmals vielen Dank für die Hilfe. Ein sehr alter Spruch: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt".
Ich habe gerade ein neues Netzteil (be Quiet 500W) eingebaut. Und ... Freude! Einschalten Läuft! Herrliches Gefühl :).

Damit dürfte klar sein, wo die Ursache gelegen hat. Das Thema ist damit von meiner Seite aus positiv erledigt.
 
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