Es ist wie zu Beginn des Threads. Hier werden wieder irgendwelche Edge-Cases hervorgezaubert, die belegen sollen, dass e-Autos kacke sind, weil sie diese 2% Anforderung nicht schaffen. Keine alte Sau kauft sich ein Auto unter der Prämisse, dass er damit 15 oder 30 Stunden in einem Stau stehen kann. Als Bewohner einer Industrienation gehe ich eigentlich davon aus, dass sowas kein Entscheidungsgrund bei der Anschaffung eines Kfz sein sollte.
Auch das Reichweitenargument betrifft nur noch einen Bruchteil der Verbraucher und auch das löst sich immer weiter in Wohlgefallen auf, weil die Karren immer weiter kommen. Aktuell liegt die
und Ende 2022 scheinen 491 km in Sicht. Damit erreichen wir, den bei Verbrauchern aktuell so wichtigen Grenzwert, den
. Dabei gibts natürlich, wie auch heute, eine breite Spanne von um die 200 km beim Honda e oder 560 beim Model 3 Long Range. Die 5 Leute, die unbedingt 1000 km am Stück abreißen müssen/können, die müssen dann halt noch ein bisschen warten. Schönstes Argument gegen E-Autos was mir letztens aufgetischt wurde, ist die Existenz kleiner Kinder. Wenn ich mit meinen zwei Kindern im Alter von 1 und 3 in den Urlaub oder weit weg fahre, dann ist es existenziell die 400 - 700 km mit einer Tankfüllung und maximalem Tempo zurückzulegen um die Reisezeit maximal kurz zu halten. Das ginge nicht, weil ein eAuto nicht so weit kommt und auch keine 200 km/h so lange fahren kann.
Ich denke auch, dass die Tage von Verbrennern langsam gezählt sind (erst PKWs und bei LKW/Transport wird es sicherlich noch ne Weile dauern, aber auch da kommen ja so langsam Alternativen ins rollen, wenn man die dummen Stromtrassen an der Autobahn mal weglässt). Es ist davon auszugehen, dass die deutsche Politik und die Nörgler das tote Pferd noch eine Weile reiten und füttern werden (wie die deutsche Liebe zum Kupferkabel), aber damit wird der Tot nur unnötig verlängert. Ich glaube auch, dass die Hersteller, die das Ende des Verbrenners erst in die 2030er legen wollen, sich da nochmal korrigieren werden müssen. Aber das geht sich ganz von allein aus. Dadurch das Benzin/Diesel (Co2-Abgabe) jetzt schrittweise immer teurer wird und sich die Preise immer weiter annähern und durch die steigende Zahl an verfügbaren Fahrzeugen auch die Leute immer mehr auf den Geschmack kommen werden wird anhand der Nachfrage nach Verbrennern die ein oder andere Ankündigung nochmal überdacht werden müssen.
Wo man aktuell noch nachsteuern muss, sind die Einheitlichkeit der Ladetarife bzw. allgemein die Ladeinfrastruktur. Da gibt es Ecken in Deutschland, die sind ein kleines Paradies, was öffentliche Ladeinfrastruktur angeht und dann gibt es Ecken, die hängen da etwas hinterher. Aber auch hier ist langsam eine Entwicklung erkennbar.