Bis dato scheint mir Windows (unabhängig von RTFM) noch am sinnvollsten. Damit scheine ich ja eine preiswerte Variante realisieren zu können, ohne mich groß umgewöhnen zu müssen.
Windows Server ist mit Windows Desktop aber nicht wirklich vergleichbar. Klar, viele Windows-Admins lassen Firefox laufen und surfen auf Pornoseiten auf dem AD-Server, aber das ist definitiv bad practice. Bei Linux kommst du erst gar nicht in die Versuchung.
Soll dich natürlich nicht von Windows abbringen – ich möchte nur, dass du das nicht auf die leichte Schulter nimmst.
Sage dir mal kurz, wie ich deine Anforderungen mit Linux umsetzen würde, jemand, der sich mit Windows weitaus besser auskennt, kann ja dann mal seine Vorschläge im Windows-Universum anbringen.
1. Datensicherung der wichtigsten Daten.
RSnapshot.
2. Streaming auf alle Geräte des Hauses (mit unterschiedlichen Rechten, kinderfreundlich).
Einfaches Samba-Share. Gibt auch
und Plex, welche dann Transcoding unterstützen.
3. Sichere passwort gesicherte Verschlüsselung bei nicht Gebrauch.
Würde ich jetzt mit ecryptfs lösen. Geht aber auch mit LUKS. Bootdevice würde ich nicht verschlüsseln, das ist u.U. nervig – oder willst du einen Bildschirm anschließen?
4. Rechteverwaltung für einzelne Ordner für einzelne User
xattrs + Samba. Wäre beispielsweise mit OMV super einfach.
Bezüglich Bitlocker habe schon ein paar schlechte Dinge gelesen. Lückenhafte Verschlüsselung etc..
Keine Ahnung, was du gegen Bitlocker hast, das ist nach meiner Kenntnis sicher. Viel dümmer ist, das Keyfile auf nem USB-Stick zu lassen, der im Zweifelsfalle mit geklaut wird.
Was ich da aber noch nicht finden konnte, war ein Feature wie bei DriveBender. Also die Redundanz für unterschiedliche Ordner. Sodass ein Teil safe ist und ein Teil halt aufrauchen darf, wenn´s mal passieren sollte.
Da würde ich mehrere Partitionen auf den Festplatten anlegen, je nach Speicherbedarf. Beispielsweise bei 2x5TB Platten je eine Partition mit 3TB und eine mit 2TB. Die 3TB-Partitionen verknüpfst du zum RAID-1, die 2TB-Partitionen zu nem RAID-0 oder JBOD. Dann hast du 3TB mit RAID-1 verfügbar und 4TB mit RAID-0 (bzw 2x2TB JBOD).
Eine 1:1-Alternative zu DriveBender wäre
. Etwas schlauer lösen könnte man es mit btrfs/Ceph, aber das würde ich für Einsteiger nicht empfehlen. Auch eine Möglichkeit wären vier Platten, drei davon im RAID-5 (bei je 5TB Kapazität dann 10TB nutzbar) und eine als einzelne Platte.
Wie viele Daten hast du denn?
Dann könnte man ja auch ne kleine SSD anklemmen, was die Performanceeinbußen durch die Verschlüsselung kompensieren könnte.
Dein Dateisystem wird wohl schneller als das Netzwerk sein, da braucht's keine SSD – außer bei häufigen verteilten Schreibzugriffen. Abgesehen davon sicher auch mit Linux zu realisieren, mir käme da eine einzelne SSD in den Sinn, von der dann mittels rsync auf die anderen Platten geschrieben wird.
Müsste man im Einzelnen klären, aber imho braucht's für den Anfang keine mega komplexe Lösung – lieber einfacher und dafür weißt du, was passiert.